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Herzliche Einladung zum DG Sommerkonzert am Donnerstag, 07. Juli 2022 im DG Mehrzweckraum!

Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen zwei Jahren Großartiges geleistet, um ihre Schüler*innen und Studierenden trotz immer wiederkehrender Schließungen und stetig neuer Quarantäneverordnungen unterrichten zu können. Ganze Gebäudekomplexe mussten mit WLAN ausgestattet werden, Lehrende und Lernende benötigten passende Endgeräte, digitale Lernplattformen mussten ausgewählt sowie eingerichtet und die Nutzer*innen im Umgang mit den neuen Tools geschult werden.

Zu Beginn der Pandemie haben wir Vertreter*innen von Schulen und Hochschulen befragt, wie sie den Wechsel zu digitalem Unterrichten gemeistert haben. Zwei Jahre später sprechen wir uns wieder und möchten wissen, wie es an den Bildungseinrichtungen weitergegangen ist, in welcher Phase der digitalen Transformation sie gerade stecken, welche Meilensteine hinter ihnen liegen und welche Ziele aktuell anstehen.

DG Bamberg: Digitaler Unterricht bereits vor der Pandemie

Durch die coronabedingten Schulschließungen im Frühjahr 2020 waren alle Schulen bundesweit plötzlich gezwungen, ihre Lehre in den digitalen Fernunterricht zu verlagern. Am Dientzenhofer-Gymnasium (DG) in Bamberg klappte der Übergang problemlos, da das Lernen und Arbeiten mit digitalen Tools in Kleingruppen schon vor der Pandemie eingeführt worden war. So konnte der Unterricht während des Lockdowns 1:1 auf den digitalen Raum übertragen werden: Die Schüler*innen saßen zu Hause vor ihren Endgeräten und folgten via Teams dem Unterricht wie sonst im Klassenzimmer. Inzwischen ist die hybride Lehre zu einem festen Bestandteil des Schulalltags am DG Bamberg geworden.

Darüber hinaus finden digitale und analoge Tools Hand in Hand Anwendung und sollen die Schüler*innen auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten. Das Mediencurriculum „UnterrichtPlus“, das seit dem Schuljahr 2021/2022 an der Schule zum Einsatz kommt, war wegbereitend für diese Entwicklung.

Umfassende Medienkompetenz durch zeitgemäße Technologien im Unterricht

„Kurz nach dem Beginn der Pandemie haben wir das neue Mediencurriculum verabschiedet“, erzählt Bernhard Zuber, Lehrer für Englisch und Sport am DG Bamberg. Es sieht vor, dass alle Schüler*innen ab der neunten Klassenstufe ausschließlich mit eigenen digitalen Endgeräten arbeiten. Die neue Arbeitsform wird seit dem Schuljahr 2021/2022 durchgehend in allen Unterrichtsfächern genutzt, die Lehrbücher gibt es digital im PDF-Format, das Schreiben mit einem Stift auf Papier ist fast vollständig entfallen – die einzige Ausnahme bilden Prüfungen, die nach wie vor auf die „altmodische“ Art abgelegt werden.

Die Schüler*innen erlangen auf diese Weise eine umfassende Medienkompetenz und werden in ihrem Schulalltag beim Erwerben jener Fähigkeiten unterstützt, auf die es später im Berufsleben ankommt. Die Grundlage für das neue Lernen und Arbeiten bildet Microsoft 365. Doch der Weg dorthin war für die Schule nicht immer leicht, erinnert sich Bernhard Zuber. „Während der Schulschließungen mussten digitale Tools verwendet werden, weil es gar keine andere Möglichkeit des Lehrens gab.“ Unter den Lehrkräften herrschten jedoch zum Teil Unsicherheit und Misstrauen gegenüber den Technologien, nicht alle Kolleg*innen verfügten über das nötige Know-how, um digitale Lösungen pädagogisch sinnvoll einsetzen zu können.

„Heute ist das anders“, freut sich Zuber. „Sowohl von den Schüler*innen als auch von den Lehrer*innen werden die Microsoft 365-Anwendungen inzwischen ganz selbstverständlich genutzt. Wir wissen, dass sie funktionieren, verlässlich sind und uns einen großen Nutzen bringen.“ Die Corona-Pandemie hatte darauf einen maßgeblichen Einfluss, denn sie ließ den Lehrenden keine andere Wahl als sich mit digitalen Lösungen für den Fernunterricht auseinanderzusetzen und letztendlich auf den Wissens- und Erfahrungsstand zu kommen, auf dem sie sich nun befinden.

Digitale Tools über den Unterricht hinaus

Am DG in Bamberg ist die Digitalität in allen Bereichen des Schullebens angekommen: Nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Verwaltung und für die interne Kommunikation werden moderne Anwendungen genutzt. „Wenn wir zum Beispiel eine Klassenfahrt planen und uns über Details abstimmen, geschieht das schnell und unkompliziert über Teams“, berichtet Zuber. Doch in Bezug auf die Inhalte gibt es Grenzen, die durch die Datenschutzregelungen gesetzt werden: „Alles, was über das Unterrichtsgeschehen hinaus geht, oder mit Schüler*inneninformationen sowie anderen datenschutzrelevanten Themen zu tun hat, ist über die digitalen Kanäle nicht möglich“, so Zuber.

„Microsoft 365 ist alternativlos“

Hierin sieht Zuber die größte Herausforderung für die Zukunft: „Sollten die Datenschutzregelungen auf Landesebene so weit verschärft werden, dass digitale Apps und Plattformen nicht mehr genutzt werden können, stehen wir ohne Alternativen da.“ Für Zuber ist Microsoft 365 „das einzige System, das ein vollumfängliches Lernen und Arbeiten im Bildungsbereich ermöglicht.“

Am DG in Bamberg haben fortschrittlich denkende Lehrkräfte wie Bernhard Zuber erkannt, dass eine zukunftsfähige Lehre nicht ohne die Einbindung moderner Technologien auskommen kann. „Am Ende sind wir eine Bildungseinrichtung, die darauf ausgerichtet sein muss, den Schüler*innen zeitgemäßes Wissen zu vermitteln und sie auf das Leben nach der Schule vorzubereiten“, so Zuber. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt man am DG Bamberg auf ein Zusammenspiel von analogem und digitalem Lernen und Lehren.

 

Artikel erschienen auf: https://cloudblogs.microsoft.com/industry-blog/de-de/education/2022/06/27/best-practice-in-corona-zeiten-zwei-jahre-spaeter-am-dientzenhofer-gymnasium-in-bamberg/

Photo by Annie Spratt on Unsplash

Skilager kurz vor den Osterferien – das bedeutet im Normalfall viel Sport an der frischen Luft, Berge, Sonne und vor allem Schnee…

Da Corona bedingt das diesjährige Skilager der 7. Klassen bekanntermaßen entfiel, fanden wir kurzfristig einen Ersatz, der im Grunde viel Ähnliches bot – bis auf den Schnee. In unserem Ersatz-Skilager fuhren wir in die heimischen Berge der schönen fränkischen Schweiz auf Burg Feuerstein, um dort drei Tage mit viel Bewegung zu verbringen.

Hier ein paar Impressionen…

Mit viel Spielfreude und Siegeswillen traten die DG Basketballmädels am 12.5.22 im Georgendamm zur Oberfränkischen Meisterschaft an.

Klar konnten die Mädels um Mannschaftsführerin Greta Hummel die Spiele gegen das FLG (49:18), gegen Kronach (58:6) und im „Endspiel“ gegen das bis dahin auch noch ungeschlagene CG (46:14) je für sich entscheiden. Hervorragende Abwehr- und Angriffsleistungen waren der Garant für die Siege. Imponierend war zudem, wie die jüngeren Spielerinnen – unsere „freshers“ – mit in die Spiele eingebunden wurden. Alle Mädels konnten so zum Einsatz kommen und Punkte für die Siege mit beisteuern.
Für das DG spielten und punkteten:
Stehend von links: Mareike Schlaug, Mia Bluhm, Emilia Bauer, Anna Fischer (Kampfgericht), Emilia Rieger, Liv Krondorfer und Katharina Nickl;
Sitzend von links: Ida Popp, Neela Lorenz, Hannah Pfund, Coach G.Weckwerth, Amy Grasser und Cap. Greta Hummel

Nachdem sich unsere Mädels und Jungs bereits souverän bei den Stadtmeisterschaften durchgesetzt hatten, konnten unsere WK III Mädchen und WKIV Jungs nun auch den Regionalentscheid am 11.05. im Fuchsparkstadion Bamberg für sich entscheiden J Dabei gewannen die Mädchen mit 5:1 gegen das ETA und unsere Jungs setzten sich mit 8:3 gegen das Gymnasium Ebermannstadt durch.

Damit sicherten sich die beiden Mannschaften die Teilnahme am jeweiligen Bezirksfinale in ihrer Altersklasse. Wir drücken schon einmal die Daumen für die Wettkämpfe am 24.05 in Bamberg (Jungs) sowie am 25.05. in Bayreuth (Mädchen).

Die Siegerteams:

Mädchen WK III:

Marie Vogt (8c), Leilia Kauder (8c), Emma Dormann (7b), Samantha-Violeta (6d), Paula Dorscht (7c), Franka Doerle (8c), Emma Richter (7f), Jule Kilian (6d), Hanna Deuber (8c)

 

Jungen WKIV:

Niko Hager (6b), Elias Kuck (6b), Yannis Nkuatche (5b), Joshua Hack (6c), Leonhard Winkler (6d), David Gorzelik (5b), Andrew Walker (5b), Niklas Muehlich (5b), Phil Kestel (6b), Nevio Grass (5b), Andrej Curcic (6c), Paul Böhm (5b), Jakob Kohmann (5b)

 

Die stolzen Betreuer Daniel Förster und Peter Heyer

„Ein Zeichen setzen für den Frieden auf der Welt“

-ein Street-Art Projekt im Öffentlichen Raum Bambergs

 

Am Donnerstag den 5.5.2022 setzten die Schüler der Klasse 10a und 10c des Dientzenhofer Gymnasiums Bambergs ein Zeichen gegen Gewalt und Krieg im Öffentlichen Raum Bambergs. Die 40 Schülerinnen und Schüler sprühten ihre selbstgestalteten Schablonen mit Kreidespray auf die glatten Oberflächen des Randstreifens am Maximiliansplatz. Ihre Arbeiten befinden sich seitlich, sowohl neben dem inzwischen „alten“ Rathaus (Klasse 10A) als auch auf der Seite des Karstadt-Kaufhaus (Klasse 10C) und sind je nach Witterung und Wetterbedingungen noch ein paar Tage zu sehen.

Durch das Durchdruckverfahren „Stencil“, einer im Street-Art-Bereich gängigen Vervielfältigungstechnik, kann Kunst im Öffentlichen Raum für alle soziale Schichten zugänglich gemacht werden. Durch das Kreidespray findet keine Öffentliche Sachbeschädigung statt und in Zusammenarbeit mit der Stadt Bamberg wurden gezielt glatte Flächen und Untergründe gewählt, bei der die Arbeiten der Schüler gut zur Geltung kommen konnten, aber auch nachhaltig keine Schäden hinterlassen.

Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler beanspruchten 12 Unterrichtsstunden im Fach Kunst und zeigen individuelle bildnerische Arbeiten mit unterschiedlicher Wirkung auf den Betrachter. Manche SchülerInnen schafften es, die Gewalt des Krieges durch direkte Konfrontation damit, in ihrer Bildsprache zu verinnerlichen, andere wiederum versuchten mit Ironie den Betrachter auf die dramatische Situation aufmerksam zu machen. Einer unserer Schüler mit russischem Migrationshintergrund stellte eine Weltkugel dar, welche von überdimensional großen Händen gehalten wird. Er erklärte, dass in seinen Augen wir alle die Welt in unseren Händen tragen und vorsichtig und liebevoll mit ihr umgehen sollten und Gewalt und Krieg alles nur kaputt macht.

Jeder Schüler hat sich Gedanken gemacht, welche Wirkung er beim Betrachter erzielen möchte. Manche wollten Trauer auslösen, manche durch sich selbst erschießende Soldaten den Betrachter schockieren, indem eine Frage in den Öffentlichen Raum gestellt wurde: „Gegen wen kämpfen wir eigentlich?“ Wenn wir uns alle als Menschenfamilie betrachten, in Zeiten von Krieg, richten wir die Gewalt stets gegen uns selbst.

Eine andere Schülerposition zitiert Michail Gorbatschow, „An den Frieden denken, heißt an die Kinder denken“ untermalt von Kindern mitten im Kriegsschauplatz.

Momentan ist die Ausstellung mit einem Durchlaufpublikum von tausenden Menschen gut besucht, aber wir freuen uns über jeden weiteren Besucher und laden Sie ein, die Werke unserer Schüler zu begutachten.

-J. Wolf (Kunstlehrerin)

 

 

 

 

 

 

 

 

von Bertram Wagner

Das DG hat Nationalspieler hervorgebracht, Ex-Abiturienten spielen in der Basketball-Bundesliga und kann mit Johannes Thiemann sogar einen Olympioniken bei den Spielen im Sommer 2021 aufweisen. Und nun ein weiteres Novum, ein absolutes Highlight in der über 50-jährigen DG-Geschichte: Bundesverdienstkreuz für eine Lehrkraft!

Im Rahmen der Aushändigung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die im Bamberger Rathaus stattfand, würdigte Oberbürgermeister Andreas Starke das außergewöhnliche Engagement von Heinrich „Dobro“ Dobrzanski, der in seinem „zweiten Zuhause“, dem Dientzenhofer-Gymnasium, mehr als fünf Jahrzehnte Schulgeschichte geschrieben hat und immer noch verfasst, obwohl er bereits im Sommer 2011 in den gesetzlichen Ruhestand versetzt wurde.


Ein hohes Zeichen der Wertschätzung: Medaille und Urkunde, unterzeichnet vom Bundespräsidenten.
Foto: Bertram Wagner

In gleichem Atemzug betonte Starke, der mit dem Geehrten auch in Freizeitmannschaften gemeinsam am Ball war, dessen „exzellenten Ruf“ als einer der erfolgreichsten Betreuer von Basketball-Schulteams auf Landes- und Bundesebene. In Zahlen ausgedrückt: Vier Bundestitel, fünf weitere „Stockerl“-Plätze und an die 30 Landessiege. Dem „echten Vorbild“ attestierte Starke sportlichen Sachverstand, eine dynamische Motivationskraft und einen absoluten Willen zum Erfolg („Basketball war und ist Ihr Leben!“).

Der heute 77-Jährige, der jahrein jahraus nach wie vor basketballbegeisterte Schüler um 7 Uhr morgens in der DG-Halle trainiert, zeigte sich einerseits hoch erfreut über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, andererseits sollten die vorgetragenen lobenswerten Eigenschaften eigentlich zum Anforderungsprofil jeder Lehrkraft gehören. „Mir sind die Meistertitel nicht so wichtig, so dass ich kein echtes Highlight hervorheben kann. Weitaus wertvoller für mich ist die Anerkennung durch die Schüler und Spieler. Ich habe das Gefühl, dass die Jugendlichen bei mir gut aufgehoben sind. Und es steckt auch ein gewisses Maß an Egoismus dahinter, denn diese Art der Wertschätzung durch den Sport und Unterricht hält mich jung“, gibt sich der Geehrte bescheiden.

Ins Schwärmen gerät er auch, wie er als „Nichtsportler“ – er unterrichtete Chemie/Biologie und bildete als Seminarlehrer Generationen von Referendaren aus – über 40mal am Skikurs teilnahm, viele Schüler und auch Flüchtlinge mit Nachhilfe-Unterricht unterstützte, im Kindergarten allwöchentlich immer noch Ballschule betreibt und von den jetzigen Schülern „schöne Grüße von meinem Opa“ ausgerichtet bekommt, als Indiz dafür, welch große Zeitspanne die Sport- und Schulbegeisterung bei „Dobro“ schon anhält. Es sind die pädagogischen Fähigkeiten, die mit der Sportaffinität das Spezielle des Immer-Noch-DG-lers ausmachen. Wenn Lehrkräfte in Mutterschutz, Erziehungsurlaub sind oder krankheitsbedingt ausfallen, „Dobro“ steht zur Verfügung.

Lockeres Gespräch über viele sportliche und schulische Themen: Heinrich Dobrzanski und OB Andreas Starke.
Foto: Bertram Wagner

Dass bei einem derartigen Anlass auch die persönlichen Sportereignisse zur Sprache kommen, versteht sich von selbst. Bei den Korbjägern spielte er nur im Bezirk (VfL Jahn) und bis 2017 in einer Freizeitmannschaft, „schlitterte“ aber schon frühzeitig nach eines Trainer-Ausfalls in die Betreuer-Funktion; vor gut 30 Jahren übernahm er das Basketball-Kommando am DG. B-Schein als Schiedsrichter, Trainerausbildung, FCB-Jugendleiter und Hallensprecher in der „Blauen“ in der Bundesliga und international sind neben den vielen Landes- und Bundesfinals weitere Marksteine in seiner sportlichen Vita.

Der Tausendsassa ist natürlich auch beim traditionellen Klaus-Haferkorn-Turnier seit ewigen Zeiten dabei: Seit über 45 Jahren ist er Schiedsrichter, als Mitarbeiter unersetzlich und auch bei vielen Einlagenspielen selbst am Ball gewesen. Apropos aktiv: Bis 2017 spielte er jede Woche in seiner Freizeit-Mannschaft „Flower Power“.

In Sportlerkreisen machte sich Heinrich Dobrzanski besonders als Fußballer einen Namen: „Ich war kein guter Techniker, eher ein Zerstörer und beim Kopfball stark.“ Drei Jahre Bayernliga beim FC Bamberg, vom 1:0-Sieg gegen Haßfurt mit dem legendären „Luggi“ Müller spricht er noch heute mit großer Freude.

Die große Ehre, die die Bayerische Staatskanzlei für Dobrzanski initiierte, wurde mit „Dobro“ einer Lehrkraft zuteil, die „außergewöhnliches Format“ (Starke) besitzt und die ungeachtet der vielen Titel auf dem Parkett immer auf dem Boden blieb. Der unermüdlich aktive Pensionist hat in Bamberg dicke Kapitel zugleich der Schul- und Sportgeschichte geschrieben. Er wird auch weiterhin früh morgens die DG-Halle aufschließen und im Klassenzimmer stehen – nicht nur bis zu seinem 78. Geburtstag Ende Mai!

von Bertram Wagner

Große Ehre für eine Bamberger Schul- und Sport-„Institution“: Oberbürgermeister Andreas Starke überreichte die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland samt Urkunde an Heinrich Dobrzanski.

Foto: Bertram Wagner

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt, so auch bei der großen „Haferkorn“-Familie, die sich seit über sechs Jahrzehnten traditionsgemäß am letzten Schultag vor Weihnachten trifft. Das wohl größte Schulturnier Deutschlands muss sich aber auch heuer der Pandemie beugen. Die Entwicklung der Fallzahlen mit den einhergehenden rechtlichen Rahmenbedingungen machen es nicht möglich, das 63. Turnier auf acht Spielfeldern in vier Hallen ordnungsgemäß durchzuführen. So siegten Vernunft und die Frage der möglichen Machbarkeit; diese Großveranstaltung mit über 250 Aktiven, einer Vielzahl von Schiedsrichtern und Kampfgerichts-Beteiligten sowie die Einbindung der Schülerschaft und Basketballfans ist am 23. Dezember schlichtweg nicht zu realisieren.

Schweren Herzens kamen Brigitte Cleary und Thomas Meier als Führungsspitze der veranstaltenden Schulen vom Dientzenhofer- und Clavius-Gymnasium mit den beiden Hauptorganisatoren Reinhold Eckert und Bertram Wagner, die 2012 den „Haferkorn“-Stab von Bambergs Basketball-„Vater“ Bert Peßler bekommen haben, übereinstimmend zu dem Entschluss, dass man Turnier Nr. 63 erst einmal für den Dezember 2021 streichen, aber für das gesamte Schuljahr gesehen nicht vollständig absagen wolle. Anfang des Jahres wolle man noch einmal beraten, ob eine Durchführung trotz vieler Fix-Termine noch möglich sein kann. Dann gäbe es eben 2022 ein doppeltes Klaus-Haferkorn-Gedächtnisturnier, vorausgesetzt man könne dies auch verantworten. Terminiert ist jedoch bereits der nächste offizielle Termin: 23. Dezember 2022.

Ob dann wieder Körbe geworfen werden können und welche rechtlichen Vorgaben herrschen, steht natürlich in den Sternen. Das 63. Turnier hätte dann eine zweijährige Verspätung, die „Haferkörner“ sitzen jedenfalls auf ihren gepackten Sporttaschen. Die Hoffnung auf das nächste Corona freies „Haferkorn“ stirbt zuletzt.

Katja Wagner

Corona bändigt Basketball: Zweite „Haferkorn“-Absage zum obligatorischen Termin am letzten Schultag vor Weihnachten. Den beiden Hauptorganisatoren Reinhold Eckert (links) und Bertram Wagner – hier kurz vor dem 60er-Jubiläum im Jahre 2017 – blieb keine andere Wahl.

Foto: Katja Wagner