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1938 wurden in Lichtenfels 13 Führerscheine jüdischer Mitbürger eingezogen – und diese Führerscheine wurden vor knapp zwei Jahren in der Lichtenfelser Zulassungsstelle wieder entdeckt. Der Lichtenfelser Landrat Meißner übergab die Dokumente an ein P-Seminar des Meranier-Gymnasiums in Lichtenfels, das die Geschichte der 13 betroffenen Menschen recherchierte und daraus eine Ausstellung erstellte, die in der Woche vom 14.-18. Januar von allen Klassen der Jahrgangsstufen 9 bis 12 am DG besucht werden wird.

Nicht nur die Ausstellung ist bemerkenswert: Die noch zu ermittelnden Angehörigen der mittlerweile verstorbenen Führerscheininhaber (teilweise in KZ.s ermordet, teils aber auch Überlebende des Kriegs und des Holocaust) wurden nach Lichtenfels eingeladen und ihnen wurden die Führerscheine in einem Festakt ausgehändigt – eine sehr schöne, berührende Geste der Versöhnung.

Rafael Rempe