Menu

Nein – alles andere als das!

Im Rahmen eines Vortrags von Prof. Markus Schauer von der Universität Bamberg, der am 10. Mai 2022 von StRin H. Zapf organisiert wurde, erfuhren die Lateinschüler*innen der 9. Klassen, wie es vor über 2000 Jahren dem Feldherrn Julius Caesar gelungen ist, die Leser seiner commentarii de bello gallico mittels derselben davon zu überzeugen, dass die Feldzüge, die Caesar im damals noch unbekannten Gallien und Germanien geführt hatte, ihre Berechtigung hatten und der Krieg aus gutem Grund geführt wurde – leider eine Diskussion, die angesichts der Geschehnisse in der Ukraine aktueller denn je ist.

Prof. Schauer hat dabei eindrucksvoll vor Augen geführt,

… wie wichtig der geschichtlich-politische Hintergrund der damaligen Zeit für das Verständnis des Textes ist,

… wie geschickt Caesar die Gattung des commentarius zu seinen Zwecken nutzt und

… wie Caesar bereits in den ersten Zeilen Fakten mit Fiktion vermischt – mit dem einzigen Ziel, die Leser – römische wie heutige – zu manipulieren. Es bleibt die Frage, an welchen Stellen Caesar nun Geschichte schreibt und an welchen er sie erfindet, mit dem Beigeschmack, dass Worte es vermögen, Tatsachen zu schaffen, ganz gleich, ob sie auf Fakt oder Fiktion beruhen: in der Antike wie heute, die Geschichte wiederholt sich und wieder ein Grund mehr, aus ihr zu lernen und propagandistische Züge als solche zu entlarven.

 

 

Winterzeit = Lesezeit

Die Fachschaft Latein hat für euch und euere Eltern hier einige Geschenke-Tipps für spannende Weihnachtsbücher zum Thema “Antike” zusammengestellt (geeignet für 6. und 7. Jahrgangsstufe).

Viel Spaß beim Weihnachtseinkauf bzw. Schmökern!

Eure Fachschaft Latein

PS: Viele der genannten Titel findet ihr auch in der DG-Schülerbücherei im Neubau – schaut doch einfach mal vorbei!

Samstag, 19.10.19

Am Samstag, den 19.10.19 gegen 16.30 Uhr war es endlich soweit: mit lautem Hupen kündigte der italienische Bus seine Ankunft in der Kantstraße an. An Bord 21 italienische Schüler*innen sowie zwei Lehrerinnen, die die Gruppe begleiteten. Die deutschen Schüler warteten gespannt darauf, ihre Austauschpartner nun auch persönliche kennenzulernen – man kannte sich bisher nur aus der Kommunikation mittels der Sozialen Medien. Nachdem sich die Paare nun gefunden hatten, gab’s die ersten Baci, Küsschen auf die Wange, das typisch italienische Begrüßungsritual, das sich im Laufe der Woche auch unter den deutschen SchülerInnen etablieren sollte. Jetzt gab es kein Zurück mehr: Einmal tief durchatmen und ab nach Hause zusammen mit dem Austauschpartner. Viel Zeit blieb jetzt zum Beschnuppern und ersten Kennenlernen der deutsch-italienischen Paare: Der Sonntag stand zur freien Verfügung und wurde vielseitig für Ausflüge an die schönsten Orte Oberfrankens genutzt. Erst am Abend traf sich die gesamte Gruppe zum Bowling wieder, wo selbstverständlich aufgeregt erste Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht wurden. Nach mehr oder weniger erfolgreichen Bowlingpartien in gemischten Gruppen wurden die Schüler*innen nach Hause verabschiedet, nicht ohne sie noch einmal auf den nächsten Treffpunkt am morgigen Montag um 8 Uhr in der Mensa des Dientzenhofer-Gymnasiums zu erinnern.

Montag, 21.10.19

Es klappte auch alles wunderbar: In der im Vorfeld für die italienischen Gäste dekorierten Mensa des DG konnte pünktlich am Montag in der ersten Schulstunde die offizielle Begrüßung der Italiener durch die Schulleiterin OStDin Frau Cleary starten, die die Bedeutsamkeit des Schüleraustausches vor dem Hintergrund des europäischen Gedankens betonte und allen Beteiligten eine erlebnisreiche Woche wünschte. Das anschließende Willkommensbüffet mit fränkischen Laugenbrezeln und Getränken war im Anschluss an den offiziellen Teil eine willkommene Stärkung. Während nun für die deutschen Schüler stundenplanmäßiger Unterricht bis zur 6. Stunde auf dem Programm stand, durften die Italiener zunächst bei Herrn Dr. Krämer im Physiksaal naturwissenschaftliche Luft schnuppern und einen Elektromotor zusammenbauen und zum Laufen bringen, was sie mit viel Enthusiasmus alle hinbekamen. Danach war eine Schulhausralley eingeplant: Den Schülern wurden iPads mit kreativen Aufgaben ausgeteilt, die  die Schüler durchs komplette Schulhaus schickten und dieses so erkunden sollten. Nach einer kurzen Mittagspause folgte ein Fußmarsch zusammen mit den deutschen Partnern in die Stadt, wo die Schüler nun in gemischten Gruppen wichtige Sehenswürdigkeiten aufsuchen und Fragen dazu bzw. über typische fränkische Bräuche beantworten mussten. Nachdem auch dieser Programmpunkt gegen 15.30 Uhr erfolgreich abgeschlossen wurde, stand der Rest des Tages zur freien Verfügung und schon wurde darüber diskutiert (man hörte sogar die deutschen Schüler Italienisch sprechen…), wohin man heute Abend ausgehen sollte.

Dienstag, 22.10.19

Für Dienstag, den 22.10.19, stand für die deutschen Schüler stundenplanmäßiger Unterricht bis zur 9. Stunde auf dem Programm, was natürlich für lange Gesichter sorgte. Zu gern hätte man wieder den ganzen Tag mit „seinem“ Italiener verbracht… Doch der Blick auf den morgigen Ganztagesausflug aller Schüler konnte dann doch alle vertrösten und dazu motivieren, besonders aufmerksam dem heutigen Unterricht zu folgen. Für die Italiener hingegen war zunächst eine Lateinstunde bei Herrn Dr. Eder vorgesehen, der den Gästen einige fränkische Floskeln nahebrachte. Im Anschluss daran wurde im MZR der Schule der Film „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ präsentiert, der auf sehr unterhaltsame Weise stereotype Verhaltensweisen der Italiener und Deutschen aufzeigt. Mit einem Arbeitsblatt mit Fragen zum Film ausgestattet, traten die italienischen Gäste nun die Aufgabe der Filmanalyse an. Nach der Präsentation des Films brach die italienische Gruppe zu einem Fußmarsch ins Herz der Gärtnerstadt Bamberg auf: Ein Besuch des Gärtner-und Häckermuseums war geplant. Sehr anschaulich und mit vielen Bezügen zu Italien verstand es der Museumsführer den Italienern die wesentlichen Aspekte der Entwicklung des Gärtnereiwesens in Bamberg vom Mittelalter bis zum heutigen Tage nahezubringen. Nach Beendigung der Führung und dem Kauf einiger Packungen an typisch Bamberger Lakritze als Mitbringsel hieß es nun zurück zur Schule. Schließlich galt es nun, die erfolgreichsten Volleyballer einer deutschen und italienischen Auswahl zu ermitteln. Die gemischten Teams schlugen sich tapfer, wobei der unterhaltsame Aspekt dieser Veranstaltung deutlich über dem sportlichen stand.

Mittwoch, 23.10.19

Am folgenden Tag stand eine Ganztagesexkursion der gesamten Gruppe auf dem Programm: Mit dem Zug ging es nach Nürnberg, wo eine Führung durch  das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände geplant war. Die Führungen fanden in deutscher und italienischer Sprache statt und so konnten alle viel Wissenswertes über Ursprung und Wirkung der nationalsozialistischen Propaganda, wie sie vor Ort und in ganz Deutschland praktiziert wurde, erfahren. Nach einer Mittagspause hatten die Schüler freie Zeit zur Verfügung, die sie für ausgiebiges Bummeln durch die Einkaufsmeile der Nürnberger Altstadt nutzten, bevor sich der Zug mit sichtlich erschöpften Schülern um 17.10 Uhr wieder Richtung Heimat bewegte.

Donnerstag, 24.10.19

An eine Schonung der Ressourcen war jedoch nicht zu denken: Schon am nächsten Tag forderte eine weitere ganztägige Exkursion für die deutschen und italienischen Schüler alle verbliebenen Reserven heraus. Diesmal beförderte ein Bus die ganze Truppe nach Rothenburg ob der Tauber. Dort angekommen brachten Stadtführungen in deutscher und italienischer Sprache den Schülern auf anschauliche Weise ein Stück Stadtgeschichte näher. Begeistert waren die Italiener natürlich nicht nur wegen der ganzjährlich geöffneten Weihnachtswelt, sondern auch wegen der fränkischen Fachwerkhäuser par excellence, die es in Rothenburg zu bestaunen gab. Nach der gemeinsamen Verkostung des für die Stadt typischen Gebäcks „Schneeball“ begab sich die Truppe zu den Toren des Kriminalmuseums. Dort klärte eine Führerin über die Kreativität mittelalterlicher Foltermethoden auf. Während einige die dort zur Schau gestellten Werkzeuge und Einrichtungen unterhaltsam fanden und neugierig nachfragten, war manch einer doch froh, das Gebäude nach Beendigung der Führung wieder zu verlassen und in die Sonne hinauszutreten. Nach 1 ½ Stunden, die die Schüler zur freien Verfügung nutzen konnten, wartete der Bus bereits an der Stadtmauer auf die Gruppe, um diese wieder nach Hause zu bringen.

Freitag, 25.10.2019

Nach zwei großen Exkursionen war am Freitag wieder Schulbesuch angesagt. Die deutschen Schüler erhielten Unterricht nach Plan, während die Italiener zusammen mit den beteiligten Lehrkräften die Auswertung der Stadtralley und die Filmanalyse angingen. In der 3.+4. Stunde war ein weiteres gemeinsame Projekt für die Deutschen und Italiener geplant, das gemeinsame Singen eines Songs in deutscher und italienischer  Sprache mit Herrn Blank. Zuguterletzt ging es dann in der 5.+6. Stunde in den Italienischunterricht zu Frau Heckel. Zum Einen konnten die Italiener nun Einblicke gewinnen, wie der Italienischunterricht an einer deutschen Schule abläuft, zum anderen konnten sich die deutsch-italienischen Teams in einer Gruppenarbeit mit anschließender Präsentation beweisen. Nach Schulschluss wurden die letzten Vorbereitungen für den Abschiedsabend getroffen, der in der Mensa des DG stattfinden sollte. Ab 18.30 Uhr erwartete alle Beteiligten am Austausch ein reichhaltiges kulinarisches Büffet, das die Schüler zusammen mit ihren Eltern vorbereitet hatten und bei dem es etwas für jeden Geschmack gab. Ein zusätzlich bestellter Pizzaofen, der dank hilfsbereiter Schüler am Laufenden Band mit Pizzen bestückt wurde, versorgte alle mit ofenfrischer Pizza. Ein Blick in die gemütliche Runde an den bunt gemischten Tischen bestätigte den Eindruck der Woche: Hier haben sich Fremde getroffen, aus denen Freunde geworden sind. Freundschaften wurden geknüpft, die sicherlich über den Gegenbesuch im Frühjahr hinaus anhalten werden.

Samstag, 26.10.2019

Am Sonntag in zeitiger Frühe hieß es nun Abschiednehmen von den liebgewonnenen italienischen Freunden. Einige Tränchen wurden zwar vergossen, doch es trösteten sich alle damit, dass der Kontakt nicht abbrechen würde und der Gegenbesuch im Frühjahr die entstandenen Freundschaften besiegeln würde.

An dieser Stelle vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass der Schüleraustausch geklappt hat:

  • den Eltern, die diese anstrengende Woche gemanagt haben, die für ihre Kinder und Gastkinder zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten da waren und haben und alles mitgemacht haben, was von ihnen verlangt wurde!!!
  • Den beteiligten Schülern, die gezeigt haben, dass Völkerverständigung eigentlich ganz easy geht!
  • Den Kollegen und Mitarbeitern aus den Reihen des DG, die sich durch ihr Engagement im Austausch als wahre Kollegen erwiesen haben!

PS: Aus dem Gegenbesuch im Frühjahr 2020 wurde leider aufgrund der Corona-Krise nichts. Wir hoffen aber weiterhin auf einen Gegenbesuch in Bella Italia im September 2020 und darauf, dass die entstandenen deutsch-italienischen Freundschaften erhalten bleiben.

 

 

 

 

Auf die Probe gestellt wurden im Januar 2020 unsere 7. Klässler. In zahlreichen Kleingruppen hatten die SchülerInnen Gelegenheit, in das Fach Italienisch hineinzuschnuppern und gleichzeitig auch ihr Vorwissen zu Land & Leuten zu testen. Gecoacht wurden die DGlerInnen bei ihrer digitalen Stationenreise durch die Halbinsel von SchülerInnen aus der Oberstufe sowie von StRin H. Heckel und OStRin B. Ludwig. Die fünf interaktiven Stationen boten den Schülern dabei einen Einblick in das Fach Italienisch, das ab der 8. Klasse als dritte Fremdsprache belegt werden kann und somit ein Unikum in der Bamberger Schullandschaft darstellt. Die Vielzahl an sprachlichen und kulturellen Eindrücken brachte dabei für viele SchülerInnen neue Erkenntnisse über das „Orchideenfach“ am DG und so hoffen die Italienischlehrkräfte, dass sich einige SchnupperschülerInnen auch tatsächlich für den Sprachzweig am Dientzenhofer-Gymnasium entscheiden. Ci vediamo in settembre, ragazzi!

B. Ludwig, OStRin

 

 

Congratulazioni!

Max Pfister, frisch gebackener DG-Abiturient, hat mit seinem Gedicht an Juventus-Torwart Luigi Buffon den zweiten Platz des Onde-Wettbewerbs gewonnen!  Neben einer Urkunde darf sich Max nun über ein Abonnement des  italienischen Kulturmagazins Onde freuen.

A Gianluigi Buffon

Gianluigi Buffon, un portier’ imponente

che io vorrei incontrar veramente.

Con gli occhi azzurri e il capello nero:

un uomo italiano vero!

 

La storia è cominciata a Parma

il pallone è stata la tua arma.

A diciasett’ anni nel millennio scorso,

ma già a quel tempo eri coraggioso.

 

Poi la Juve, la vecchia signora,

una storia incredibile – finora.

Hai giocato con tutti,

Cannavaro e Bonucci,

perfino Nedved, Pogba e Ranieri

sono stati una parte della Juve e fieri.

 

Retrocessione –

oddio, che ora?

Gigi rimane con la sua signora!

500 partite e nove scudetti,

ami più i bianconeri che io spaghetti.

Campione del mondo con gli azzurri ´06,

un successo eterno, imparagonabile sei.

 

Per sempre una leggenda per voi e per noi,

se in Italia o Germania: SUPERGIGI – eroe!

Gigi, mi sembri com’ un ottimo vino,

più vecchio più buono – è il destino?

 

Soprattutto il tuo carattere

è per me notevole.

Modello, leggenda e ancora di più,

un simbolo d‘Italia e la testa mai giù.

 

Incontrarti una volta per farmi raccontare,

da un uomo e calciator’così  esemplare.

È il mio gran sogno incontrarti quest’estate

sarebbe così bello – in tasca l’esame!*

*l’esame di maturità

copyright: Max Pfister, März 2019

Unter diesem Motto machten sich beim diesjährigen Projekttag am 16. Juli 2019 dreißig DG-SchülerInnen auf den Weg, um Spuren italienischer Genußkultur in Bamberg zu erkunden.

Wir bedanken uns bei unseren Projektpartnern:

Supermercato “Culinaria” – Kaffeerösterei Rolf Minges – Gelateria Bassano

(Fotos: B. Ludwig)