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Das Rätsel um Tutanchamun bereitet Wissenschaftlern seit 100 Jahren Kopfzerbrechen. Auch das Interesse der Freunde Kim, Julian und Leon ist geweckt. Was geschah tatsächlich 1922, bei der Entdeckung Tutanchamuns Grabes? Und waren da wirklich Grabräuber am Werk? Begleite die Zeitdetektive – und die Katzendame Kija – bei ihrem Reiseabenteuer in die Zeit des Archäologen Howard Carter und seines sensationellen Fundes.

Die Zeitdetektive sind bekannt für ihre tollen Exkursionen in die Vergangenheit und auch dieses Mal kann man sich nicht beschweren.

Für mich war dieser Band als Kind immer ein ganz besonderer. Ägyptische Mythologie und Geschichte haben – und tun es auch immer noch – mich sehr fasziniert. Das Buch ist super fesselnd und bietet Leserinnen und Lesern ab 10 Jahren fantasievolle Einblicke in die Welt der Archäologen. Es stellt eine der vielen Theorien zu Tutanchamuns Grab geschickt dar und lässt uns Teil der Geschichte sein.

Der 36. Band der Zeitdetektiv-Reihe umfasst 160 Seiten und ist bei uns in der DG-BiB am Platz U7 018 zu finden.

Fröhliches Lesen!

Lilli Mangold, Q11

“In den grauen Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, da gab es keine Handys und alle Kinder und Jugendlichen lasen von früh bis spät.”

Diese Klage hört man durch alle Bibliotheken und jeden Buchladen wehen, wie ein Geisterecho. Realistisch gesehen gab es wohl diese Zeiten, in denen alle gelesen haben, noch nie und das muss auch nicht sein. Denn wie das Spielen eines Musikinstrumentes, das Beherrschen eines Fußballes oder die Freude im Umgang mit Zahlen sucht sich jeder Bereich, jede dieser Künste seine ‘follower’. Am DG trafen sich letzten Freitag nun die ‘follower’ des gepflegten Vorlesens. Es ging bei diesem Treffen um nicht weniger als den Schulsieg im Vorlesewettbewerb der 6. Klassen. Wie nicht anders zu erwarten war die Konkurrenz, bestehend aus den Klassensiegern aller 6. Klassen (Waseem M., Mika B., Nevio H., Jakubaß R., Valeria P. und Niklas M.), hart aber auch herzlich. Natürlich ist Nervosität da, wenn man vor der zweiköpfigen Lehrerjury bestehen muss, zuerst mit dem selber gewählten Text und dann mit einem Fremdtext. Aber den Gesichtern der Teilnehmer zufolge, scheinen alle Spaß gehabt zu haben. Wie man dem Foto entnehmen kann, gab es einen ersten und fünf zweite Plätze und dementsprechend wird das DG beim Bamberger Vorlesewettbewerb vertreten durch Valeria aus der 6e. Und wenn sie dem Buch und der Literatur weiterhin so zugetan ist, dann wird sie uns vielleicht später mal –  wie der oben abgebildete literarisch erfolgreiche ehemalige DG-Schüler Andreas Thamm – erneut vorlesen.

Wichtiger Hinweis: Die Masken wurden selbstverständlich nur für die kurze Dauer der Fotoaufnahme abgenommen.

Und bevor beim Betrachten des Bildes das Grübeln einsetzt, werden gleich mal zwei Zusammenhänge erklärt. Zum einen – Nein, die große Person in der Mitte ist kein zu groß geratener 6. Klässler, sondern der stellvertretende Organisator des Vorlesewettbewerbes, der sich freut, dass das Lesen und Vorlesen Freunde findet. Und ja, auf dem Bild fehlt folglich ein Schüler, aber einer musste ja das Foto machen … (natürlich nicht – der Schüler war durch eine Schulaufgabe verhindert)

D. Stoecker

Der Schneefall in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch forderte es von uns und wir lieferten. Ring frei für zwei 10. Klassen unter der fachkundigen, ruhigen, flexiblen, leistungsfähigen, kreativen und souveränen Anleitung der Schneemannweisen Blank und Stoecker. Mit ihren bloßen Händen – also zumindest hatte eine Klasse bloße Hände, die andere war vorbereitet worden und hatte Handschuhe dabei – also mit ihren bloßen Händen – obwohl die eine hatte Schaufeln zu Unterstützung, wenn ich mich recht entsinne – also wie auch immer, ist der klare eindeutige Gewinner rechts im Bild zu sehen. Allerdings war der Triumph, wie das Bild auch enthüllt, lediglich von kurzer Dauer, denn der Gewinnerschneemann neigte dazu denn Kopf zu verlieren (wobei der Magerling links gar keinen hat wohlgemerkt !!!!!! – Anmerkung des objektiven Schreibers dieser Zeilen).

Hier der Moment in dem sich der Gewinnerschneemann huldvoll verneigt (auch wenn er dabei den Kopf verliert)

Man beachte den eigens angefertigten Hut

Stoecker

Nachdem 2020 der C.C. Buchner an Schüler der Oberstufentheatergruppe des Dientzenhofer-Gymnasium ging  –  für das Theaterstück Kasimir und Karoline wie wir uns natürlich sofort erinnern – kam es nun zur Preisverleihung für das Schuljahr 2021.

Diesmal waren Schüler der Unterstufe erfolgreich, genauer gesagt der letztjährigen 6d. Sie erstellten zu dem Gedicht Willkomen und Abschied von W. Goethe einen Stop-Motion Film, den die Jury als preiswürdig erachtete. Die Besonderheit an dem Film ist, dass er entstand nachdem das Klassen-Filmprojekt durch die coronabedingten Schulschließungen den Homeschoolingtod gefunden hatte. Aber unterwarfen sich alle Schüler der letztjährigen 6d dem Diktat von Corona? Nein eine kleine Gruppe (weil ungefähr dieselbe Größe wie Asterix habend) aufrechter Poesieliebhaber erstellte ihren Film trotzdem, schickte ihn mir, ich leitete ihn schnurstarcks an den KS:BAM (Kulturservice der Stadt Bamberg weiter und Bäm – da isser der Preis in Höhe von 250,- €.

Die Protagonisten aus dem preisgekrönten Film freuen sich über die Auszeichnung

D. Stoecker

Andreas Thamm, Birge Tetzner und Nevfel Cumart begeistern für Literatur

In vielen Städten erobert sich die Literatur mit Lesungen und Literaturfestivals den öffentlichen Raum zurück. Das Bamberger Literaturfestival,kurz BamLit, kooperierte in diesem Jahr erstmals mit dem Dientzenhofer-Gymnasium.

Drei Lesungen konnten in der Unter-, Mittel- und Oberstufe stattfinden und jede einzelne fand großen Anklang bei Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften. Um in Schülerworten zu sprechen: „Sie holen einen aus der typischen Deutschzone heraus“ und ein Schriftsteller „kann besser über das Schreiben berichten als ein Deutschlehrer“. Kurzum, die Veranstaltungen bereicherten den normalen Deutschunterricht, waren lehrreich, „machten Spaß“ und öffneten die Türen zu Bereichen, die man bis dahin vielleicht noch gar nicht kannte oder bei denen man von alleine gar nicht auf die Idee gekommen wäre, sie jemals zu betreten. So konnten Andreas Thamm, Birge Tetzner und Nevfel Cumart durch ganz unterschiedliche Texte und deren vielfältige Inszenierung Lust auf Literatur und vor allem auch auf die Auseinandersetzung damit machen!

Es ist zu hoffen, dass dies der Auftakt für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Bamberger Literaturfestival und insbesondere dem St. Michaelsbund ist, dem an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gebührt!

Barbara Reidelshöfer

 

Der ehemalige DG-ler Andreas Thamm plaudert über sein Schreiben

Andreas Thamm liest vor der Q11 und Q12 (17. September 2021)  

Dass Lesungen neben Lust aufs Lesen oder einen Einblick in die kulturelle Praxis vermitteln auch direkt mit Unterrichtsinhalten verknüpft werden können, zeigt die Einbettung der Lesung in den Lehrplanbereich des Informierenden Schreibens. Die Schüler*innen der 12. Klasse wurden zu Beginn der Einheit mit folgender Aufgabenstellung konfrontiert, anhand derer wesentliche Kompetenzen des Materialgestützten Schreibens wiederholt wurden…

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Fred-Cover

Die Geschichten in der Geschichte – Birge Tetzner (5. Oktober 2021)

Rascheln – Ein Murmeln geht durch den Raum – Mikrofon an – Ruhe – Die Lesung beginnt…

Am 04.10.2021 durften die 6. Klassen des Dientzenhofer-Gymnasiums den Lesungen von Birge Tetzner lauschen. Die Autorin ist bekannt für ihre Hörspiele, in denen sie die Figur Fred in einer Zeitreise nach Ägypten, in die Eiszeit, zu den Maya und zu den Griechen sendet. Die Autorin liebt es nach eigenen Angaben, die Geschichten in der Geschichte zu finden. Dafür recherchiert sie die historischen Fakten gründlich – wie die Klassen auch durch Fragen herausfanden: bis zu zwei Jahre…

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Nevfel Cumart – Nur ein Gedichtefänger ? (11. Oktober 2021)

Nevfel Cumart liest aus seinen Gedichten

Wenn man an einen Dichter denkt, erwartet man ganz klischeehaft einen alten Mann mit langem weißem Bart und Pfeife, der sehr altertümlich nur von Gedichten redet. Mit ähnlichen Erwartungen gingen vermutlich die meisten Schüler*innen in die angekündigte Lesung. Doch damit liegt man bei Nevfel Cumart, ein deutscher Dichter mit türkischen Wurzeln, grundlegend falsch! Denn dieser hat mit solchen Vorstellungen nichts gemein…

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Cryptos

Jana betrachtet wie jeden Morgen ihre Welten. Und wie immer bleibt sie besonders lange an Kerrybrook hängen. Sie ist Weltendesignerin und Kerrybrook ist ihre Welt, die ihr am besten gefällt. Für sie und die anderen Weltendesigner ist es ein großes Privileg, nicht wie all die anderen Menschen den ganzen Tag in einer Kapsel zu liegen, sondern die digitalen Welten, in denen sich die Menschen aufhalten, zu gestalten.

Doch eines Tages verschwinden ein paar Menschen auf unerklärliche Weise aus den digitalen Welten. Als sich diese Fälle häufen, begibt sich Jana auf die Suche nach der Ursache und gerät in Probleme hinein, mit denen sie niemals gerechnet hatte.

Cryptos ist ein spannender Roman, dessen Thematik auch die heutige Zeit und die Klimakrise gut aufgreift. Außerdem wird sehr gut und meist auch realistisch dargestellt, wie die Menschen in etwa 30 Jahren mit dem Klimawandel umgehen. Cryptos wurde von Ursula Poznanski geschrieben und hat nur einen Band – also einmal keine ewig lange Reihe! Es hat nur 448 Seiten, die sich superschnell lesen.

Wenn ihr auch gespannt seid, wie Janas Abenteuer weitergeht, müsst ihr es euch nur aus der DG-BIB holen. Doch seid schnell, denn sonst leiht es jemand vor euch aus!

Casimir Ummenhofer, 9a

“Eigentlich steckt in jeder meiner Figuren irgendein Teil von mir”

Neustart Kultur – Literatur vor Ort und die Stadtbücherei Bamberg machen es möglich – Autor Andreas Thamm liest am DG!

Nach monatelangem Starren in die Kacheln, Aufgabenfluten und unzähligen Videokonferenzen fand am 8. Juli für viele ganz unerwartet endlich einmal wieder eine echte Begegnung statt: Der ehemalige DG-Schüler und inzwischen schon renommierte Jugendbuchautor Andreas Thamm, der bereits mit drei Veröffentlichungen im Bamberger Kinder- und Jugendbuch Verlag Magellan für Aufmerksamkeit gesorgt hat, kam an seine alte Schule, um aus seinem aktuellen Roman “Wenn man so will, waren es die Aliens” zu lesen.

Empfangen wurde Andreas Thamm zunächst von der Regionalen Begabtengruppe “Auf in neue Welten”, die den Roman – dank einer großzügigen Spende des Magellan-Verlags – bereits gelesen hatte. Vor dem Treffen mit dem Autor wurde dieser mithilfe selbst erstellter Booksnaps bewertet und nach allen Regeln der Kunst erst einmal wahlweise zerrissen oder in höchsten Tönen gelobt. Einig war sich die Gruppe vor allem in ihrer Vorfreude auf die Lesung und darin, dass Literatur natürlich immer auch Geschmackssache sei und ein Fantasy-Liebhaber mit der etwas schrägen Coming-of-age Geschichte erst warmwerden müsse. Gleichwohl gab es Szenen, die bei allen gut ankamen. Und so waren alle gespannt, wie denn ein Autor, noch dazu ein ehemaliger DG-ler, so ist, wie man überhaupt auf einen Roman mit solch einem verrückten Buchtitel und vielen abseitig-skurrilen Ideen (Stichwort: Ziege im Hotelzimmer) kommt und noch dazu mit Josh einen siebzehnjährigen Protagonisten erschafft, der erstaunlich nah dran ist an der eigenen Gefühls- und Gedankenwelt. Die vielen Fragen der Gruppe, die sich sowohl auf den Roman selbst als auch auf das Schreiben im Allgemeinen bezogen, wurden von Andreas Thamm geduldig und v.a. sehr kurzweilig beantwortet.

Im Anschluss an das exklusive Treffen startete die von Neustart Kultur – Literatur vor Ort geförderte Lesung, die von Dominik Stoecker und einigen Q11-Schüler*innen in Szene gesetzt worden war. Zwar wurden keine Aliens im Mehrzweckraum gesichtet und auch die legendäre Ziege fand keinen Widerhall im arrangierten Setting, aber die bunt zusammengewürfelte Zuhörerschaft konnte sich sofort in die Atmosphäre des Romans begeben. Rund 30 Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 6 – 10, die sich im vergangenen Jahr besonders interessiert im Fach Deutsch gezeigt hatten, wurden von Andreas Thamm mit ins Leben von Josh und seinen Kumpels genommen. Neugierig geworden, durften auch sie Fragen stellen und nach einer Stunde ging eine spannende Lesung zu Ende.

Wer jetzt noch nicht genug von tollen Geschichten und Lesen hatte, wurde von einer Mitarbeiterin der Stadtbücherei Bamberg, die die Lesung im Rahmen des Neustarts Kultur gesponsert hatte, noch über die neuen digitalen und analogen Möglichkeiten der Stadtbücherei Bamberg samt ihrer Teilbibliotheken informiert und zur kostenlosen Teilnahme am Sommerleseclub eingeladen.

Viel zu schnell verging diese erste klassenübergreifende Veranstaltung seit langem. Danke an Neustart Kultur – Literatur vor Ort, die Stadtbücherei Bamberg, den Magellan-Verlag und vor allem Andreas Thamm, den wir bereits im September wiedersehen. Denn diese erste kleine Lesung war erst der Auftakt für ein kleines Literaturfestival im kommenden Schuljahr, bei dem verschiedene Autor*innen vor vielen Klassen des DG die Vielfältigkeit von Literatur unter Beweis stellen werden!

Nach monatelangem Starren in die Kacheln, Aufgabenfluten und unzähligen Videokonferenzen fand am 8. Juli für viele ganz unerwartet endlich einmal wieder eine echte Begegnung statt: Der ehemalige DG-Schüler und inzwischen schon renommierte Jugendbuchautor Andreas Thamm, der bereits mit drei Veröffentlichungen im Bamberger Kinder- und Jugendbuch Verlag Magellan für Aufmerksamkeit gesorgt hat, kam an seine alte Schule, um aus seinem aktuellen Roman “Wenn man so will, waren es die Aliens” zu lesen.

Empfangen wurde Andreas Thamm zunächst von der Regionalen Begabtengruppe “Auf in neue Welten”, die den Roman – dank einer großzügigen Spende des Magellan-Verlags – bereits gelesen hatte. Vor dem Treffen mit dem Autor wurde dieser mithilfe selbst erstellter Booksnaps bewertet und nach allen Regeln der Kunst erst einmal wahlweise zerrissen oder in höchsten Tönen gelobt. Einig war sich die Gruppe vor allem in ihrer Vorfreude auf die Lesung und darin, dass Literatur natürlich immer auch Geschmackssache sei und ein Fantasy-Liebhaber mit der etwas schrägen Coming-of-age Geschichte erst warmwerden müsse. Gleichwohl gab es Szenen, die bei allen gut ankamen. Und so waren alle gespannt, wie denn ein Autor, noch dazu ein ehemaliger DG-ler, so ist, wie man überhaupt auf einen Roman mit solch einem verrückten Buchtitel und vielen abseitig-skurrilen Ideen (Stichwort: Ziege im Hotelzimmer) kommt und noch dazu mit Josh einen siebzehnjährigen Protagonisten erschafft, der erstaunlich nah dran ist an der eigenen Gefühls- und Gedankenwelt. Die vielen Fragen der Gruppe, die sich sowohl auf den Roman selbst als auch auf das Schreiben im Allgemeinen bezogen, wurden von Andreas Thamm geduldig und v.a. sehr kurzweilig beantwortet.

Im Anschluss an das exklusive Treffen startete die von Neustart Kultur – Literatur vor Ort geförderte Lesung, die von Dominik Stoecker und einigen Q11-Schüler*innen in Szene gesetzt worden war. Zwar wurden keine Aliens im Mehrzweckraum gesichtet und auch die legendäre Ziege fand keinen Widerhall im arrangierten Setting, aber die bunt zusammengewürfelte Zuhörerschaft konnte sich sofort in die Atmosphäre des Romans begeben. Rund 30 Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 6 – 10, die sich im vergangenen Jahr besonders interessiert im Fach Deutsch gezeigt hatten, wurden von Andreas Thamm mit ins Leben von Josh und seinen Kumpels genommen. Neugierig geworden, durften auch sie Fragen stellen und nach einer Stunde ging eine spannende Lesung zu Ende.

Wer jetzt noch nicht genug von tollen Geschichten und Lesen hatte, wurde von einer Mitarbeiterin der Stadtbücherei Bamberg, die die Lesung im Rahmen des Neustarts Kultur gesponsert hatte, noch über die neuen digitalen und analogen Möglichkeiten der Stadtbücherei Bamberg samt ihrer Teilbibliotheken informiert und zur kostenlosen Teilnahme am Sommerleseclub eingeladen.

Viel zu schnell verging diese erste klassenübergreifende Veranstaltung seit langem. Danke an Neustart Kultur – Literatur vor Ort, die Stadtbücherei Bamberg, den Magellan-Verlag und vor allem Andreas Thamm, den wir bereits im September wiedersehen. Denn diese erste kleine Lesung war erst der Auftakt für ein kleines Literaturfestival im kommenden Schuljahr, bei dem verschiedene Autor*innen vor vielen Klassen des DG die Vielfältigkeit von Literatur unter Beweis stellen werden!

Nachdem in der Klasse 6d die Auseinandersetzung mit dem Gedicht Willkommen und Abschied von J.W. Goethe abgeschlossen war, wollte ich, dass in Kleingruppen auf der Basis des Gedichtes Kurzfilme entstehen sollten. Die dafür einzig in Frage kommende Technik war die Stop-Motion Technik, die zwar aufwendig ist, aber wenig Requisiten und auch kein schauspielerisches Talent der Schüler erfordert. Corona würgte zwar dieses Projekt rasend schnell wieder ab, eine Gruppe schaffte es dennoch einen Kurzfilm zu erstellen und dieser ist absolut präsentationswürdig.

Dominik Stoecker

Der Link zum Filmfilm! 6d Willkommen und Abschied

 

Andreas Thamm

„Was haben bitte eine Segelwoche auf dem Ijsselmeer und Literatur gemeinsam, Herr Stoecker“? Das war die Frage, die mir im Jahr 2008 der damalige Schulleiter des DG, W. Bauernsachs, stellte, als es um die Leistungskursfahrten, genauer um die meines Deutsch-Leistungskurses ging. Hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht, wie ich in diesem Moment feststellte. Da nun aber die Genehmigung der Kursfahrt von einer glaubwürdigen Wechselbeziehung dieser beiden Bereiche abhing, galt es diesen Zusammenhang zu finden. Wir entwarfen dann im Kurs eine Referatsreihe, welche dem Segeltrip die literarischen Weihen verleihen sollte. Die entsprechende Referatsliste inklusive einer Reihe kultureller Ziele für die Landaufenthalte als Beifang gaben wir der Schulleitung zwei Wochen später ab, woraufhin die Fahrt genehmigt wurde. Von den Referaten konnte letztlich leider wegen _____________(hier beliebigen Grund einsetzen) keines gehalten werden.

Einer der Schüler, Andreas Thamm, hatte das literarisch anspruchsvolle Thema Das Motiv des Unterseebootes bei Jules Vernes als Symbol für das Unterbewusstsein oder warum jedes Schiff einen Kapitän braucht aufgelegt, meine ich mich zu erinnern. Sollte ich mich hier täuschen, wäre dieses Thema Andreas Thamm zumindest zuzutrauen gewesen, denn dass hier ein kreativer, sprachsicherer, literarischer Kopf in meinen Kurs gespült worden war, hat man in den zwei Jahren des Leistungskurses immer wieder gemerkt. Weniger im Unterricht, da stummte Andreas gerne wissend vor sich hin, als vielmehr in  den überragenden Klausuren und den Kurzgeschichten, die schon damals entstanden sind und die man gelegentlich zu lesen bekam. Nun wäre es natürlich geschmeidig, wenn ich sagen könnte, dieses personifizierte junge Seemannsgarn sei durch mich entdeckt und gefördert worden – quasi wie bei Geschwindner/Nowitzki, Fassbinder/Schygulla oder Lucky Luke/Rantanplan. Mein Beitrag beschränkt sich indes ehrlicherweise auf den Lotsenhinweis bezüglich des Studienganges Kreatives Schreiben in Hildesheim. Einzig die seefahrerische Prägung scheint nachhaltig gewesen, denn dass Andreas Thamm nun ausgerechnet im Magellan Verlag verlegt wird, das kann kein Zufall sein.

Ausgestattet mit dem Kulturförderpreis des Freistaates Bayern für sein 2019 erschienenes Jugendbuch Heldenhaft ist nun sein zweites Jugendbuch Wenn man so will, waren es die Aliens erschienen. Wie schon das erste ist es ein gutes Buch geworden und mithin ist das DG nun nicht mehr nur ein Hort des großen Sportes, des großen Theaters und der großen Kunst, sondern auch – wer hätte das je geahnt – der großen Literatur. Und der alte am Fluss sitzende weise Deutschlehrer brummt dazu (in Anlehnung an den Großmeister der Seefahrer schlechthin Meister Yoda) „Dich schreibend zu sehen, mein Herz aufs wärmste erfreut…“

D. Stoecker