




Wenn Geschichte lebendig wird, dann ist am DG Deutsch-Französischer Tag. Am 22. Januar 2026 wurde dieser Anlass mit vielfältigen Aktionen begangen, die das besondere Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich in den Mittelpunkt stellten.
Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an einem französischen Pausenverkauf mit selbst vorbereiteten Spezialitäten (Crêpes, Quiches, Waffeln, Croque-Monsieur…), begleitet von aktueller französischer Popmusik. Darüber hinaus konnten sie ihr Wissen zu Sprache, Kultur und deutsch-französischen Beziehungen anhand einer Folge der Sendung Carambolage sowie eines interaktiven Kahoot-Quiz spielerisch vertiefen.

Im Rahmen des Aktionstages wurde außerdem der Wettbewerb „Paris en miniature“ für die 6. und 7. Klassen angekündigt. Ziel ist es, ein bekanntes Bauwerk aus Paris – etwa aus Papier oder anderen Materialien – kreativ nachzubauen. Die Abgabe der Werke erfolgt nach den Faschingsferien.
Der Deutsch-Französische Tag erinnert an den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963, der nach jahrzehntelanger Feindschaft den Grundstein für Aussöhnung und enge Zusammenarbeit legte. Bis heute bildet er das Fundament der partnerschaftlichen Beziehungen beider Länder in Politik, Wirtschaft und Kultur. Besonders die junge Generation trägt diese Freundschaft weiter, indem sie Offenheit, Dialog und Austausch lebt.
Wie vielfältig diese Partnerschaft am Dientzenhofer-Gymnasium verankert ist, zeigt sich in den zahlreichen Angeboten rund um Frankreich und die frankophone Welt:
Diese vielfältigen Aktivitäten machen deutlich, wie wichtig internationale Verständigung und Zusammenarbeit sind. Der Deutsch-Französische Tag erinnert nicht nur an ein historisches Ereignis, sondern stärkt zugleich das Bewusstsein für Frieden, Austausch und europäische Verantwortung im Schulalltag.

Der Erlös des Pausenverkaufs kommt dem Collège Saint Gabriel in Thiès in Bambergs Partnerdiözese im Senegal zugute. Mit dieser Spendenaktion wird der Gedanke internationaler Solidarität über den deutsch-französischen Kontext hinaus erweitert und ein Zeichen für weltweite Verantwortung und Zusammenhalt gesetzt.
Christina Kastner für die Fachschaft Französisch
Mit zwei Siegen gegen das CVG Kulmbach und dem CG Bamberg sicherten sich die DG-Mädels auch in diesem Schuljahr die oberfränkische Meisterschaft und qualifizierten sich damit für das Nordbayernfinale am 9.2.26 in Nabburg / Oberpfalz.
Für das DG waren im Einsatz ( von links ): Mia Bluhm; Amy Grasser; Ella Kaiser; Olivia Waldner; Coach Gaby Weckwerth; Magdalena Ludwig; Hannah Pfund; Clara Götz; Paula Hübner und Philomena Gottwald

Am 13. Januar 2026 nahmen 26 Teams des Dientzenhofer-Gymnasiums am diesjährigen Bolyai-Teamwettbewerb teil. Der Wettbewerb ist ein Teamwettbewerb, bei dem in 60 Minuten insgesamt 13 anspruchsvolle Multiple-Choice-Aufgaben zu lösen sind. Zu jeder Aufgabe stehen fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung; je nach Aufgabe können mehrere Antworten richtig sein, sodass sich pro Aufgabe bis zu 32 mögliche Antwortkombinationen ergeben. Neben mathematischem Können sind daher insbesondere Teamarbeit, Diskussion, Strategie und Zeitmanagement gefragt.Die Spannung hielt dabei mehrere Tage an: Zwar war bereits seit Donnerstagmorgen, dem 15. Januar, bekannt, dass vier DG-Teams in Bayern jeweils unter den besten fünf liegen würden, doch erst am Donnerstagabend gegen 19:00 Uhr wurden die endgültigen Ergebnisse mit den exakten Punktzahlen sowie den bundesweiten Platzierungen veröffentlicht.
Die vorliegenden Resultate bestätigen eindrucksvoll das sehr hohe Leistungsniveau unserer Teams:
DG-5-2 (Maximilian Dürst, Fabienne Gick und Leo Waibel) erreichte bundesweit einen hervorragenden Platz 16 von 1727 Teams.
DG-6-1 (Noah Trenner, Noah Schuberth, Anton Uttenreuther und Maik Gabermann) belegte Platz 6 in Bayern sowie Platz 21 in Deutschland von 1491 Teams.
DG-7-1 (Noah Keilholf, Yinuo Cai, Fiona Hertel und Alfred Beyerlein) kam auf Platz 4 in Bayern und Platz 25 in Deutschland von 1176 Teams.
Den Höhepunkt bildete erneut das Team DG-8-1 (Malte Schuberth, Milan Pavlovic, Romy Oehl und Lina Popp).
Nachdem dieses Team bereits zweimal in Folge – in der 6. und 7. Jahrgangsstufe – als bestes deutsches Team zur internationalen Finalrunde nach Budapest reisen durfte, scheiterte eine Fortsetzung dieses außergewöhnlichen Erfolgs in diesem Jahr denkbar knapp.
Mit 200 von 210 möglichen Punkten erreichte DG-8-1 Platz 1 in Bayern sowie einen herausragenden 2. Platz in Deutschland von 808 Teams. Lediglich ein Team aus Baden-Württemberg, das 205 Punkte erzielte, lag bundesweit noch vor ihnen.
Angesichts dieser Punktzahlen und der enorm hohen Teilnehmerzahlen sind die erzielten Platzierungen als außergewöhnlich stark einzustufen. Allen beteiligten Schülerinnen und Schülern gilt dafür ein herzlicher Glückwunsch.
Auch viele weitere DG-Teams erzielten sehr beachtliche Ergebnisse und unterstreichen damit einmal mehr die große Breite und Qualität der mathematischen Teamarbeit am Dientzenhofer-Gymnasium.
Platzöder
Was macht guten Journalismus bzw. seriöse Berichterstattung aus, insbesondere aus Gebieten, in denen Krieg herrscht? Hierfür bedarf es Menschen, die sich dorthin und somit auch in Gefahr begeben, um authentisch Geschehnisse zu dokumentieren.
Genau dies ist der Job des Bamberger (Kriegs-) Fotografen und Journalisten Till Mayer, der den Schülerinnen und Schülern der Q12 und Q13 und der Klasse 9b im Rahmen der beruflichen Orientierung aus seinem Berufsalltag berichtete. Die Langzeitfolgen von Konflikten und Kriegen hält Mayer seit vielen Jahren in seinen Fotos und Reportagen fest. Dafür wurde er mehrfach ausgezeichnet. Bei der Tageszeitung „Obermain-Tagblatt“ ist er als Redakteur angestellt. Als freier Fotograf und Journalist arbeitet er für zahlreiche Zeitungen, Nachrichten-Portale und Magazine. Seine Fotos werden weltweit in Ausstellungen gezeigt. Seit 2022 steht der Krieg in der Ukraine im Fokus seiner Arbeit.

Anhand ausdrucksstarker Schwarzweißfotografien von ukrainischen Menschen, deren Leben und Alltag vom Krieg beherrscht wird, zeigte er auf, was seine Arbeit ausmacht. Primär sei es wichtig, als Journalist das Vertrauen der Leute zu gewinnen, so Mayer. „Das funktioniert in der Ukraine oft relativ einfach, da den Menschen sehr daran gelegen ist, dass über sie und vor allem über das Unrecht, das ihnen durch die russische Invasion täglich widerfährt, berichtet wird“, erzählt der Journalist. Seine Arbeit bestehe in erster Linie darin, die Auswirkungen des Krieges auf Personen verschiedenster Alters- und Bevölkerungsgruppen vom Soldaten an der Front bis zum evakuierten Rentner aufzuzeigen. Durch Interviews, die er zusammen mit einem ukrainischen Kollegen führt, der auch als Übersetzer fungiert, entstehen Reportagen, die von großen Tageszeitungen wie der Augsburger Allgemeinen oder der Frankfurter Rundschau gekauft und publiziert werden.
„Die Menschen in Deutschland sollen erfahren, was in der Ukraine passiert“, zitierte Till Mayer die Protagonistin einer seiner Reportagen. Jelena, eine 57jährige Frau, musste mit eigenen Händen ihren Sohn begraben. Kurz vor der Flucht mit seiner Mutter aus einem kleinen Dorf an der Frontlinie in der Nähe von Charkiw wollte ihr Sohn rasch ins Dorf fahren, um noch weitere Menschen mitzunehmen, doch von dieser Fahrt kehrte er nicht mehr nach Hause zurück. Einige Tage später erfuhr Jelena von einem Nachbarn, dass das Auto des jungen Mannes unweit seines Zuhauses von einem russischen Panzer getroffen worden und völlig ausgebrannt war. Sie machte sich selbst auf, den Leichnam zu bergen, und schaffte ihn mühselig auf einem Ziehwagen nach Hause, um ihn in einem Sprengtrichter, den eine Mörsergranate in den Garten gerissen hatte, beizusetzen. Ein selbst zusammengezimmertes Kreuz und ein kleines Rosenstöcklein zierten die Grabstätte, die sie erst am Tag vor dem Interview fertiggestellt hatte.
Geschichten wie diese sind es, die Till Mayer von seinen zahlreichen Reisen in die Ukraine mitbringt und die ihn sehr bewegen. Jeden Monat macht er sich erneut dorthin auf den Weg, um quer durch das Land zu reisen und die Schicksale von Menschen zu dokumentieren, die unter dem Krieg leiden. „Alle sind davon betroffen, nicht nur die direkt an der Frontlinie“, so der Journalist. Ein Großteil der Menschen ist mittlerweile psychisch belastet, was sich in Schlafstörungen oder Depressionen äußere. Zahlreiche Kinder und Jugendliche sind traumatisiert. Die Menschen sind von den ständigen, vor allem nachts ertönenden und über Handyapps angezeigten Alarmen, die vor russischen Angriffen warnen und zum Aufsuchen von Schutzräumen und Bunkern aufrufen, müde. „Stellen Sie sich vor, eine Mutter zweier Kleinkinderlebt im siebten Stock eines Hochhauses. Sie muss ihre Kinder schnappen, um sich in den sicheren Keller zu begeben, aber gerade gibt es keinen Strom und sie muss die Treppen mit ihren Kindern an der Hand im Dunklen bewältigen, und das oft Nacht für Nacht.“ Vor allem die russischen Angriffe auf die Versorgungsinfrastruktur sollen die Menschen mürbe machen, die oft nur wenige Stunden am Tag Strom haben und nicht heizen können und das, wo die winterlichen Temperaturen meist viel niedriger sind als bei uns.

Beeindruckend waren auch die Fragen, die im Anschluss an den Vortrag an den Journalisten herangetragen wurden. Zum Beispiel wollte ein Schüler, der sich bei den eben gesehenen Fotos eher an Aufnahmen beispielsweise aus dem Zweiten Weltkrieg erinnert fühlte und dadurch auch eine gewisse Distanz zum Gezeigten verspürte, wissen, weshalb Mayer fast ausschließlich Fotografien in Schwarzweiß publiziere. Dies ermögliche den Fokus auf das Wesentliche, so der Fotograf. „Wie betreiben Sie Psychohygiene, wie schaffen Sie es, von den Schicksalen der Menschen und den Auswirkungen des Krieges nicht selbst so belastet zu sein?“, lautete eine weitere Frage. Hier zog der Journalist den Vergleich zu einem Arzt auf einer onkologischen Kinderstation, der sich auch von seinem beruflichen Alltag befreien und distanzieren müsse, um dann für seine eigene Familie wieder ausreichend Kraft zu haben. Zudem sei er – im Gegensatz zu den Menschen in der Ukraine – in der luxuriösen Situation, dem Krieg jederzeit den Rücken kehren und wieder nach Bamberg zurückkommen zu können. An dieser Stelle zeigte er sich sichtlich verärgert über die „Jammermentalität“, die in Deutschland weit verbreitet ist, obwohl es uns hier gut gehe, da wir in Sicherheit und Komfort leben können.
Am Ende betont Till Mayer, wie wichtig es sei, an einem Thema über längere Zeit dran zu bleiben, denn nur punktuell zu berichten, entspreche nicht seiner Vorstellung von gutem Journalismus.
Im Anschluss an die Veranstaltung machte sich er sich erneut auf den Weg in die Ukraine.
Gabriele Görlich

Nachdem sich das DG seit Oktober zum 23. Mal als Umweltschule Europas bezeichnen darf (es wurde bereits darüber berichtet), möchten wir, die Umweltgruppe, euch einmal vorstellen, welche Auszeichnungen wir 2025 sonst noch für unser Engagement bekommen haben.
Solche Anerkennungen motivieren uns unheimlich und geben uns auch die Möglichkeit neue Projekte zu finanzieren und anzugehen.
Im laufenden Schuljahr haben wir schon folgende Projekte durchgeführt:
Die nächsten Projekte sind gerade in Arbeit und werden demnächst umgesetzt:
Da wir nur eine sehr kleine Gruppe sind, aber immer viel zu tun ist, freuen wir uns ab dem 2. Halbjahr auch über Zuwachs. Wir treffen uns immer donnerstags im Umweltgruppenraum im Neubau/ 1. Stock.
Wir möchten uns hier auch für eure Mithilfe beim Müll trennen und Müll vermeiden bedanken. Hier können wir mit wenig Aufwand als große Schule echt viel bewirken.
Eure Umweltgruppe