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Das Thema “Vertriebene nach 1945” mag vielleicht etwas angestaubt klingen, doch es sollte mehr mit uns zu tun haben, als zunächst anzunehmen war. Mit dem Video “Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945 in Bamberg” hat die AG Geschichte digital denn auch den ersten Preis beim Geschichte-Wettbewerb “Spurensuche” des Volksbunds gewonnen – auch wegen der Authentizität und des Engagements der Beteiligten, wie Herr Fischer vom Volksbund betonte. Der Volksbund kümmert sich um die Kriegsgräber im Ausland und setzt sich für Völkerverständigung und Frieden ein. Das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren war Anlass für den Wettbewerb.

Herr Fischer, die “AG Geschichte digital” und Frau Cleary

Wegen der Corona-Situation fand die Preisverleihung nur im kleinen, aber umso schöneren Rahmen des neuen Lernateliers statt. In der Laudatio lobte ein sichtlich begeisterter Herr Fischer die hohe Qualität des 22-minütigen Films. Die Schülerinnen und Schüler spürten in der Umgebung unserer Schule den Spuren dieser Zeit nach. So erinnern der Troppau-Platz und das dortige Denkmal an die schlesische Stadt, aus der nach Kriegsende die deutsche Bevölkerung vertrieben wurde. Zeitzeugen, die 1945 aus dem Osten fliehen mussten, wurden zu ihren Erfahrungen befragt. Der Geschäftsführer der Firma Greiff berichtete von der Verlegung der Fabrik aus dem heute polnischen Greiffenberg nach Bamberg und dem Ausbau der Gartenstadt. Etwas überraschend war es zu erkennen, dass das DG inmitten eines Stadtteils liegt, der maßgeblich von Flüchtlingen und Vertriebenen errichtet und geprägt wurde. Dies belegt auch, wie gut die Integration dieser Neubamberger gelungen ist. Es ist also ein äußerst sehenswerter Film entstanden, der mit einem Preisgeld von 750,00 Euro belohnt wurde, das unter den acht Schülerinnen und Schülern aufgeteilt wurde. Herzlichen Glückwunsch!

Die Urkunde für die Schule

Freude über das Preisgeld

 

Auch in diesem Jahr galt es den Schulsieger des Lesewettbewerbes für die 6. Klassen zu ermitteln und dazu traten die jeweiligen Klassensieger (Magdalena Lillie – 6a, Emil Pelikan – 6b, Anna Sembach –  6c und Levin Welz – 6d) am 29.11.2019 in einem edlen Wettstreit gegen- und miteinander an. Die Jury, die darüber zu befinden hatte, wer für das DG in dem Stadtentscheid antritt, bestand aus zwei Schülerinnen des Bibliothekteams, der Vorjahressiegerin, einem Mitglied des Elternbeirates und den beiden Fachbetreuern für das Fach Deutsch. Nachdem die Kandidaten und Kandidatinnen zuerst ihren eigenen – bereits eingeübten – Textauszug vorgelesen hatten, galt es noch einen Text vorzulesen, der ihnen unbekannt war. In diesem Jahr stammte dieser Text aus dem Buch Bartimäus von Jonathan Stroud. Nach fast stundenlanger Besprechung konnte sich die Jury schließlich dahingehend einigen den Schüler Emil Pelikan aus der Klasse 6b als Schulsieger in den Stadtentscheid zu schicken. Die Plätze zwei, drei und vier waren für uns als Jury schlicht nicht zu differenzieren, so dass es einen dreifach geteilten zweiten Platz gab. Mithin Emil ‚Glück auf!‘, auf dass Du beim Stadtentscheid auch den ersten Platz erliest.

                                                                                                                                     Für die Jury – D. Stoecker

Die Vorjahressiegerin Eny Nester gratuliert dem aktuellen Schulsieger Emil Pelikan.

Am 10. Februar findet am DG der erste Bamberger Book Slam statt.  Book Slam? Was soll das überhaupt sein? Und wer macht da mit? Was ist überhaupt ein Slam? Und muss tatsächlich jeder auf die Bühne? Wer bewertet? Und wie? Darf man sich selbst das zu lesende Buch aussuchen?

Fragen über Fragen verunsicherten die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe, als Mitte Oktober plötzlich nicht der normale Deutschlehrer im Klassenzimmer stand, sondern fünf, zumeist unbekannte Lehrkräfte auf sie warteten. Dass zudem auch die klassische Sitzordnung aufgelöst war und auf den an der Wand stehenden Tische kleine Pakete standen, die sich bei näherem Hinsehen als Bücher entpuppten, führte zu noch mehr Irritation und Neugierde.

Aber am Ende der Doppelstunde wusste jeder, was in den kommenden Monaten passieren würde. Und den ersten Book Slam hatte man sogar auch schon erlebt! Denn das Studienseminar Deutsch führte verschiedene Slams vor und spätestens da wurde es in den Klassenzimmern ganz ruhig. Besonders das Ausprobieren der Bewertungskarten machte den Schülerinnen und Schülern  großen Spaß, denn Lehrer bewerten steht schließlich nicht jeden Tag auf dem Programm!

Und nachdem der Sieger-Slam gekürt war (fast immer gewann das Jugendbuch „Der Scanner“), wusste  jeder, was ein Book Slam ist: eine Buchvorstellung der ganz besonderen Art. Kurzweilig, kreativ und so präsentiert, dass man Lust darauf bekommt, das vorgestellte Buch selbst  zu lesen.

Im zweiten Teil der Doppelstunde durften die Schülerinnen und Schüler dann selbst aktiv werden: 14 Bücher warteten darauf, entdeckt zu werden. Mit einem Laufzettel bewaffnet und zwei Minuten Zeit konnte jeder kurz ins Buch schnuppern: Vorbereitete Kärtchen informierten mit Schlagworten über Themen und Genres, die Kopie des Klappentextes lieferte einen weiteren Eindruck und erstes Hineinlesen war natürlich auch möglich. Nur das Cover konnte nicht zur Entscheidung herangezogen werden, da die Bücher alle eingepackt waren, um vorschnelle Präferenzen zu verhindern. So war am Ende der Wahl auch die ein oder andere Schülergruppe überrascht, mit welchem Cover ihr Roman Käufer anzulocken versucht.

Nach einer halben Stunde dann der spannende Moment: Wird jeder ein Buch gefunden haben, das ihn interessiert? Und: Wird jeder auch genau dieses Buch bekommen? Oder muss man doch – wie leider immer mal wieder im Deutschunterricht der Fall – ein Buch lesen, das einen so gar nicht interessiert? Aber zum Glück klappte die Auswahl und Verteilung reibungslos, sodass in jeder Klasse 7 bis 11 Bücher gewählt wurden, die in den kommenden Wochen gelesen werden.

Mitte Dezember kann dann die 2. Phase des Book Slams beginnen, in der die Schülerinnen und Schüler alleine oder in kleinen Teams ihre Slams konzipiert werden.

Ein herzliches Danke schön geht an den Verein der Freunde und Förderer, ohne dessen großzügige Unterstützung die Durchführung des Book Slams nicht möglich gewesen wäre. Ebenso unterstützte uns die Buchhandlung Colibri mit einer Bücherspende, sodass nach dem Book Slam die Schülerbibliothek des DG auch für die Mittelstufe endlich wieder spannende, aktuelle Jugendbücher bereit halten wird! Aber auch schon vor dem Slam sind dort viele Neuanschaffungen zu finden. Also, wer beim Book Slam  Lust auf noch mehr spannende Bücher bekommen hat, weiß nun, wie er seinen Bücherhunger stillen kann!

 

Wie jedes Jahr wurde kurz vor Weihnachten — HALT! Nicht wie jedes Jahr. Der diesjährige Vorlesewettbewerb am DG fand unter neuen Vorzeichen statt. Erstmals war die niegelnagelneue, noch nicht einmal offiziell eingeweihte Schulbibliothek im Neubau Ort der Veranstaltung. Dort fanden die Teilnehmer/innen einen sehr hellen und ansprechenden Raum vor. Und die vielen Sitzsäcke und Hängesessel machten ihn zudem zu einem äußerst gemütlichen Raum. Herzlichen Dank an Frau Wersal! Und als zweite Neuerung freuten sich nicht nur die Vorleser/innen über die neue Örtlichkeit, sondern auch die Zuschauer/innen aus den 6. Klassen. Jede/r Wettbewerbsteilnehmer/in hatte sich fünf Klassenkameraden/innen zur Unerstützung mitgebracht. An den Start gingen Julius Amann (6a), Marissa Prade (6b), Enya Nester (6c) und Louis Fisch (6d).

Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Cleary lasen die vier Klassensieger/innen aus ihren Büchern die vorbereiteten Textauszüge vor. Mit von der Partie waren Harry Potter, ein Känguru, eine Hexe und ein Möchtegernversager. Allen Vorleser/innen gelang es scheinbar mühelos, das Publikum zu fesseln. Anschließend musste jede/r Teilnehmer/in aus einem unbekannten Roman (Das Leben ist zu kurz, iss den Nachtisch zuerst von Wendy Mass) vorlesen. Auch hier gab sich kein/e Schüler/in eine Blöße. Umso schwerer war es folglich für die Jury, sich auf eine/e Sieger/in zu einigen. Die Jury bildeten drei Schülerinnen aus Q12 – Sarah Aßmann, Julia Hirschberg und Andrea Schrottenloher -, Frau Wallmeyer vom Elternbeirat und Herr Stoecker als Lehrkraft. Nach längeren Beratungen stand schließlich die Siegerin fest: Enya Nester! Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg beim Stadtentscheid.

Alle Teilnehmer/innen erhielten eine Urkunde und einen Osiander-Gutschein, die der Elternbeirat spendete. Herzlichen Dank! Und auch das Publikum kam neben dem Hörgenuss auch noch in den Genuss einiger Leckereien. So waren am Ende alle zufrieden und sich einig, dass das Versprechen der Schulleiterin zutrifft: Lesen öffnet wirklich eine Tür in eine andere Welt!

Schon seit Wochen wurden in den 6. Klassen die besten Vorleser und Vorleserinnen gekürt, bevor es am 06. Dezember darum ging, aus diesen Klassensiegern den besten Vorleser aller 6. Klassen zu bestimmen. Die Jury, die diese schwere Entscheidung zu treffen hatte, bestand neben Herrn Schuster und Herrn Stoecker aus Schülern/innen der Q11: Anna-Lena Krön, Anna  Kroll und Simon Schick. Gerade die differenzierten Urteile aus Schülersicht sollten dann einen wesentlichen Anteil an der Entscheidung für den besten Vorleser haben. Dieser Schulentscheid fand in der Unterstufenbibliothek statt, die einen passenden Rahmen bot.

Teilnehmer/innen des Vorlesewettbewerbs 2017/18

Die Teilnehmer waren Nils Brendel (6a), Lara Ortmaier (6b), Friederike Büttner (6c) und Samuel Sieber (6d). Zunächst lasen sie ihre “Wunschtexte” vor. Darunter waren Auszüge aus “Krabat” (O. Preußler), “Eragon” (Ch. Paolini) oder “Mord ist nichts für junge Damen” (R. Stevens), die lebendig und fesselnd vorgetragen wurden. Anschließend folgte ein unbekannter Textauszug aus R. Sutcliffs „Der Schildwall“, der auch von allen flüssig vorgelesen wurde, so dass der Jury die Entscheidung angesichts der durchweg tollen Leistungen nicht leicht fiel. Schließlich einigte man sich schließlich auf Lara Ortmaier (6b). Herzlichen Glückwunsch! Sie wird das Dientzenhofer-Gymnasium beim Regionalentscheid auf Stadtebene vertreten.
Ein herzliches Dankeschön auch an die Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen der 6. Klassen, die Ihre Klassen vorbereitet haben, und an die Jury!

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass das Vorlesen, aber auch das Zuhören riesig Spaß gemacht hat und allen Sechstklässlern einen schönen Anstoß zum Lesen gegeben hat.

 

Endlich war es soweit. Schüler/innen aus allen Jahrgangsstufen hatten zur Feder bzw. Tastatur gegriffen und ihre Erlebnisse und Gedanken zu „ihrem“ Dientzenhofer-Gymnasium niedergeschrieben. Anlass, sich einmal Gedanken über die eigene Schule zu machen, ist das 50-jährige Jubiläum des DGs. Herausgekommen sind viele tolle Texte: Da gibt es lustige Geschichten, die über Missgeschicke an Wandertagen, Hungerattacken im Lateinunterricht oder misslungene Experimente in der Chemiestunde berichten. Nachdenkliche Texte thematisieren den Bildungsauftrag des Gymnasiums oder eine Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Spannende Erzählungen nehmen den Leser auf frühmorgendliche Verbrecherjagden oder die Aufklärung unheimlicher Blutspuren mit.

So viele lebendige Geschichten machten es der Jury nicht leicht, die beste Geschichte herauszufinden. Die Jury bestand bei diesem Literaturwettbewerb nicht aus Lehrkräften, sondern aus Personen, die außerhalb der Schule etwas mit Texten zu tun haben: Frau Hartmann von der Stadtbibliothek, Frau Epplé vom Fränkischen Tag und Herrn Zölch-Buba von der Buchhandlung Collibri.

Die Preisverleihung im gut besuchten Mehrzweckraum eröffnete die Schulleiterin Frau Cleary mit einer Begrüßungsrede, in der sie sich beeindruckt von den Leistungen der Nachwuchsautoren zeigte und allen Beteiligten dankte. Dann war es wirklich soweit. Manch einem/r Teilnehmer/in war die Spannung förmlich ins Gesicht geschrieben. Endlich wurden die Preisträger der jeweiligen Kategorie verkündet. Belohnt wurden sie mit Kinogutscheinen, Buchgutscheinen oder City-Schecks, die die Schule stiftete. In der Kategorie „Unterstufe“ teilten sich Christa Behr (Schon wieder Winterzeit), Julia Schuster (Die Abkürzung) und Malina Em (Das vergessene Klassenbuch) den ersten Platz. Anschließend las Malina Em ihren Text sehr zum Vergnügen der Zuhörer/innen gewandt vor, bevor die Sieger der Kategorie „Mittelstufe“ bekannt gegeben wurden. Den zweiten Platz teilten sich Sebastian Felkl (ohne Titel), Tim Schwarzmann (Die wahrscheinlich wichtigste Einsicht im Leben des Cornelius von N…) und Anson Kürsten (Das geheime Picknick). Den ersten Platz belegte Anina Decker (Der Schal), die ihre spannende Geschichte dann auch vorlas. In der Kategorie „Oberstufe“ gewann Laura Konstantinidis (Wasserstoff reagiert zu … wie war das nochmal?) vor Kevin Cegla (Traumgäste) auf dem zweiten und Maxim Himmelspach (Postskriptum an die Schulgemeinschaft) auf dem dritten Platz.

Anschließend wurde der Sieger des Schülerpreises – alle Schüler/innen konnten per Moodle ihren Favoriten wählen – verkündet: Marco Heidenreich. Den Abschluss bildete die Verlosung des vom Elternbeirat gespendeten iPads unter allen Sieger/innen. Der Vorsitzende des Elternbeirats Herr Knauer ließ es sich nicht nehmen, selbst den Gewinner zu ziehen: Sebastian Felkl, der seinen Preis aus den Händen von Frau Cleary und Herrn Knauer entgegen nehmen durfte.
Herzlichen Dank an Lehrkräfte, die Schüler/innen motiviert und unterstützt haben und bei der Durchführung des Wettbewerbs mitgeholfen haben! Allen Teilnehmer/innen ein großes Lob für ihr Engagement und ihre großartigen Texte. Als Zuhörer bekam man einen schönen Eindruck davon, wie bunt das Schulleben ist und was so manche/n Schüler/in wirklich bewegt.

Hier geht’s zum Artikel im Fränkischen Tag.

M. Schuster