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Geographie einmal anders, dafür aber hautnah im Klassenzimmer

„Uganda von A bis Z“ – ein Kaleidoskop von Aidswaisen bis Zebras 

Hannington Ambale, Pastor aus Uganda: „Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind Steine aufeinander geschichtet habe, um mich darauf zu setzen, denn Stühle gab es in der Schule keine.“

Wenn man die aktuellen Fotos von Schulen in Uganda betrachtet, erkennt man, dass sich an dieser Situation nicht sehr viel geändert hat: ein Klassenzimmer unter freiem Himmel, eine abgebrochene Tafel, befestigt an einer instabilen Giebelmauer, kein Dach, viele Schüler. Eines dieser Kinder wird uns näher vorgestellt. Als vierjähriges Mädchen musste es bereits für seine Großmutter sorgen und jeden Tag von einem weit entfernten Brunnen in schweren Kanistern Wasser holen, seine Eltern waren an Aids gestorben. Wasserholen ist für ein vierjähriges Kind schon mühsam genug, um wieviel schmerzvoller ist dies jedoch, wenn die Füße und Beine von Insekten und Würmern befallen sind, sodass jeder Schritt eine Höllenqual ist, so wie einst bei besagtem Mädchen, das aber nun, drei Jahre später, lachend und ein wenig stolz auf die neue Schuluniform in die Kamera blickt.

Bereits nach zehn Minuten des Vortrags von Janina Möck und dem Pastorenehepaar aus Uganda haben die achten Klassen einen hautnahen und lebhafteren Einblick in den sogenannten „Schwarzen Kontinent“ erhalten als dies im regulären Geographie-Unterricht – selbst mit dem besten Videomaterial – je möglich gewesen wäre.

Frau Möck und das Pastorenehepaar erzählen sowohl realistisch als auch kritisch über Uganda. Es geht um Überbevölkerung, Stammeskämpfe, Aids, anstrengende Feldarbeit, die vor allem von Frauen für einen Monatslohn von etwa fünfzig Euro verrichtet wird, politische Instabilität, Arbeitslosigkeit, „Headhunter“ aus Saudi-Arabien, die Billiglohn-Arbeitskräfte für den Bau von Fußballstadien und Hotels in Katar anwerben, Flüchtlinge, die aus dem Südsudan nach Uganda kommen und vieles mehr.

Bei all den großen Problemen wird aber dennoch nicht die Schönheit und Faszination Ugandas außer Acht gelassen. Wir sehen den Victoriasee, die Quelle des Weißen Nils, traumhaft schöne Wasserfälle, Ankole-Rinder mit imposanten Hörnern, deren Spannweite ca. 200 cm beträgt, weshalb sie auch als longhorns bezeichnet werden, Jackfrüchte, die lecker schmecken sollen, bei denen einem aber nach dem Schälen die Finger tagelang kleben, Kronenkraniche mit ihren strohgelben, büschelförmigen Federn auf dem Kopf sowie einzigartige Impressionen aus der Savanne.

Diese Fotos wird wohl keiner vergessen – die paar mühsam erlernten Floskeln in der in Süd-Uganda verbreiteten Bantu-Sprache Luganda wahrscheinlich schon, denn diese erwiesen sich für uns beim bloßen Nachsprechen als sehr komplizierte Zungenbrecher.

Aber wer sind diese drei Referenten eigentlich? Janina Möck absolvierte nach ihrem Abitur eine Art freiwilliges soziales Jahr in Uganda und traf dabei auf das dort arbeitende Pastorenehepaar Hannington und Theresia Ambale, mit denen sie 2014 das Hilfsprojekt „We care for them“ ins Leben rief. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, für notleidende Waisenkinder in Uganda ein Leben mit Perspektive zu ermöglichen. Manch einer mag nun denken: Was für eine romantische Vorstellung. Aber weit gefehlt. Wir sehen, wie dieses Trio ohne großen bürokratischen Aufwand vor Ort praktische Hilfe leistet. Derzeit haben sie vierzehn Waisenkinder unter ihrer Obhut, für deren Unterkunft, Ernährung, Schul- und Arztbesuche sie sorgen. Sie haben für diese ein Haus errichtet, auf einem eigenen Grundstück bauen sie Gemüse an und als nächstes Ziel steht der Bau einer Schule für 350 Kinder an.

Schulbildung heißt dabei nicht wissenschaftlicher Unterricht, denn Jobs gibt es ohnehin kaum, sondern vielmehr Lernen unter den gegebenen Umständen in Uganda zu leben. Dabei ist es ihnen auch wichtig, den Leuten klar zu machen, dass sich deren Lebensverhältnisse verbessern und ihre Überlebenschancen steigen, wenn sie nur zwei statt fünf bis acht Kinder haben.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Janina Möck sowie Hannington und Theresia Ambale, dass sie uns am 12. Dezember 2018 auf eindrucksvolle Weise Afrika ins Klassenzimmer gebracht haben und wir mit ihnen in die Region des Äquators reisen durften. Und wir wissen nun auch, dass Kochbananen eigentlich wie Kartoffeln schmecken und Katzen sehr wichtig sind, denn ohne sie gäbe es Mäuse und wenn die erst einmal da sind, dann kommen auch die Schlangen.

Weitere Informationen zu diesem Uganda-Hilfsprojekt finden Sie unter: www.wecareforthem.eu und wer ein kleines Hilfsprojekt, deren Effizienz das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stets positiv hervorhebt, finanziell unterstützen möchte, findet dort auch die entsprechenden Bankverbindungen.

G. Merz

 

 

Eigentlich hatten wir – die Fachschaft Geographie – ja bereits ein von einer früheren iPad-Klasse erstelltes Video über die Entstehung des Zenitalregens. Da aber bekanntlich „nix“ perfekt ist, haben wir, die Klasse 8b (2017/18), diesen Film ein wenig inhaltlich verändert und ihn dann einem visuellen Facelifting unterzogen.

Ein besonderes Lob geht hierbei an Till Kaiser und Elie Aluta, die mit der App „Luma Fusion“ die Graphiken und Animationen erstellt haben. Wir haben unseren Zenitalregen-Film auch bei dem Videowettbewerb „Zeig uns, was läuft!”, der von der Stiftung Bildungspakt Bayern ausgeschrieben wurde, eingereicht, aber leider hat uns ein anderer DG-Film, nämlich “Crazy Socks” der Klasse 6d (2017/18), übertrumpft.

iPad-Klasse 8b (2017/18) & G. Merz

3. Preis – Wir sind von den Socken!

„Hallo, wir sind’s noch einmal – die Crazy Socks. Wir haben nämlich von unseren zwei Filmen (Crazy Socks: Part 1 und Crazy Socks: Part 2), die wir im letzten Schuljahr gedreht haben und in denen wir englische Colour Idioms erklären, einige Szenen zu einem vierminütigen Beitrag zusammengestellt und damit bei dem Wettbewerb ‚Zeig uns, was läuft‘ vom Bildungspakt Bayern teilgenommen.

Bei diesem Wettbewerb wurden aus ganz Bayern insgesamt 120 Schülerfilme eingesandt. Im September kam dann für uns völlig überraschend die Nachricht, dass wir es in die Endauswahl der besten 30 Filme geschafft hatten und zur Preisverleihung nach München eingeladen wurden. Nicht nur wir Socken durften daraufhin nach München fahren, sondern auch vier Schüler, die uns Socken haben tanzen lassen, sowie Frau Merz. Da von der Klasse 6d (SJ 2017/18) sehr viele Schüler bei den Filmchen mitgewirkt hatten, musste schließlich das Los entscheiden, welche vier Jungs mit nach München durften. So ging es am 11. Oktober 2018 in die bayerische Landeshauptstadt, erfreut über die Einladung, aber ohne allzu große Hoffnung, denn wir wussten, dass von den 30 Filmen der Endrunde lediglich 12 ausgezeichnet werden würden, und zwar jeweils drei in den folgenden vier Kategorien: „Beste Technik“, „Beste Idee“, „Bestes Storytelling“ und „Bester Erkläransatz“. Felipe versuchte uns Crazy Socks aber dennoch Mut zu machen, indem er meinte: „Wenn die uns nicht nehmen, dann haben die einfach einen schlechten Geschmack.“

Für uns Socken war dies eine ausgesprochen spannende Reise, denn wann sieht man als Socke schon einmal etwas von der großen, weiten Welt? Man ist ja sonst immer in engem Schuhwerk eingezwängt oder drückt sich die Nase am Fußboden platt. So bewunderten wir vom Zug aus mit den vier aufstrebenden Filmemachern der letztjährigen 6d zunächst die phantastische Herbstlandschaft, die an uns vorbeirauschte, und später das bunte Treiben der Großstadt, ehe es in das Gloria-Palast-Kino am Karlsplatz ging. Die vier Jungs, die uns in den Filmen Leben eingehaucht haben, waren schon hin und weg, als sie in den gigantisch großen Kinositzen Platz nehmen durften und von allen Seiten bewirtet wurden. Sie meinten sogar, schon allein deshalb habe sich die Fahrt nach München gelohnt.

Aber es sollte noch besser kommen. Nach den einleitenden Worten von Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner, Studiendirektorin Eva Maria Stolpmann von der Stiftung Bildungspakt Bayern und Matthias Höpfl von Adobe Deutschland übernahm Radiomoderator Matthias Hacker vom Bayerischen Rundfunk die mit Spannung erwartete Preisverleihung.

Wir trauten unseren kleinen Sockenohren nicht, als wir plötzlich auf die Bühne gerufen wurden, folgende wohlklingende Laudatio über uns hörten und auf der riesengroßen Leinwand den Namen unserer Schule lasen:

„Die Jury hebt die witzige und originelle Idee positiv hervor. Emotionen spielen in diesem Video eine wichtige Rolle und werden toll hervorgehoben. Ein verdienter 3. Patz in der Kategorie ‚Beste Idee‘“.

 

Da waren wir tatsächlich von den Socken. Unsere Jungs haben außer einer gerahmten Urkunde sogar noch einen Kinogutschein für die gesamte Klasse erhalten.

Während der restlichen Veranstaltung mussten wir erst einmal unsere flattrigen Nerven und zittrigen Knie wieder unter Kontrolle bringen und begreifen, was uns da gerade widerfahren ist. Im Verlauf des Nachmittags bekamen wir dann von allen prämierten Filmen Ausschnitte auf der großen Kinoleinwand gezeigt, der Webvideoproduzent Shawn Bu gratulierte allen Siegern per Videobotschaft, da er leider doch nicht wie eigentlich geplant persönlich zur Preisverleihung erscheinen konnte, und der Audiovisual Artist Sebastian Linda erzählte auf der Bühne über seinen medialen Werdegang, zeigte einen seiner Filme und gab ein paar Geschichten aus seiner filmtechnischen Trickkiste preis. Anschließend servierte ein Catering Service noch köstliche Leckereien für alle 30 Schülergruppen, die in das Gloria-Palast-Kino eingeladen worden waren, ehe es wieder zurück nach Bamberg ging.

Müde von den vielen Eindrücken und glücklich über unseren dritten Preis haben wir, die Crazy Socks, dann unsere vier Jungs, die mit uns als Repräsentanten ihrer gesamten Klasse nach München gereist waren, wieder bei ihren Eltern abgegeben.

Wir, die Crazy Socks, werden noch lange von diesem Tag träumen, denn Frau Merz wird uns nun wieder in ihrem dunklen Keller in einer Kiste einmotten. Daher danke, liebe Jungs der letztjährigen 6d, dass ihr uns an vielen Nachmittagen, an denen wir die Filmchen gedreht haben, von unserm sonst so tristen Dasein erlöst habt. Es war sehr schön mit euch.

G. Merz & Klasse 6d (SJ 2017/18)

 

Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

 PRESSEMITTEILUNG xxx/2018                                                                11. Oktober 2018

 

„Mit innovativen und motivierenden Videotutorials

Mitschülerinnen und Mitschüler beim Lernen unterstützen“

Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner und Adobe Deutschland zeichnen erfolgreiche Schülerinnen und Schüler im Videowettbewerb „Zeig´ uns, was läuft! aus.

MÜNCHEN. Beim Videowettbewerb „Zeig´ uns, was läuft!“ der Stiftung Bildungspakt Bayern überzeugten 12 Schülerteams mit ihren Spots. Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner würdigte die jungen Talente: „Unsere Schülerinnen und Schüler haben beim Videowettbewerb unter Beweis gestellt, dass sie kreativ und kompetent mit digitalen Medien umgehen können! Sie haben innovative und motivierende Videotutorials produziert, mit denen sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler beim Lernen unterstützen. Ich bin beeindruckt von den professionellen Beiträgen und gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu ihren prämierten Videos.“ Gemeinsam mit Matthias Höpfl von Adobe Deutschland zeichnete Trautner als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bildungspakt Bayern die Siegerinnen und Sieger aus.

„Zeig‘ uns, was läuft!“

Im Rahmen des Wettbewerbs „Zeig‘ uns, was läuft!“ haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 11 an bayerischen Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien informative und anschauliche Lernvideos erstellt, die im Unterricht eingesetzt werden bzw. Kindern und Jugendlichen bei der häuslichen Vor- und Nachbereitung oder der Vorbereitung auf Prüfungen helfen können. Aus den eingereichten rund 120 Lernvideos wurden in den vier Kategorien „Beste Technik“, „Bestes Storytelling“ „Beste Idee“ und „Bester Erkläransatz“ jeweils drei besonders gelungene Beiträge prämiert.

Bamberg – Bedford – Brexit?

Wir bleiben uns dennoch treu und städtepartnerschaftlich verbunden

P-Seminar Bedford 2018 von Frau Merz

Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ Wir, das P-Seminar „Bedford 2018“ unter Leitung von Frau Merz, haben kurzerhand beschlossen, dieses Motto einmal umzudrehen. Daher haben wir nach einer sehr kurzen Nacht – Ankunftszeit in Bedford: 02.30 Uhr – am folgenden Samstag zunächst bei sonnigem Wetter die wunderschöne Stadt Cambridge erkundet und am Sonntag unser touristisches Sightseeing-Programm in London fortgesetzt (Berichte zu den Exkursionen: siehe DG-Homepage in der Sparte “Schulleben”: Geographie im Bereich “Exkursionen”).

Da wir somit am Wochenende ausgiebig Land und Leute erforscht hatten, waren wir vorbereitet, uns ins Arbeitsleben in Primary Schools, Secondary Schools, Hotels und im Bedford Borough Council zu stürzen. Wie anfangs gesagt, haben wir uns zuerst dem Vergnügen und dann der Arbeit zugewandt. Aber auch unsere vier Tage Praktikum haben wir sehr genossen und zum Schluss festgestellt, dass auch dieses ein Vergnügen war.

Während unseres Praktikums in Bedford hat jeder von uns ein Portfolio angelegt, in das wir am Abend immer eintrugen, was wir jeden Tag an unseren Praktikumsstellen gearbeitet und welche neuen englischen Wörter bzw. Redewendungen wir gelernt haben. Im Folgenden sind einige Schüleraussagen zusammengefasst.

 

Primary Schools

(Priory Primary School & St John Rigby Catholic Primary School)

What I particularly enjoyed doing today:

  • I was with the first years today and the children and I had to draw some weird-looking aliens.
  • I had to watch over the kids in the playground during their lunchbreak to prevent potential conflicts between the pupils. Luckily, nothing serious happened during my shift.
  • I could watch the pupils during their rehearsal for their school play and I could give the individual groups some useful tips on how to act on a stage.
  • We played tag with a large group of children during the break and after a while we were surrounded by too many children seeking for our attention.
  • I was allowed to help the P.E. teacher in her year-1-class.

This is what I found interesting today:

  • In English primary schools there are often no certain subjects like maths or biology. They deal with one topic, for example selling home-made products, and apply it to different fields, e.g. maths, spelling, crafting, etc.
  • Priory Primary School combines elements from various cultures because their pupils come from all over the world.
  • I was impressed about how polite the English pupils are.

This is what I found strange today:

  • They have got ukulele lessons, but the ukuleles are never tuned.
  • A boy was wearing a dress.
  • Strangely enough, my English gets worse whenever somebody tells me that my command of English is good.
  • It was strange to leave ″my school″ because we are going to fly back to Germany tomorrow.

Priory Primary School: Trip to Warwick Castle

  • On our second day at Priory Primary School we were allowed to accompany the pupils on a school trip to Warwick Castle. Our job was to supervise one particular group of children. It was hard work because the children all had a mind of their own and they did not always listen to what they were told. However, it was special to see the children’s excitement about all the attractions on the site of Warwick Castle.
  • The staff at Warwick Castle gave a brilliant insight into the history of the Middle Ages. They put a lot of effort into acting and re-enactments, especially during a tournament. And they made everything seem authentic, e.g. the dungeon or the catapult with which they were throwing a fireball high into the air.
  • I was able to comfort some children when they were scared in the dungeon and when they were afraid of heights and of several terrifying actors.
  • It was a really hard task to make the children walk in lines and to make sure that they behaved well.

 

Secondary Schools

(Castle Newnham School & Biddenham Upper School)

What I particularly enjoyed doing today:

  • I was allowed to attend a drama class and we were offered cupcakes and played games.
  • I loved attending the German lessons and I found out that English pupils are very open-minded.
  • I even enjoyed delivering our presentation on Bamberg in the afternoon as we had a great class.
  • It was great to have nice conversation with several teachers and the headmaster ″of our school″.

This is what I found interesting today:

  • The pupils sometimes made the same mistakes that we make, e.g. in an exam someone wrote “payed” instead of “paid”.
  • In the German lessons I spoke more English than in the other lessons.
  • I was fascinated by the pupils’ way of using their chromebooks.

This is what I found strange today:

  • You can get a detention very easily.
  • There are many pupils who are extremely good and many pupils who are really bad. So there is an enormous difference with regard to the pupils’ academic abilities.
  • During a French lesson I was surprised about my enormous knowledge of French although it is ages ago since I spoke that language the last time.
  • The English way of waste separation is very different to ours.
  • The essay which pupils have to write in psychology is far easier than our “Seminararbeit”.
  • I was not so keen on leaving ″my school″ today, but I had to because we are going to fly back to Germany tomorrow.

Phrases DG-pupils picked up at their schools and which are worth remembering:

  • Teacher: “The more effort you put in, the better the outcome.”
  • Teacher: “This is not a job to do as fast as we can, it’s a job to do the best that we can.”
  • Teacher: “In order to get smarter, you have to work harder.”
  • Teacher: “The best advantage is learning by making mistakes.”

Statement of one of the DG-students:

“Last but not least, our trip to Bedford, our time there as well as working at a school was always exciting and it is an experience I will always remember.”

 

Hotels

(The Bedford Swan Hotel & The Barns Hotel Bedford)

What I particularly enjoyed doing today:

  • Actually, everything was interesting and exciting, even cleaning the tables and polishing cutlery.
  • Now I can fold napkins in a very artistic way.
  • Helping with the preparations for a wedding party was fantastic.

This is what I found interesting today:

  • I had a lot of different tasks to master.
  • Talking to so many guests and listening to the different British accents is highly interesting.
  • It was great to talk with one of the waitresses about English habits.
  • Serving high-ranking businessmen was really special.
  • They have got so many different meals on the menu, but the most recommended meal is the Bedford Swan Burger, which consists of a bun with two big patties, a big slice of camembert and a slice of tomato. That burger is ca. 15 cm high and I really had to watch out not to drop the masterpiece.
  • The prom was similar to the stereotypical American prom which you can see in films like ″American Pie″.
  • The hotel’s spa area is amazing.

This is what I found strange today:

  • They also have spinach juice on the menu.
  • Apparently, British people love special sandwiches with cranberries in them.
  • Some guests throw their cigarette butts on the terrace.
  • I was not so keen on cleaning the floor after Joana had spilt some milk.
  • The accents of some of the guests are not always easy to understand.
  • A lot of food has to be thrown away.
  • I was very sad that I had to leave the hotel today.

I have learnt the following words today:

tray Tablett
cutlery Besteck
crockery; dishes Geschirr
tablecloth Tischtuch
napkin Serviette
tea towel Geschirrtuch
apron Schürze
vacuum cleaner; hoover Staubsauger
broom Besen
bucket Putzeimer
bin Abfalleimer
bill Rechnung
refund Rückerstattung; Kostenersatz
change Wechselgeld
a sticky table ein klebriger Tisch
to set up a table den Tisch decken
to clear a table den Tisch abräumen

 

P-Seminar Bedford 2018 in offizieller Dienstkleidung

 

Bedford Borough Council

Albion Kryeziu

 England, the place I have been dying to see once again. Not only did I get the perks of staying in Bedford for a week, but also did I get the chance to do my work placement at Bedford Borough Council. That was an experience I will never forget.

I worked in the Scanning Department under the guidance of Sarah and in the Mail Department. Yet the most important thing, that I got out of my work placement, was seeing how all the colleagues worked together as a team and how they interacted with each other.

It all started on Monday morning, when I first walked into Bedford Borough Council, looking at the reception desk and thinking to myself: Am I really up to starting the adventure of a working life and to entering a completely new and different world full of excitement? The helpful lady at the reception desk introduced me to Sarah, my supervisor. Sarah was very friendly and gave me a warm welcome. Later she took me to the Mail Department where I got to know Simon, who told me many stories and a lot of interesting facts about Bedford. Simon, a skinny, tall man, who was always wearing a hat and a pair of sunglasses, who is not married yet and always flirty with his co-worker Sally, showed me round Bedford, as my first task was collecting the city mail. So we went out for a walk each day, except for Thursday, and collected the mail. After we had got all the mail, we headed back to the council and started going through the mail. I was allowed to check the mail and to put it into the different pigeon-holes. After we had finished that task, I got to learn what a franking machine is, what it does and what it is used for. I spent a long period of time on franking and then it was time for my first break. During the break I mostly stayed in the park, which is behind the council. I enjoyed watching the ducks swimming on the river and the pigeons drinking water out of the river, as well as the people just hanging out and having fun. For a moment it seemed as if all my troubles were far away.

After the break, I worked in Sarah’s office. I even had my ″own″ computer and was allowed to scan some Blue Badge (= European parking card for people with disabilities) applications and to answer some emails from Sarah’s account. While I was working in that office, I met Tash, Sarah’s lovely co-worker who always offered me some tea and gave me some biscuits. We ended up becoming really good friends, since during the time we were working, we also had various conversations.

One day, while I was working I spotted a peculiar looking thing, which was called a “finger”. It was interesting to me, because I have never seen such a thing in my life. Tash explained what it is for and she ended up giving me one for free and I was able to take it home with me. (A ″finger″ is a device which you stick on your index finger and then you can go through a pile of papers more quickly.)

Having worked for four days, I realized how much I had learnt to love these people. It started to grow on me as a routine: waking up in the morning, getting ready, having an English breakfast and then going to work. The day I feared most was Thursday. I knew that that was the time for me to finally say goodbye. On Thursday – just like on the other days, I was working until 5 pm. But then suddenly everybody came along and they all gathered in front of our office door and they did not let me leave the room. I finally realized that they all wanted me to stay, just as much as I did not want to leave. But as we all know, everything good has to come to an end one day. So I made my goodbyes and handed over my presents to everyone. They all wished me all the best for the future and I left with my hands full of gifts to take them back home with me to Germany.

It would be wonderful to see them all again one day. I am still in contact with Sarah and I hope it will not be ″out of sight, out of mind″.

 

Da man bekanntlich nach getaner Arbeit auch immer gut essen soll, haben wir unser viertägiges Berufspraktikum bei einem vorzüglichen indischen Essen Revue passieren lassen. Hierbei haben unsere „frisch ausgebildeten Hotelfachleute“ dem Rest der Gruppe gezeigt, wie man professionell Servietten faltet, während die „zukünftigen Lehrer“ pädagogische Tipps zum Besten gaben. Nach einer wunderschönen Woche floss auch das eine oder andere Tränchen, was vielleicht nicht nur am scharfen Essen lag.

P-Seminar „Bedford 2018“ (Fr. Merz)

Zum Abschluss noch einige Impressionen von Bedford:

 

 

Cambridge

Isaac Newton, Charles Darwin, Stephen Hawking und WIR

besuchten die berühmten Colleges in Cambridge

Man stelle sich eine Kombination aus einem verträumten Fürstenhof in einer Märchenverfilmung, dem Speisesaal von Hogwarts, dem Rasen von Wimbledon und einem Botanischen Garten vor und man erhält eine ungefähre Vorstellung eines College in Cambridge. Von diesen kleinen und größeren ″Courts″ bzw. idyllischen Innenhöfen mit einzigartiger Blumenpracht und zum Teil paradiesischer Ruhe gibt es insgesamt 31 in Cambridge, sodass man im Stadtkern praktisch von einem architektonischen Kleinod zum nächsten wandeln kann und wenn nicht die vielen Touristen – pro Jahr drei Millionen – dasselbe täten, käme man sich vor, als wäre man in eine andere Zeit versetzt.

P-Seminar “Bedford 2018” im Pembroke College

Gonville & Caius College

Corpus Christi College

Emmanuel College

Cambridge liegt am Fluss Cam, etwa 80 km nordöstlich von London, und hat ca. 125.000 Einwohner, von denen ungefähr 24.500 Studenten sind. Die Stadt gilt als ″bike capital of Great Britain″, weshalb viele Straßen der Innenstadt autofrei sind.

Bike shop

Frau Merz führte uns auf den Spuren berühmter Studenten von Cambridge. Zu ihnen zählten Charles Darwin (Verfasser der Evolutionstheorie), Sir Isaac Newton (Entdecker des Gravitationsgesetzes), Stephen Hawking (Mathematiker und Physiker), Alan Turing (Urvater des Computers), Erasmus von Rotterdam (Philosoph), John Harvard (Gründer der Harvard University in den USA), Stephen Fry (Schriftsteller), Douglas Adams (Autor der satirischen Science Fiction Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“), John Cleese und zwei weitere der Monty Pythons, zahlreiche englische Prime Ministers und Archbishops sowie HRH Prince Charles.

Von der Tatsache, dass ein Studium in Cambridge nicht immer so eine ernste Angelegenheit ist wie man allgemein vermutet, zeugen die vielen ″student pranks″ bzw. Studentenstreiche. So tauschten Studenten einst am Tor des Trinity College bei einer Statue von Henry VIII das Zepter durch ein hölzernes Stuhlbein aus, das Henry VIII auch heute noch in seiner rechten Hand hält.

Trinity College mit Henry VIII

Ein anderes Mal haben Ingenieurstudenten ein Auto auf das Dach des Senate House gehoben, das nur unter hohem technischen Aufwand wieder entfernt werden konnte, während andere Studenten waghalsig bzw. todesmutig vom Dach des Gonville & Caius Collegegebäudes zum etwa 2,40 Meter entfernten Senate House sprangen, um durch diesen ″Senate House Leap″ ihren Mut unter Beweis zu stellen.

Stelle des ″Senate House Leap″

Aus diesem Grund findet man heute an zahlreichen Colleges Gitter mit spitzen Metallstiften, um die nächtlichen Gebäudekletterer, die sogenannten ″night climbers″, von solchen Aktionen abzuhalten.

Sensationelle wissenschaftliche Erkenntnisse wurden in Cambridge auch nicht immer, wie man vielleicht vermuten mag, beim fleißigen Studieren hinter altehrwürdigen Collegemauern gewonnen. Francis Crick und James Watson entdeckten beispielsweise im Jahr 1953 die Struktur der DNA beim Genuss eines Biers im Pub mit dem Namen ″The Eagle″. Seitdem gibt es dort ein spezielles Bier, das den Namen “The Eagle’s DNA” trägt. Dies ist allerdings nicht die einzige kuriose Geschichte, die mit diesem Pub verbunden wird, denn im Pachtvertrag dieses Pubs ist seit Jahrhunderten ein Passus, der das Schließen eines bestimmten Fensters untersagt. Angesichts des wechselhaften englischen Wetters fragt man sich natürlich, weshalb dies so ist. Die Antwort ist jedoch ganz einfach – für Briten. Hier kam vor langer, langer Zeit ein kleines Mädchen bei einem Brand ums Leben und durch das offene Dachfenster wird gewährleistet, dass der Geist dieses Mädchens weiteratmen kann.

An die Vergänglichkeit des eigenen Lebens werden Touristen durch die sogenannte Corpus Clock erinnert, die 2008 von Stephen Hawking eingeweiht wurde. Über diesen ″sinister grasshopper″, den ″Chronophage″ oder ″time eater″ heißt es: ″Its jaws bite away the minutes, it blinks at random. Every 15 minutes it raises its sting, before stinging each hour to death, to the sound of a chain rattling into a coffin. He’ll eat up every minute of your life, and as soon as one has gone he’s salivating for the next.″ (John C. Taylor)

″The Chronophage: The sinister grasshopper or the time eater″

Von der Vergänglichkeit geht es zurück ins volle Leben. So wie man in Venedig mit einer Gondel durch die Kanäle schippert, so ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung in Cambridge das ″Punting″.

Punting

Dabei kann man sogar unter der berühmten ″Mathematical Bridge″ hindurchfahren. Diese Holzbrücke wurde der Legende nach von Sir Isaac Newton entworfen und gebaut, und zwar so, dass sie nur durch ihre eigene Spannung und ihr eigenes Gewicht hielt. Angeblich haben Studenten einst versucht, diese Brücke auseinanderzunehmen und anschließend wieder zusammenzusetzen, wobei sie jedoch versagten. Seitdem wird die Brücke von Schrauben und Muttern zusammengehalten. Dies ist allerdings nur ein charmantes Geschichtchen für Touristen, denn die Brücke wurde erst 22 Jahre nach Newtons Tod erbaut.

Mathematical Bridge

Mit Venedig verbindet Cambridge auch die nach der Seufzerbrücke benannte ″Bridge of Sighs″. In Cambridge wurden allerdings in die Fenster der Brücke nach einigen Jahren Gitter eingefügt. Warum? Durch diese Gitter verhinderte man, dass die Studenten des St John’s College, nachdem am Abend alle Tore ihres College verriegelt waren, heimlich vom Fluss aus mit einem Punting-Kahn unter die Brücke fuhren und durch die Fensterschlitze in der Brücke zu später Stunde nach einem Pub-Besuch unbemerkt wieder in ihr College zurückkehren konnten und auf diese Weise durch ein allzu ausschweifendes Leben ihr Studium vernachlässigten.

Bridge of Sighs

Eine weitere architektonische Besonderheit des St John’s College ist ein in die Fassade integrierter Turm, der den Spitznamen ″the wedding cake″ trägt und an dessen Spitze sich ein leeres Zifferblatt befindet. Der Legende nach wetteiferten das St John’s College und das Trinity College darum, wer am schnellsten einen Turm bauen könne, wobei das St John’s College verlor und deshalb den Turm erst gar nicht mehr fertiggestellt bzw. keine Uhr mehr angebracht hat. (Die wahrscheinlichere Erklärung ist jedoch, dass dem College das Geld für weitere bauliche Maßnahmen ausging.) Jahre später malte dann ein Student aus Jux eine Uhr in das leere Zifferblatt und lustiger Weise wurde dieser Streich erst entdeckt, als ein Uhrmacher diese „Uhr“ stellen wollte.

St John’s College

Unsere Tour durch Cambridge endete am Wahrzeichen der Stadt, der King’s College Chapel, deren Fächergewölbe das größte der Welt ist und von der aus jedes Jahr der Weihnachtsgottesdienst in alle Welt übertragen wird. Wir schossen natürlich auch die für einen Cambridgebesuch typischen Fotos: King’s College Chapel mit oder ohne die davor grasenden Kühe, von denen es heißt sie seien ″usually friendly″ – angeblich haben sie aber auch schon Leute umgebracht.

King’s College Chapel

Die Ursprünge der Cambridge University liegen im Jahr 1209, als eine Gruppe von Studenten von den Aufständen in Oxford, bei denen mehrere ihrer Mitstudenten starben, nach Cambridge flohen. Als es offensichtlich wurde, dass diese Studenten ihre eigenen Gebäude brauchten, kam es zur Gründung der Cambridge University. Viele Colleges wurden von reichen Leuten bzw. Wohltätern oder von der Kirche gegründet, wobei die Pest „positiv“ für die Entwicklung der Colleges war, da zahlreiche Gelehrte und Geistliche gestorben waren und neue ausgebildet werden mussten, um die durch die Pest Verstorbenen zu „ersetzen“. Von Anfang an bestand eine Rivalität zwischen den beiden britischen Eliteuniversitäten. Bei einem weiteren Besuch in Großbritannien können wir vielleicht auch einmal Oxford besuchen und dann feststellen, welche der beiden Universitätsstädte die schönere ist.

Bis es soweit ist, haben wir uns noch das Geläut der Great St Mary Church, das als Vorlage für das Geläut von Westminster bzw. Big Ben in London diente, angehört und den Ausleger des Cambridge University Press Bookshop bewundert, denn dies ist ″the oldest printer and publisher in the world and the biggest academic press″.

Great St Mary Church

Cambridge University Press Bookshop

Als nächstes ging es noch zum „Shoppen“ in die kleinen Geschäftchen und in die Grand Arcade und danach eigneten sich die schmucken Innenhöfe der Colleges perfekt für ein Picknick und zum Entspannen.

Erholungspause im Innenhof des Emmanuel College

P-Seminar Bedford 2018 (Fr. Merz)

London is calling

Die meisten Sehenswürdigkeiten von London kennt man aus dem Fernsehen oder von Bildern. Eine ganz andere Erfahrung ist es jedoch, direkt vor diesen zu stehen. Es war wunderbar, dass wir, die Teilnehmer des P-Seminars „Work Placement in Bedford 2018“, diesen Ausflug miterleben durften. Die Exkursion wurde von unserer Seminarleiterin Frau Merz organisiert, die mit ihren umfassenden Fachkenntnissen über London den Tag für uns abwechslungsreich und spannend gestaltet hat. Sie brachte uns viele der Highlight Londons durch interessante und zum Teil kuriose Geschichten, die man von einem Reiseführer nicht unbedingt erfahren hätte, näher.

Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein begann unsere Führung am Nordufer der Themse, dem früher eher royalen Teil der Stadt, bei den Houses of Parliament. Von deren eindrucksvoller Fassade war leider nur wenig zu sehen, da das marode Gebäude zur Zeit – und auch noch in den nächsten Jahren – grundlegend saniert werden muss. Dabei will man auch die Rattenplage in diesem altehrwürdigen Gemäuer in den Griff bekommen, denn von diesen unliebsamen Tierchen tummeln sich augenblicklich unzählig viele dort. Trotz der Reparaturarbeiten am Uhrenturm konnten wir einen Blick auf die Zeiger der Uhr, die beachtliche sieben Meter lang sind, erhaschen. Außerdem hatten wir einen perfekten Blick auf das London Eye, das für die Feierlichkeiten zur Jahrtausendwende aufgestellt wurde und damals das größte Riesenrad der Welt war.

Wegen der großen Dichte an ″Sights″ in London waren wir auch gleich an der berühmten Krönungskathedrale Westminster Abbey, wo wir erfuhren, dass bis jetzt bei jeder dort statt gefundenen royalen Krönung kleinere Missgeschicke passiert waren – nur die Krönung von Queen Elizabeth II. lief reibungslos ab, was wohl ein gutes Omen war, da sie immer noch das Amt der Monarchin innehat. An White Hall vorbei ging es zu 10 Downing Street. Auch wenn man dieses Gebäude wegen der dicken Eisengitter, die einst aufgrund der Gefahr von IRA-Terroranschlägen angebracht wurden, nur aus einiger Entfernung betrachten kann, so war es dennoch interessant, denn man läuft ja nicht jeden Tag am Wohn- bzw. Amtssitz der englischen Premierministerin vorbei. Anschließend ging es zur Horse Guard Parade, wo alljährlich die Pferdeparaden ″Trooping the Colour″ zu Ehren des Geburtstags der Queen abgehalten wird. Vor unserer Mittagspause blickten wir am Trafalgar Square zur Nelson-Statue hinauf und einige von uns bedauerten, dass sie nicht so wie einst die Erbauer dieses Denkmals auf der obersten Plattform – 47 Meter hoch über dem Boden – ein Dinner abhalten konnten, aber unser Picknick im nahegelegenen St James’s Park war auch sehr schön. Gestärkt von unseren Sandwiches spazierten wir die Mall entlang in Richtung Buckingham Palace, wobei wir Zeugen von Dreharbeiten für einen Film wurden und viele Requisiten, Autos und Schauspieler im Stil der 1940er Jahre erblickten.

Da die Queen leider keine Zeit hatte, um uns zum Afternoon Tea einzuladen, durchquerten wir gemütlich den St James’s Park, eine der vielen „grünen Lungen“ der britischen Hauptstadt und fuhren anschließend mit der U-Bahn ans südliche Themseufer.

Dieses Gebiet galt in früherer Zeit aufgrund der dort angesiedelten Jahrmärkte, Theater, Hahnenkampf- und Bärenhatzarenen als Londons Vergnügungsviertel und gleichzeitig auch als Tummelplatz für Schuldner, Kriminelle, Prostituierte und halbseidene Geschäftemacher. Das südliche Themseufer bildete immer einen starken Kontrast zum nördlichen Ufer der Themse, das einerseits vom Könighaus und andererseits von der Banken- und Geschäftswelt der City geprägt war. Früher befanden sich in den südlich der Themse gelegenen Stadtteilen auch die Gefängnisse sowie die sogenannten ″smelly professions″, zum Beispiel Abdeckereien, Gerberbetriebe, Fabriken und die Werftanlagen. Im Zuge der Milleniumsfeierlichkeiten erfuhr jedoch das Südufer der Themse eine außerordentliche Metamorphose und die dabei entstandene Flaniermeile von Westminster bis zur Tower Bridge wurde zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen. Ehe auch wir diesen ″Queen’s Walk″ abliefen, haben wir allerdings erst einmal eine Kaffeepause auf dem Oxo-Tower eingelegt. Von der dortigen Aussichtsterrasse genossen wir über den Dächern von London das 360°-Panorama. Für eine Fahrt im London Eye hat unsere Zeit leider nicht gereicht, aber hier haben wir auf halber Riesenrad-Höhe fast dieselbe Aussicht genossen und dies auch noch kostenlos. Anschließend reihte sich ein Highlight an das andere: The Shard – Tate Gallery of Modern Art – Millenium Bridge – Globe Theatre – Golden Hinde – Borough Market – Southwark Cathedral – H.M.S. Belfast – Hay’s Galleria – City Hall – Tower Bridge – Tower of London.

Überwältigt von so vielen spektakulären Bauwerken und Eindrücken ließen wir dann bei unserer letzten Station, Covent Garden, den Tag ausklingen und schauten den vielen Straßenkünstlern zu, lauschten den Musikern, kauften so manches Souvenir und probierten die eine oder andere kulinarische Köstlichkeit.

Marie Riedel, Ronja Hau, Tivio Grignon, Katharina Schneider

(P-Seminar Bedford 2018)

Nachtrag:

London leider ohne ″London Dungeon″ –

aber als Ersatz gab’s einen ″Dungeon″ in Warwick Castle

 „Ich fand es schade, dass bei unserer Stadtführung durch London kein Besuch im ′London Dungeon′ enthalten war. Umso überraschender und erfreuter war ich dann, als ich doch noch in den Genuss kam, ein solches englisches Verlies bzw. Gruselkabinett zu besichtigen, wenngleich dieser Besuch auch deutlich „entspannter“ hätte ablaufen können…

Zunächst muss man wissen, dass ich mein Praktikum in Bedford an einer Primary School machte. Am zweiten Tag haben zwei andere DGlerinnen und ich unverhofft die Chance erhalten, die dritten und vierten Klassen (= Schüler im Alter zwischen sieben und neun Jahren) auf einen Schulausflug zum Warwick Castle zu begleiten. In dieser Burganlage werden interaktive Führungen angeboten, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene äußerst eindrucksvoll sind. Außerdem gibt es Flugvorstellungen von diversen Raub- und Greifvögeln, mittelalterliche Ritterturniere, Bogenschützen-Wettkämpfe, ein Katapult, mit dem zwei Mal am Tag eine Feuerkugel in den Himmel geschossen wird, einen hohen Turm, von dem aus man eine phantastische Aussicht hat, und eben auch einen ′Dungeon′ nebst einem mit Wachsfiguren bestückten Gefängnis.

Unsere Grundschüler wurden in Gruppen eingeteilt und je zwei Lehrer mussten diese beaufsichtigen. Jede Gruppe erhielt dann einen Plan, in dem stand, zu welchem Zeitpunkt welche Attraktion besucht werden sollte. Leider, beziehungsweise zu meinem Glück, hat der begleitende Lehrer meiner Gruppe diesen Plan ein wenig durcheinander gebracht und meine Gruppe statt zu einem mittelalterlichen Schauspiel in den ′Dungeon′ geführt. Rückblickend muss ich feststellen, dass es vielleicht eine bessere Zielgruppe als Besucher für so einen ′Dungeon′ gibt als siebenjährige Kinder. Das Betreten des ′Dungeon′ hätte man eventuell zu jenem Zeitpunkt überdenken sollen, als ein Mädchen schon nach dem ersten von sieben Teilen der Darbietungen zu weinen angefangen hat und mit einem Lehrer nach außen gehen musste. Am Schluss waren wir alle mehr oder weniger verängstigt, aber zum Glück sind wir alle wieder heil, wenngleich auch schweißgebadet, aus dem ′Dungeon′ herausgekommen. Und ich weiß jetzt, dass ich vier sich fürchtende Kinder gleichzeitig an den Händen halten kann. Immerhin haben alle Kinder im Nachhinein gesagt, dass sie es zwar sehr gruselig, aber doch ganz schön fanden, was ich nur bestätigen kann.“

Ronja Hau (P-Seminar Bedford 2018)