Am Donnerstag, den 16.07.2026, besuchte der mehrfach ausgezeichnete Kriegsfotograf und Journalist Till Mayer erneut das DG, um vor Schülerinnen und Schülern der achten bis zehnten Jahrgangsstufe über seine Arbeit, seine Eindrücke und Erlebnisse zu berichten.
Dabei stand der russische Angriffskrieg auf die Ukraine im Zentrum; Mayer dokumentiert seit bereits 2017 seit Kampfhandlungen in der Ukraine, v.a. im Osten des Landes, in Büchern wie „Europas Front: Krieg in der Ukraine“ (2024) sowie zuvor „Donbas: Europas vergessener Krieg“ (2019) und ganz aktuell: Widerstand – Freiheitskampf der Ukraine (Februar 2026), aber auch in Ausstellungen und filmischen Dokumentationen.

Anhand weniger ausgewählter Bilder und der Geschichten dahinter, also der Erfahrungen der Menschen, die er fotografieren und interviewen durfte, schilderte er seine Arbeit unter schwierigen Bedingungen im Krieg, v.a. aber die Auswirkungen, die der russische Angriff und die Art der Kriegsführung durch Russland auf die Menschen in der Ukraine hat.
Besonders deutlich wurden dabei der unbedingte Wunsch nach Freiheit sowie die Tapferkeit und der Durchhaltewillen der Ukrainer; den erschöpften Soldaten auf dem Sofa beispielsweise konnte er 2019 einige Tage begleiten, bevor ihn sein Schicksal als Kriegsopfer ereilte. Mit dem Foto, das heute auf dem Grabstein des jungen Mannes angebracht ist, halten seine Angehörigen ihn in Erinnerung – bemerkenswert auch, dass beide Söhne weiterkämpfen und die Witwe als Freiwillige hinter der Front engagiert ist.

Er erklärte am Beispiel einer Ukrainerin mit kubanischen Wurzeln auf beklemmende Weise, wie der Krieg die Menschen auch innerlich verletze. Die junge Frau, die als Scharfschützin gekämpft hat, litt unter der Traumatisierung durch den Kriegseinsatz, wollte aber unbedingt wieder zurück, um ihren Beitrag zur Verteidigung zu leisten – aller Erschöpfung und inneren Dämonen zum Trotz.

Davon abgesehen, verdeutlichte er an Familiengeschichten den Krieg als großen Zeitvernichter: Denn die Jahre im Schützengraben sind verlorene Jahre für die Väter (und Mütter) und ihre Angehörigen. Noch bedrückender fielen seine Hinweise zum Massaker Butscha aus – dort hatten russische Besatzer willkürlich Zivilisten gefesselt und hingerichtet, wider alle Gesetze, wider alles Kriegsrecht. Auch hier zeigte sich Mayers persönlicher Zugang: Er kennt Angehörige der Opfer persönlich, will die Wahrheit der Verbrechen zeigen und dokumentierte beispielsweise auch die Umbettung von Opfern aus Massengräbern in würdevolle Einzelgräber.
So geht es ihm auch darum, mit der Berichterstattung über den Krieg die Ukraine zu unterstützen: einerseits die Menschen dort durch Empathie und Zuhören, andererseits, um das wichtige Thema in den westlichen Nachrichten und das Bewusstsein von diesem Angriffskrieg bei uns im Frieden wachzuhalten. Zugleich rückt er beispielsweise Probleme von Kriegsversehrten in der Ukraine selbst mit seinen Fotoreportagen ins Licht der Öffentlichkeit.
Daneben engagiert sich Mayer auch ganz konkret, in spontanen Einzelaktionen, aber auch zugunsten von Kriegsversehrten, Kranken und anderen.
Als Journalist will er trotz der eindeutigen Sachlage – es handelt sich um einen russischen Angriffskrieg – beispielsweise in Reportagen seine eigene Meinung zurückhalten. Auch in Interviews gibt er den Befragten und ihren Hoffnungen, Klagen, Wünschen Raum und Ausdruck. Eindringlich betonte Mayer, dass er zwar den Krieg ablehnt – aber eben kein Weg an der Notwendigkeit der auch militärischen Verteidigung von Demokratie und Freiheit vorbeiführt. In der Fragerunde skizzierte er die problematische Quellenlage – unverfälschte Originalstimmen aus Russland sind kaum zu bekommen und wies auf die Gefahren für die Reporter und die Helfer bei jedem Einsatz hin.

An der Front: Schützengraben in apokalyptischer Kriegslandschaft
Aufgrund der furchtbaren Szenen an der Front lag die Frage nach seinem Umgang mit psychischen Belastungen nahe; Mayer pochte einerseits auf Empathie als grundlegender Arbeitshaltung, v.a. aber auch auf der Trennung von Beruf und Privatleben. Nur mit Familie, Freunden und stabilem Umfeld sei es wohl langfristig möglich, diese Arbeit auf sich zu nehmen.
Zudem imponiert ihm der Mut der ukrainischen Menschen, ihr Freiheitsdrang und ihre Ablehnung der russischen Gewaltherrschaft; daneben gibt es Glücksmomente, wenn z.B. die Rettung einzelner Personen wieder einmal, knapp, unter Zeitdruck und permanenter Drohnenbedrohung, – aber dennoch – gelungen ist.

Die Aufmerksamkeit beim Vortrag des vielgereisten Journalisten sowie die kritischen Nachfragen und auch die am Ende teils recht großzügig gegebenen Spenden unserer Schülerinnen und Schüler zeigten die Wirkung, die Mayers nahbar gebotener, aber doch sehr eindringlicher Vortrag erzielen konnte.
Rupert Plischke/Gabriele Görlich
Am Freitag, den 10. Juli, besuchte unsere Klasse gemeinsam mit unserer Mathematiklehrerin, Frau Ochentel, das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Nach unserer Ankunft wurden wir freundlich von dem ALE-Ausbildungsleiter Gerald Riedel begrüßt. Zunächst erhielten wir eine Einführung in die Hauptaufgaben des ALE und lernten, wie professionelle Fachleute mit verschiedenen Geräten messen und arbeiten. Alle unsere Fragen wurden von Herrn Riedel ausführlich beantwortet, z.B. an welchen Projekten das ALE gerade arbeitet.
Nach der Theorie machten wir uns auf dem Weg zum Bamberger Dom. Dort wurde dann das Gelernte in der Praxis angewandt: wir sollten die Höhe des Ostturms des Bamberger Doms bestimmen. Im Matheunterricht hatten wir uns bereits mit verschiedenen Möglichkeiten der Höhenbestimmung von Objekten beschäftigt, aber jetzt durften wir mit Messgeräten aus dem Alltag arbeiten. Mit einem elektronischen Tachymeter haben wir verschiedene Winkel und Distanzen gemessen, um damit diverse Skizzen auf Millimeterpapier anzufertigen. Mit diesen Werten versuchten wir dann letztendlich, die Höhe der Turmspitze so genau wie möglich zu berechnen. Unterstützt wurden wir dabei insgesamt von vier Mitarbeitern des ALE. Der Schüler, der die eigentliche Höhe am exaktesten bestimmen konnten, bekam von Herrn Riedel einen Preis überreicht: eine Dartscheibe.
Zum Abschluss des Tages spendierte Herr Platzöder auf dem Rückweg allen Schülerinnen und Schülern ein Eis, die zuvor eine sinnvolle Frage gestellt hatten.
Dieser Ausflug hat unserer Klasse sehr gefallen! Ein großes Dankeschön an Herr Riedel, Herrn Endres und das ALE.
Amina und Emilie, 7e
Alpenüberquerung – ein Begriff bei dem es vielen Wanderen sofort in den Beinen kribbelt, aber bei etlichen davon steht er noch auf der persönlichen to-do-Liste. Die Teilnehmer des diesjährigen Wahlfachs “Alpencross” erleben in den kommenden sieben Tagen den Mythos “Alpenüberquerung”. Ihre Erlebnisse verfassen sie in diesem Blog
Tag 7:
Der letzte Tag unserer Alpenüberquerung begann früh. Schon um 6:00 Uhr klingelte der Wecker, bevor wir uns um 6:30 Uhr beim Frühstück für die bevorstehende Etappe stärkten. Pünktlich um 7:30 Uhr machten wir uns auf den Weg.
Zunächst führte uns der Weg leicht bergauf durch ein beeindruckendes Tal, das von hohen Bergen und weiten Geröllfeldern umgeben war. Nach etwa zwei Stunden erreichten wir die Martin-Busch-Hütte, wo wir eine kurze Pause einlegten, bevor es weiter Richtung Similaunhütte ging. Je höher wir kamen, desto steiler wurde der Weg. Starker Wind und immer wieder leichter Nieselregen erschwerten unsere Wanderung jedoch kaum. Schließlich erreichten wir den höchsten Punkt unserer Alpenüberquerung auf über 3.000 Metern.
Auf der Similaun-Hütte haben wir eine saftige Portion Spagetti genossen.
Von dort begann der letzte große Abstieg.
Zunächst ging es steil bergab, später wurde der Weg deutlich flacher. Wahrend des Abstiegs wurde es immer wärmer und schon bald konnten wir den türkisfarbenen Vernagt-Stausee vor uns sehen.
An einer Hütte oberhalb des Sees machten wir unsere letzte gemeinsame Pause. Dort freuten uns natürlich darüber, dass wir die sechstägige Alpenüberquerung erfolgreich gemeistert hatten. Zur Feier des Tages spendierten uns unsere Lehrer noch ein Getränk.
Nach einer erholsamen Pause liefen wir gemeinsam zur Bushaltestelle. Mit Musik, die wir selbst auswählen durften, ging es schließlich nach Meran. Dort bezogen wir unsere Jugendherberge und ließen den letzten Abend der Reise in einer Pizzeria gemütlich ausklingen.
Tag 6:
Der 6. Tag begann nach einer ruhigen Nacht auf der Braunschweiger Hütte. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung Sölden. Zunächst führte unsere Route über das Pitztaler Jöchl, von wo aus wir noch einmal einen beeindruckenden Blick auf die umliegende Berglandschaft genießen konnten.
Anschließend erreichten wir das Skigebiet von Sölden. Dort wartete bereits der Bus auf uns, dessen Fahrer wir natürlich nur mit guter Laune – und nicht wirklich mit Bestechung – dazu brachten, uns durch den Tunnel zu fahren. So konnten wir uns einen längeren Fußmarsch ersparen und unsere Tour entspannt fortsetzen.
Nach der Busfahrt wanderten wir über einen Panoramaweg weiter. Dabei genossen wir die herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge. Wie so oft bildeten sich unterwegs kleinere Gruppen, sodass einige Schülerinnen und Schüler deutlich schneller unterwegs waren als andere. Am vereinbarten Treffpunkt fanden schließlich aber alle wieder zusammen.
Am Nachmittag erreichten wir Vent. Dort kehrten wir zunächst im Restaurant Weißkugel ein, wo wir gemeinsam aßen. Anschließend nutzten wir die Gelegenheit, in einem nahegelegenen Geschäft noch Proviant für die bevorstehende Wanderung am nächsten Tag einzukaufen.
Danach machten wir uns auf den kurzen Weg zu unserem Hotel Gstein. Dort gingen wir auf unsere Zimmer und machten es uns nach dem langen Tag erst einmal gemütlich. Am Abend wurden wir schließlich mit einem leckeren Vier-Gänge-Menü verwöhnt, das den perfekten Abschluss eines abwechslungsreichen Tages bildete.
Den restlichen Abend ließen wir entspannt und in ruhiger Atmosphäre ausklingen, bevor wir uns auf die nächste Etappe unserer Alpenüberquerung freuten
Justice und Bastien
Tag 5:
Der 5. Tag startete nach einer sehr erholsamen Nacht im Auszeithaus um 7 Uhr morgens. Nachdem sich alle fertig gemacht hatten, verabschiedeten wir uns von unserem netten Gastgeber Franz. Um 8:30 Uhr wurden wir mit einem Privatshuttle ins Tal zu einem Supermarkt gefahren, wo wir unser Frühstück sowie die Verpflegung für den anstehenden Tag besorgen konnten. Danach ging es weiter zur Mittelstation des Pitztaler Gletschers, wo unsere heutige Tour – die sogenannte Königsetappe – beginnen sollte.
Vor Ort stärkten wir uns zunächst mit unserem Frühstück. Anschließend machten wir uns auf den Sagenweg, der für eine entspannte Atmosphäre sorgte und uns gleichzeitig einen Ausblick auf das bevorstehende „Übel“ bot: einen vierstündigen Anstieg entlang einer steilen Felswand.
Jedoch stellte sich heraus, dass der Anstieg von unten deutlich schlimmer aussah, als er tatsächlich war. Unser Weg führte über felsige Pfade, die an manchen Stellen sogar an einen Klettersteig erinnerten. Außerdem hatten wir die ganze Zeit über einen wunderschönen Ausblick auf das zuvor durchquerte Pitztal, der uns von den Anstrengungen ablenkte.
Während unserer Mittagspause trafen wir auf fünf besondere Frauen, die ebenfalls auf dem E5 unterwegs waren und sofort für gute Stimmung sorgten. Sie stellten sich uns als die „frechen Weiber aus Münster“ vor.
Danach machten wir uns an das letzte Viertel unserer heutigen Königsetappe, bei der viele an ihre Grenzen stießen. Doch all die Strapazen waren schnell vergessen, als wir das Glück hatten, ein paar putzige Murmeltiere aus nächster Nähe zu beobachten. Gegen Ende kam schließlich auch die Braunschweiger Hütte, auf der wir die Nacht verbringen durften, in Sicht. Das sorgte noch einmal für zusätzliche Motivation beim Endspurt.
Auf der Hütte angekommen, bezogen wir zunächst unser Gemeinschaftslager und konnten uns anschließend etwas entspannen. Später kamen einige von uns auf die Idee, in einem Gletschersee eisbaden zu gehen. Zuerst wagten sich einige ohne Lehrer ins eiskalte Wasser – eine sehr belebende Erfahrung. Kurz darauf stießen auch Tobi und Thomas dazu, die sich zum ersten Mal seit Beginn der Alpenüberquerungsreihe ebenfalls in den See trauten.
Danach gab es erst einmal eine kleine Stärkung – zum Beispiel die speziellen Hüttenpommes oder einen Kaiserschmarrn. Auch das eine oder andere alkoholische Getränk war heute erlaubt, schließlich hatten wir alle den Aufstieg gemeistert.
Am Nachmittag saßen wir gemeinsam auf der Außenterrasse und ließen es uns nach dem anstrengenden Tag gut gehen. Natürlich wurden dabei auch einige Kartenspiele gespielt. Außerdem sprachen wir über den 18. Geburtstag von Silas, zu dem alle herzlich eingeladen sind, die diesen Blog täglich lesen.
Zum Abendessen gab es All-you-can-eat-Gyros mit Kartoffeln und leckeren Beilagen.
Als Abschluss des Abends sangen wir Tobi Reinauer lieblich in den Schlaf.
Isabel und Charlotte
Tag 4:
Unser Tag begann bereits um 6:00 Uhr. Nach einer etwas chaotischen Nacht im Gemeinschaftslager machten wir uns fertig und starteten um 7:00 Uhr nach dem Frühstück unsere Wanderung.
Zu Beginn begleiteten uns beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft. Anschließend führte der Weg rund zwei Stunden bergab. Unterwegs liefen wir durch Wolken und begegneten mehreren Feuersalamandern. Nach kurzer Zeit setzte leichter Regen ein, sodass wir unsere Regenjacken und Rucksacküberzüge anzogen. Der Regen begleitete uns bis ins Tal.
Von dort fuhren wir mit dem Bus zum Bahnhof und weiter nach Imst im Piztaal. Nach einer Stärkung bei McDonald’s und dem Einkauf von Proviant Billa ging es mit dem Zug zur nächsten Etappe. Von der Haltestelle aus führte unser Weg zunächst über eine Straße und später durch den Wald bergauf.
Ein besonderes Highlight war die Aussichtsplattform „Adlerhorst“. Nach dem steilen Aufstieg wurden wir mit einem beeindruckenden Ausblick belohnt. Der Gitterboden der Plattform erforderte zwar etwas Überwindung, doch die Aussicht war jede Überwindung wert.
Am Nachmittag erreichten wir schließlich das Auszeithaus von Franz. Nach der herzlichen Begrüßung bezogen wir unsere Schlafplätze und kochten gemeinsam Nudeln mit Tomatensoße. Den Abend ließen wir anschließend gemeinsam beim Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen England und Argentinien ausklingen, bevor wir den ereignisreichen Tag gemütlich beendeten.
Tag 3:
Nach einer erholsamen Nacht, in der wir gut geschlafen und neue Energie getankt hatten, starteten wir motiviert in den neuen Tag. Zu Beginn herrschte hervorragendes Wanderwetter. Anschließend machten wir uns auf den Weg in das nahegelegene Dorf Holzgau, das wir nach einer kurzen Wanderung erreichten. Dort nutzten wir die Gelegenheit, uns mit ausreichend Proviant für den bevorstehenden Tag einzudecken.
Gut ausgerüstet fuhren wir, mit einem wahnsinnigen Busfahrer, der mit gefühlt 70 km/h durch die Kurven einer engen Bergstraße fuhr, zu dem Ausgangspunkt unserer eigentlichen Wanderung. Zunächst führte uns der Weg über schöne, sonnige und angenehm zu gehende Pfade, die sich mit leichten An- und Abstiegen abwechselten. Nach einiger Zeit erreichten wir jedoch den Punkt, an dem die Tour deutlich anspruchsvoller wurde. Von dort an ging es über steile Wege stetig bergauf, von dem nahenden Gewitter wurden wir jedoch verschont. Auf dem Weg begegneten wir einigen Tieren, wie Pferden, Kühen und Schafen.
Schritt für Schritt arbeiteten wir uns durch das anspruchsvolle Gelände, bis wir schließlich das Flarschjoch auf einer Höhe von 2.464 Metern erreichten. Dieser Abschnitt verlangte uns einiges ab, dabei bleib die Motivation jedoch die ganze Zeit oben. Tobi Reinauer’s Weisheit des Tages „Stress nicht so sehr, sonst bekommst du nie eine Freundin“ beschrieb unsere derzeitige Stimmung sehr gut. An diesem Punkt sorgte auch noch eine kleine Besonderheit für gute Stimmung: Es wurde uns erlaubt die Lehrkräfte zu dutzen.
Nach einem letzten Abstieg über einige Höhenmeter erreichten wir schließlich die Ansbacher Hütte. Dort stärkten wir uns mit einem köstlichen Kaiserschmarrn, der nach den Strapazen besonders gut schmeckte. Den Abend ließen wir schließlich bei mehreren unterhaltsamen Runden Schafkopf ausklingen, bevor wir alle müde, aber zufrieden in unsere Betten fielen.
Tag 1: Anreise nach Oberstdorf
Endlich ging es los! Am ersten Tag unserer Alpenüberquerung trafen wir uns um 12:15 Uhr am Bahnhof in Bamberg, voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Von dort aus startete unsere Reise mit dem Zug über Nürnberg, Treuchtlingen, Donauwörth und Ulm bis nach Oberstdorf.
Schon auf der ersten Zugfahrt durften wir die sprichwörtliche „deutsche Freundlichkeit“ erleben: Eine ältere Dame machte uns deutlich, dass unsere großen Rucksäcke ihrer Meinung nach etwas zu viel Platz einnahmen. Damit war für Gesprächsstoff auf der weiteren Fahrt auf jeden Fall gesorgt.
In Nürnberg hatten wir daraufhin genug Umstiegszeit das sich jedoch für den nächsten Umstieg in Treuchtlingen änderte. Es blieben uns nur sieben Minuten, um den Anschlusszug zu erreichen. Bis dahin lief alles nach Plan.
In Zug nach Ulm holte uns dann allerdings die Realität der Deutschen Bahn ein: Eine klassische Verspätung sorgte dafür, dass wir etwas länger als geplant warten mussten. Trotzdem erreichten wir schließlich Oberstdorf, von wo aus uns ein Bus zur Jugendherberge brachte. Nach einem kurzen Fußweg von etwa fünf Minuten hatten wir unser erstes Etappenziel erreicht.
Da das Abendessen in der Jugendherberge bereits vorbei war, hatte unser Lehrer Tobias Reinauer glücklicherweise vorausgedacht und uns schon vorher gefragt, was wir zum Abendessen bestellen möchten. So ließen wir den Anreisetag gemeinsam bei einem leckeren italienischen Essen ausklingen.
Anschließend war der Tag aber noch lange nicht vorbei: Auf dem Programm standen Basketball, Tischtennis, Fußball und sogar eine Partie Schach. Für unseren Lehrer Herrn Platzöder gab es zum Ausklang des Tages ein Glas Rotwein.
Nach der langen Anreise freuten sich alle darauf, endlich ins Bett zu fallen – denn am nächsten Morgen sollte die eigentliche Alpenüberquerung beginnen.
Wir haben uns sehr über den Besuch des Jubiläumsjahrgangs gefreut und wünschen allen weiterhin alles Gute.

Malte Schuberth wird Bundessieger bei der Mathematik-Olympiade
Ein außergewöhnlicher Erfolg für Malte Schuberth und das Dientzenhofer-Gymnasium: Bei der 65. Bundesrunde der Mathematik-Olympiade, die vom 07. bis 10. Juni 2026 in Hamburg stattfand, wurde der Schüler der 8. Jahrgangsstufe mit einem 1. Preis ausgezeichnet und gehört damit zu den Bundessiegern seines Jahrgangs. Eine höhere Auszeichnung ist bei der Mathematik-Olympiade nicht möglich.
Der Weg zu diesem Erfolg begann bereits viele Monate zuvor. Nach herausragenden Leistungen auf Schul-, Regional- und Landesebene qualifizierte sich Malte zunächst für das bayerische Auswahlverfahren. In einem einwöchigen Seminar mussten sich die besten Nachwuchsmathematikerinnen und -mathematiker Bayerns anspruchsvollen mathematischen Herausforderungen stellen. Am Ende wurden diejenigen Schülerinnen und Schüler für das Team Bayern nominiert, denen die Verantwortlichen die größten Erfolgschancen bei der Bundesrunde zutrauten.
Mit dieser Nominierung gehörte Malte bereits zu den besten jungen Mathematiktalenten Bayerns. Bei der Bundesrunde traf er anschließend auf die stärksten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern Deutschlands. In zwei Klausuren mit jeweils 4,5 Stunden waren Kreativität, Ausdauer und tiefes mathematisches Verständnis gefragt.
Dass Malte nun mit einem 1. Preis ausgezeichnet wurde und damit den Titel „Bundessieger“ tragen darf, stellt den bisherigen Höhepunkt seiner beeindruckenden Wettbewerbslaufbahn dar. Seit vielen Jahren erzielt er außergewöhnliche Erfolge bei mathematischen Wettbewerben. Neben zahlreichen Spitzenplatzierungen bei der Bayerischen Mathematik-Olympiade, dem Landeswettbewerb Mathematik Bayern und dem Bolyai-Teamwettbewerb wurde er bereits früh in die bayerische Spitzenförderung Mathematik aufgenommen.
Der 1. Preis eröffnet Malte zudem die Möglichkeit, an den weiteren Auswahlverfahren zur Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) teilzunehmen. Damit erhält er im September die Chance, sich mit den besten Nachwuchsmathematikern Deutschlands zu messen und einen weiteren Schritt in Richtung der deutschen IMO-Mannschaft zu gehen.
Besonders bemerkenswert ist die Kontinuität seiner Leistungen. Hinter einem solchen Erfolg stehen nicht nur außergewöhnliche Begabung, sondern auch große Ausdauer, Zielstrebigkeit und die Bereitschaft, sich immer wieder mit anspruchsvollen mathematischen Problemen auseinanderzusetzen.
Die Schulfamilie des Dientzenhofer-Gymnasiums freut sich außerordentlich über diesen Erfolg und gratuliert Malte ganz herzlich zu dieser herausragenden Leistung. Das Dientzenhofer-Gymnasium ist stolz darauf, einen Bundessieger der Mathematik-Olympiade in seinen Reihen zu haben. Eine offizielle Würdigung durch Schulleiter OStD Wenker wird in der kommenden Woche erfolgen.
Thomas Platzöder
Vier DG-Schüler erreichen das Pangea-Finale in München
Großer Erfolg für die Mathematik am Dientzenhofer-Gymnasium: Beim bundesweiten Pangea-Mathematikwettbewerb haben sich gleich vier Schülerinnen und Schüler für das Bayern-Finale qualifiziert.
In den Jahrgangsstufen 5 bis 10 erreichen pro Jahrgangsstufe lediglich die zehn besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bayerns das Finale. Unter diesen insgesamt nur 60 Finalisten befinden sich in diesem Jahr gleich vier DGler:
- Yinuo Cai (7. Jahrgangsstufe)
- Malte Schuberth (8. Jahrgangsstufe)
- Milan Pavlovic (8. Jahrgangsstufe)
- Kai Fischer (10. Jahrgangsstufe)
Besonders bemerkenswert ist dabei die Leistungsdichte am Dientzenhofer-Gymnasium. Drei weitere Schüler verpassten den Einzug ins Finale nur denkbar knapp: Mats Hornung, Anton Uttenreuther und Fabian Pfister erreichten jeweils hervorragende 44 von 50 möglichen Punkten. Dabei hatten sie lediglich eine einzige Aufgabe falsch beantwortet – ausgerechnet eine Vier-Punkte-Aufgabe. Die fünf schwierigsten Aufgaben des Wettbewerbs, die jeweils fünf Punkte wert waren, lösten sie dagegen allesamt korrekt. Durch die Fehlantwort gingen jedoch nicht nur vier Punkte verloren, sondern zusätzlich wurden zwei Strafpunkte abgezogen. Deutlicher kann man kaum sehen, wie schmal der Grat zwischen Finaleinzug und Ausscheiden manchmal ist.
von links nach rechts: Fabian, Yinuo, Noah, Milan, Mats, Anton und David. Malte und Kai waren terminlich verhindert.
Weitere sehr ansprechende Ergebnisse erzielten Noah Trenner, Daniel Schmidt und David Preisinger.
Insgesamt waren 20 Schülerinnen und Schüler des Dientzenhofer-Gymnasiums für die Zwischenrunde qualifiziert. Bereits dies stellt einen außergewöhnlichen Erfolg dar und unterstreicht die starke Wettbewerbskultur an der Schule. Mit vier Finalisten stellt das Dientzenhofer-Gymnasium erneut eine der erfolgreichsten Schulmannschaften Bayerns. Seit Jahren ist das DG die mit Abstand erfolgreichste Schule Oberfrankens beim Pangea-Wettbewerb und zählt auch bayernweit regelmäßig zur Spitzengruppe.
Das Finale findet am 13. Juni 2026 in München statt. Dort treffen die besten Nachwuchsmathematikerinnen und -mathematiker Bayerns aufeinander. Neben Gold-, Silber- und Bronzemedaillen werden auch die deutschlandweiten Platzierungen ermittelt. In den vergangenen Jahren konnten Teilnehmer des Dientzenhofer-Gymnasiums dabei mehrfach hervorragende Ergebnisse erzielen.
Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihren Leistungen und wünschen unseren Finalisten viel Erfolg für das Finale in München.
Thomas Platzöder
Am Freitag, den 15.05., wurde am Dientzenhofer-Gymnasium als letztjährigem Titelträger die Oberfränkische Meisterschaft im Lehrervolleyball ausgetragen. Zu den Vorgaben des Wettbewerbs gehört, dass sich stets mindestens zwei Frauen pro Team gleichzeitig auf dem Spielfeld befinden müssen.
Neben dem Gastgeber DG nahmen das Caspar-Vischer-Gymnasium, das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium, das Richard-Wagner-Gymnasium sowie das Clavius-Gymnasium teil.
Das DG-Team konnte dabei alle Spiele der Vorrunde im Modus „Jeder gegen jeden“ gewinnen. Anschließend kam es erneut zum Finale gegen das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth, das das DG deutlich für sich entscheiden konnte. Damit sicherte sich das Team bereits zum dritten Mal in Folge den oberfränkischen Meistertitel.
Für das Dientzenhofer-Gymnasium standen Heike Hölzlein, Lissy Schneider, Johannes Marr, Benni Isenrath, Peter Heyer, Stefan Mörsberger, Thomas Platzöder sowie Spielercoach Tobias Reinauer auf dem Feld.
Am 19.06. geht es nun zur Bayerischen Meisterschaft nach Würzburg.

Foto: Werner Lorenz
Am Montag den 23.03.26 fand am Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg eine Vorstellung des Dramas Andorra von Max Frisch statt, die die Klassen 9a, c, d und e des DG besuchten. Die Schülerinnen und Schüler hatten das Stück, in dem es modellhaft um Diskriminierung, Identität und Mitschuld geht, vorbereitend als Lektüre im Unterricht gelesen. Für die Förderung der Eintrittsgelder danken wir dem KS:Bam. Die Aufführung war eine Kooperation von FLG und Theater im Gärtnerviertel (TiG). Sie wurde von fünf Schauspielern des TiGs und flankierend fünf Schülern des FLG bestritten, die episches Theater zeigten – mit den genretypischen Verfremdungseffekten, die den Zuschauer in eine kritische Auseinandersetzung zwangen – wie Marek Rodatos und Vincent Ummenhofer, Klasse 9a:
Marek: „Jetzt nachdem wir sowohl das Stück gesehen als auch das Buch Andorra gelesen und uns im Unterricht damit befasst haben: Hat es deinen Erwartungen entsprochen? Mir hat das Stück gefallen, besonders die Nutzung der Kreuze, die mit den Klamotten der Charaktere bezogen waren.
Vincent: „Mich hat das Stück bis zur Pause sehr, danach aber weniger überzeugt. So war die Inszenierung in vielen Teilen wie zum Beispiel im Text sehr nah am Original gehalten und im Spiel, in der Darstellung super umgesetzt. Allerdings wurden meiner Meinung nach aus den letzten Bildern leider entscheidende Szenen gekürzt oder gänzlich weggelassen. Das letzte Viertel war vom Text und vom Spiel her leider sehr stark gerafft.
Marek: „Du musst bedenken: Das Stück war auch so mit zwei Stunden schon lang, besonders für Schüler der neunten Jahrgansstufe, und alles in allem war es gut gelöst, finde ich. Die Zeichnung der Figuren war gut, und die Message wurde auch so rübergebracht. Außerdem gab es andere Aspekte der Darstellung, die für mich mehr ins Gewicht fielen, wie zum Beispiel, dass fast alle Rollen zwischen den Schauspielern durchgetauscht wurden, was insgesamt zu facettenreicheren Charakteren beigetragen hat, als wenn eine Figur durchgehend vom selben Schauspieler verkörpert wird.“
Vincent: Das stimmt. Allerdings waren diese schnellen Rollenwechsel zu Anfang des Stücks für manche bestimmt verwirrend, vor allem, wenn man nicht wie wir im Vorhinein das Drama gelesen hat. Diese ‚Galgen-Garderobenständer‘ boten einen interessanten Verfremdungsaspekt im Stil des Epischen Theaters. Wie fandest du den Einsatz der Jugendlichen des FLG?
Marek: Für mich wurden sie zu abrupt und zu wenig eingesetzt. Dadurch, dass sie sich meist nur außen herum bewegt haben, gingen sie für mich in der Gesamtheit der Aufführung unter. Dennoch haben sie einen wichtigen Teil beigetragen. Sie haben als Schüler die Zeitlosigkeit des Stücks verdeutlicht, indem sie Bezüge zwischen Andorra und Themen, die Jugendliche heute besonders betreffen, an die Zuschauerschaft herangetragen haben, zum Beispiel haben sie für die unterschiedlichen Gesichter von Antisemitismus sensibilisiert und die Wehrdienstreform integriert. Cool fand ich da auch den Einbau der Lesung zu gewaltlosem und gewaltsamem Antisemitismus, das war wie eine Collage – very „episches Theater“ …
Vincent: „Ich stimme dir völlig zu, dass solche Themen von großer Wichtigkeit sind. Dennoch bin ich der Meinung, dass Inhalte wie Antisemitismus oder die Wehrdienstreform an dem Stück in seiner feinen Vielschichtigkeit vorbeigehen. Das sind für mich nicht die Punkte, auf die das Original zielt, es sind eher andere gesellschaftliche und psychologische Mechanismen, die im Fokus stehen. Ich finde die Einsätze der Jugendlichen wirkten ein bisschen wie dem Stück übergestülpt.
Marek: Diesen Eindruck teile ich. Aber die Bezüge sind im Text schon angelegt. Davon mal abgesehen – gab es Aspekte, die dir gefallen haben?
Vincent: Natürlich gab es die! Was mir gut gefallen hat, waren die unterschiedlichen Lichteffekte, die die Stimmungswechsel markiert haben, die Idee, die Handlungsorte mit dem Podest, einer Bank und einer Truhe zu bestreiten. Außerdem fand ich die Zeugenschranke, an welcher sich die Figuren verteidigen, sehr gut umgesetzt. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Empfehlenswert?
Marek: Ich sage sehr empfehlenswert! Sollte man gesehen haben. Und gelesen! 😉

Dr. Melanie Uttenreuther