Menu

Wer kennt es nicht? Das Ferienende rückt immer näher und schon macht man sich mit gemischten Gefühlen auf den Weg in die Schule. Für mich verlief das dieses Jahr jedoch etwas anders:
Statt mit einem “Willkommen und guten Schulanfang” wurde ich in der Schule mit einem herzlichen “Buongiorno e buon inizio” begrüßt.
Doch jetzt erstmal von Anfang an:
Als ich diesen Sommer von meiner Italienischlehrerin gefragt wurde ob ich mich nicht um ein PAD-Stipendium für einen zweiwöchigen Aufenthalt in einer Gastfamilie in Italien bewerben wolle, war ich zunächst ziemlich unentschlossen. Auf der einen Seite wollte ich nicht die ersten zwei Schulwochen verpassen, auf der anderen Seite aber war das für mich eine einmalige Gelegenheit. Schließlich gab ich mir einen Ruck und bewarb mich. Umso größer war die Freude als ich die Zusage bekam. Als dann die Sommerferien sich dem Ende neigten, begann ich, während alle meine Freundinnen ihre Schulsachen vorbereiteten, meinen Koffer zu packen.
Am 08.09 ging es dann endlich los. Zusammen mit 42 anderen Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland ging es ab München mit dem Bus ins norditalienische Trento, wo dann auch schon unsere Gastfamilien warteten. Die Aufregung war zwar groß, jedoch fühlte ich mich von Anfang an unglaublich wohl in meiner Familie. Neben meiner Gastschwester, Elisa, gehören natürlich noch ihre Eltern und ihre 7-jährige Schwester zur Familie.

Zusammen hatten wir eine unglaublich lustige, spannende und lehrreiche Zeit. Mit Elisa ging ich fast jeden Vormittag (auch samstags) in die Schule, die sich, entgegen meiner Erwartungen tatsächlich ziemlich von der deutschen Schule unterscheidet. Zwar sind die Klassen um einiges kleiner, allerdings besteht der Unterricht in einigen Fächern fast nur aus Frontalunterricht, was dann auf Dauer doch etwas langweilig wird….
Dennoch war es für mich eine unglaublich interessante Erfahrung und toll zu sehen, dass ich doch einiges im Unterricht verstand. Sonst verlief die Kommunikation auch hauptsächlich auf Italienisch, was alles in allem besser verlief als gedacht.
Nachmittags standen dann einige Ausflüge auf dem Programm, wie zum Beispiel eine Fahrt nach Verona, zum Gardasee, in die Berge, aber auch ins Ötzi- Museum nach Bozen. Dabei lernte ich auch viele deutsche Schüler näher kennen, mit denen ich eine richtig tolle Zeit hatte und hoffentlich auch in nächster Zeit noch Kontakt halten werde.Ganz besonders werden mir aber auch die Abende in der Familie in Erinnerung bleiben (und damit natürlich auch das fantastische Essen).
Vom ersten Abend an habe ich mich einfach wie zu Hause gefühlt und mit Elisa eine tolle Freundin gewonnen. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen in einer Pizzeria begann dann der schlimme Teil der Reise: der Abschied.
Nachdem die ein oder andere Träne geflossen war, ging es nach zwei Wochen zurück nach Deutschland, wo dann der normale Schulalltag auf mich wartete.
Nicht zuletzt möchte ich mich aber hier auch bei Frau Ludwig bedanken, die mich auf das Programm aufmerksam gemacht hatte und die durch die Bewerbung einiges an Extraarbeit auf sich genommen hatte.
Grazie Mille!

Anne Reuther, Q 11