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Vom 10. bis zum 17. März waren italienische Schüler*innen aus San Bonifacio im Rahmen des Schüler-Austauschprogramms Erasmus+ zu Gast in der Weltkulturerbestadt. Organisiert wurde die Austauschwoche von Frau Höhl, Herrn Blank und Herrn Hammerschmidt.

Das Wochenende wurde zunächst in den Gastfamilien verbracht. Zum Programm gehörten Ausflüge auf die Altenburg ebenso wie Feiern in der Bamberger Innenstadt und der Besuch der Städte Coburg und Kronach.

Am Montag startete dann das eigentliche Austauschprogramm mit der Eröffnungsveranstaltung in der Oase. Die Gäste wurden gebührend mit Heißgetränken und Bamberger Hörnla empfangen. Valérie Reddig und Martin Merklinger aus der Klasse 10c stellten den italienischen Gästen das vielfältige Programm vor, das sich aus Unterrichtsprojekten, Exkursionen und Freizeitaktivitäten zusammen setzte. Herr Wenker begrüßte die Italiener im Namen der Schulleitung und hob – nicht ohne Augenzwinkern – die Wesensverwandtschaft Bambergs zu Italien hervor („Fränkisches Rom“, „Klein Venedig“, „7 Hügel“, „fränkische Toskana“). Die Italiener erforschten darauf hin in einer iPad-gestützten Schulhausrallye das DG und seine Besonderheiten. Herr Blank studierte mit den Gästen eine besondere deutsch-italienische Version des Wanda-Songs „Auseinandergehen ist schwer“ ein, den die Italiener stimmungsvoll während der Abschiedsfeier am Freitag darboten. Am Dienstag wurden die Italiener mit gleich vier Unterrichtsprojekten begrüßt: Frau Krauß betrieb in lockerer Runde Konversation über Schule und Alltag, Frau Helmstetter beantwortete „Fragen an die deutsche Geschichte“, Herr Garbe informierte umfassend über Bambergs Kirchen und Herr Eder komplettierte die Sprachkenntnisse der Gäste mit „Fränkisch für Italiener“. Danach besuchten die Italiener das kultige Off-Kino Lichtspiel und schauten den Film „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ an, der deutsch-italienische Sprachbarrieren und deren Überwindung zum Thema hat – perfekt passend zu Erasmus+. Gemeinsam ließen Deutsche und Italiener den Dienstag mit einem gemütlichen Bowling-Abend ausklingen. 

Der zweite Hälfte der Austauschwoche war durch Exkursionen bestimmt. Am Mittwoch machte sich die italienische Austauschgruppe auf den Weg nach Nürnberg, wo sich sich im Dokumentationszentrum mithilfe von Audioguides über die NS-Zeit informierte. Im Anschluss daran erklommen die Gastschüler die Nürnberger Burg. Der anstrengende Aufstieg lohnte sich: oben angekommen, wurden alle mit einer tollen Aussicht über die Stadt belohnt. Zum Abschluss der Exkursion konnten die Schüler die Nürnberger Innenstadt noch auf eigene Faust erkunden, bevor es wieder zurück nach Bamberg ging.

Am Donnerstag fuhren alle beteiligten Schüler gemeinsam nach Erfurt, begaben sich auf die Spuren von Martin Luthers Studienzeit und erfuhren im Rahmen einer interessanten Stadtführung umfangreiche Details zum wirtschaftlichen Aufstieg und Niedergang der „Waidstadt“. Den Abschluss des langen Tages markierte eine informative Führung durch den imposanten Erfurter Dom.

Am Freitag wurden die Gäste in einem interaktiven Quiz zu ihren Erlebnissen geprüft und die Sieger mit Urkunden und Süßholz bedacht. Keine Reise nach Franken ist komplett ohne die Bierkultur zu erfahren, und so schloss das Austauschprogramm mit einer Fahrt nach Forchheim und einer Stadtführung, die mit einer Verköstigung von (ein wenig 😉 ) Bier und Brezeln ihren Abschluss fand.

In netter Atmosphäre wurden die Italiener am Freitag Abend in der Oase verabschiedet und die Gasteltern trugen ein leckeres und reichhaltiges Buffet bei. Die Woche verging wie im Flug, schon war Samstag, und die Textzeile aus Wandas Song wurde Realität: Lasciarsi è una Pazzia – auseinandergehen ist schwer. Aber umso größer ist die Vorfreude auf den Gegenbesuch in San Bonifacio im Mai!

Mirko Hammerschmidt, Michael Blank