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Im Rahmen unseres Geografie-Leistungskurses haben wir das Wasserwerk in Bamberg besucht, wo wir von Frau Claudia Büttner durch die Anlage geführt wurden, um einen Einblick in die Trinkwasserversorgung der Stadt zu bekommen, und erfuhren, wie viel Technik und Organisation nötig sind, damit wir jederzeit sauberes Wasser zur Verfügung haben.

Besonders überraschend war für uns, wie günstig Trinkwasser eigentlich ist. So zahlt man für 10 Liter nur 2 bis 3 Cent. Gleichzeitig verbraucht jede Person im Durchschnitt rund 127 Liter pro Tag. Gerade weil Wasser so billig ist, besteht die Gefahr, dass viele Menschen seinen Wert unterschätzen und deswegen verschwenderisch damit umgehen.

Auch die Geschichte der Wasserversorgung in Bamberg ist interessant. Früher, etwa um 1800, gab es in fast jedem zweiten Haus einen eigenen Brunnen. 1874 wurde dann das erste Wasserwerk gebaut, das mithilfe einer Mühle Wasser in die Stadt pumpte. 1888 kaufte die Stadt das Wasserwerk und seit 1954 kümmern sich die Stadtwerke um die Versorgung Bambergs mit Wasser, Gas und Strom. Heute stammt etwa ein Drittel des Wassers aus dem Lechgebiet, von wo sogenanntes Fernwasser bezogen wird.

Im Wasserwerk wurde uns der Weg der Wasseraufbereitung dann genau erklärt. Das Grundwasser, das dort gefördert wird, ist eigentlich schon sehr sauber, enthält aber Eisen und Mangan. Diese Stoffe sind zwar nicht gesundheitsschädlich, können aber Leitungen angreifen und müssen deshalb entfernt werden. Dafür wird das Wasser erstmal mit Sauerstoff angereichert, wodurch sich die Stoffe absetzen und herausgefiltert werden können. Anschließend durchläuft es große Druckfilter mit Quarzsand, die selbst kleinste Partikel herausfiltern. Bevor das Wasser schließlich in die Haushalte gelangt, wird es mehrfach überprüft und getestet.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Wasserversorgung sind Hochbehälter. Sie speichern Wasser und dienen als Reserve für den Notfall, etwa wenn es zu Störungen oder Verunreinigungen kommt. Außerdem werden sie auch zur Versorgung mit Löschwasser genutzt. Im gesamten Wasserwerk gibt es alle Anlagen doppelt, damit, sollte es zu einem Ausfall kommen, die Wasserversorgung weiterhin gesichert ist.

Rund um die Wassergewinnung spielt auch der Schutz der Natur eine große Rolle. Das Wasserschutzgebiet des Bamberger Wasserwerks ist fast 4000 Hektar groß und in drei Zonen unterteilt, in denen unterschiedliche Schutzmaßnahmen gelten. So soll verhindert werden, dass Schadstoffe ins Grundwasser gelangen. Wir konnten dieses Gebiet aus Zeitgründen leider nur kurz besichtigen, bekamen aber dennoch einen Eindruck davon, wie wichtig dieser Schutz ist.

Neben der Sicherung der Wasserqualität wird auch auf Nachhaltigkeit geachtet. Es wird viel Geld in die Modernisierung der Anlagen investiert und es gibt Projekte, bei denen schnell wachsende Pflanzen, wie die Balsam-Pappel und die Donau Silphie, angebaut werden. Diese verbessern die Böden und können zur Energiegewinnung genutzt werden. Dabei ist es das Ziel, die Wasserversorgung langfristig umweltfreundlich zu gestalten.

Die Exkursion hat uns deutlich gemacht, dass sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit ist. Obwohl die Erde oft als blauer Planet bezeichnet wird, ist nur ein sehr kleiner Teil des Wassers tatsächlich als Trinkwasser verfügbar und muss aufwändig aufbereitet werden. Umso wichtiger ist es, verantwortungsvoll damit umzugehen und die natürlichen Ressourcen zu schützen.

Gabriele Görlich

Am letzten Donnerstag säuberten 50 Schüler und Schülerinnen an einem Müllaktionstag ihr Schulgelände und die Parkanalgen in der näheren Umgebung und trugen erstaunliche Mengen Müll und seltene Fundstücke zusammen.

Um 8.45 Uhr, nach einer Stunde Unterricht an diesem Tag, traf sich die Umweltgruppe, ein Wahlfach am DG, mit den jeweils zwei Umweltsprechern aus allen sechsten, siebten, achten und neunten Klassen, um zusammen Müll zu sammeln. Denn das DG ist Umweltschule und setzt mehrmals im Jahr große und kleine Projekte mit den Schülern und Schülerinnen aus dem Wahlfach um. In den letzten Umweltgruppensitzungen wurde die Aktion gemeinsam und sorgfältig geplant und das zu säubernde Gelände in verschiedene Zonen eingeteilt.

Diese galt es nun mit den Schülern und Schülerinnen und den betreuenden Lehrkräften zu besetzen, was durch extra vorbereitetes Kartenmaterial auf anschauliche Weise erreicht wurde und gut funktionierte. Außerdem wurden die Umweltsprecher und -sprecherinnen mit Müllgreifern, Müllsäcken und Handschuhen ausgestattet, die das Umweltamt Bamberg kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Gut vorbereitet starteten die einzelnen Gruppen in ihre zugewiesenen Areale und sammelten mit Eifer, am Anfang manche noch etwas zögerlich, aber später immer engagierter, alles, was die Menschen so liegen und fallen lassen. Besonders ergiebig waren die Bereiche um Bänke und Sitzgruppen, die zwar überwiegend mit Mülleimern in der Nähe ausgestattet, aber trotzdem sehr vermüllt sind. Hier fanden die Kinder vor allem Kronkorken, die oft mühsam ausgegraben wurden, und Zigarettenkippen, aber auch jede Menge kleine und große Plastikverpackungen, was auch daran liegt, dass die vorhandenen Mülleimer oft nicht ausreichen.

Insgesamt sammelten die Schüler und Schülerinnen in vier Schulstunden 73kg Restmüll im Troppaupark, Heidelsteigpark und auf dem Schulgelände des DG. Dazu kamen seltene Fundstücke wie eine Bierbank, zwei Sonnenschirme, jede Menge Glasflaschen und sogar Elektroschrott, der eigentlich zum Sondermüll gehört. Die Beteiligten staunten nicht schlecht, als die Müllsäcke alle an einem Sammelort zusammengetragen wurden. Und sie waren auch ein wenig stolz, auf diese Weise einen Beitrag zum Umweltschutz geleistet zu haben. Davon überzeugte sich auch der zweite Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, der es sich nicht nehmen ließ, sich von der Aktion persönlich ein Bild zu machen. Außerdem gab es für jedes Kind von der Stadt Bamberg auch eine Spende für eine kleine Brotzeit und ein Getränk, das in der Oase des DGs als Stärkung zwischendurch eingenommen werden konnte.

Die betreuenden Lehrkräfte waren sich einig, dass die Aktion erfolgreich war, und werden ähnliche Aktionen immer wieder in den Schulalltag integrieren. Denn es war auch schön, die Schüler und Schülerinnen unterschiedlichen Alters gemeinsam so engagiert für eine saubere Umwelt zu sehen.

Heike Hölzlein

Geht das oder geht das ein? Diese Frage stellt sich die Bayerische Lan­desanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Bamberg jeden Tag, denn hier wird sowohl mit konventionellen als auch mit ökologischen Metho­den pro­fessionell experimentiert, um festzustellen, welche Pflanzen heu­te und vor allem in der Zukunft bei veränderten Klimabedingun­gen am besten wachsen. Bei einem sehr informativen Rundgang erfuhren die Leistungsfächer Geographie und Chemie, dass beispielsweise Paprika­pflanzen im Freiland unter einem Folientunnel nur etwa einen Meter groß werden. In einem Hightech-Gewächshaus können sie jedoch auf die vierfache Länge hochge­zogen werden und ein Vielfaches an Ertrag her­vorbringen. Hierfür kommen diverse Nährlösungen zum Einsatz und die LWG testet welches Substrat – Steinwolle, Perlite (= aufgeblähtes vulka­nisches Gestein), Kokos- oder Holzfasern – am besten geeignet ist, wo­bei auch der ökologische Fußabdruck dieses „Bodenersatzes“ mit in die Kalkulation eingeht.

Außerdem fokussiert sich die LWG auch auf die Bekämpfung von Schäd­lingen mit Hilfe von Nützlingen. Wir wer­den nie mehr eine Schlupfwespe verachten oder zertreten, denn diese fressen lästige Läuse, sodass Pap­rika besser wachsen kann. Und selbst für die Bestäubung von Melonen sind Schlupfwespen gut zu gebrauchen, wo­hin­gegen Hummeln, die ei­gent­lich dafür vorgesehen waren, dies nicht ordentlich gemacht haben. Mit­arbeiter der LWG haben deshalb zwischenzeitlich sogar von Hand und mit viel Hingabe ihre Melonenpflanzen bestäubt, um festzustellen, ob bei uns Melonen in Gewächshäusern überhaupt gedeihen. Zugege­bener­maßen sind fränkische Melonen nur faustgroß, aber jeder hat ein­mal klein angefangen. Selbst Ingwer wächst bei entsprechender Pflege in den Hallen der LWG.

Solche Ergebnisse sind vor allem für professionelle Gartenbaubetriebe und Händler interessant und für diese forscht die LWG auch im Auftrag des Freistaates Bayern. Sie experimentiert sogar daran, dass manche Gemü­sesorten ein bisschen früher reif werden, nämlich dann, wenn die meisten Leute noch nicht im Sommerurlaub sind und noch auf ihren hei­mischen Wochenmärkten einkaufen gehen. Im Moment klagen nämlich viele Garten­baubetriebe darüber, dass zahlreiche ihrer Produkte in der Urlaubszeit ihrer Kunden reif und verkaufsbereit wer­den und sie deshalb leider oft auf ihren Waren sitzen bleiben.

Wir sahen zudem diverse Versuche zur optimalen Bodenbearbeitung, computergesteuerten (Tröpf­chen)bewässerung sowie eine Biofilteranla­ge zur Beseitigung von chemischen Substanzen aus dem Wasser.

Und wer hätte es gedacht? Auch mit Hanfpflanzen hat die LWG schon An­bauversuche angestellt. Diese hatten aller­dings keinerlei berauschen­de Wirkung – und dies sollte auch nie der Fall sein, was jedoch die Die­be, die genau jene Hanfpflänzchen in einer Nacht- und Nebelaktion von den Feldern der Versuchsanstalt geklaut haben, wahr­scheinlich nicht wuss­ten. Spätestens beim Rauchen werden sie es aber wohl irgend­wann festgestellt ha­ben…

Für die Leistungsfächer Geographie und Chemie

G. Merz

 

„meine Perle, ich mag dich so derbe gerne“

In diese enthusiastische Lobeshymne der „Hamburger Goldkehlchen“ können wir nach unserer einwöchigen Stu­dienfahrt nun mit lauter Stim­me und tiefster Überzeugung einstimmen. „Hamburg, die schönste Stadt der Welt, so stolz und prachtvoll stehst du einfach da“ singt dieser Ham­burger Männerchor, der von sich selbst behauptet: „70 Männer – ein Chor – keiner kann singen.“ Die Aussage, dass diese 70 Jungs nicht sin­gen können, stimmt aber überhaupt nicht. Hier der Beweis:

https://youtu.be/res5p6iDYx8?feature=shared

Eine andere Aussage trifft jedoch eingefleischte Bamberger tief ins Mark: „Hamburg wurde im 15. Jahrhundert zur Bierhauptstadt Europas.“ Dies lässt sich allerdings leicht verkraften, wenn man an der Binnenalster, „Hamburgs guter Stube“, steht und den Blick über die idyllische Wasser­fläche mit der 60 Meter hohen Alsterfontäne schwei­fen lässt, denn dies alles gäbe es so nicht, wenn man nicht das Wasser der Alster aufgestaut hätte, um dann mithilfe der so gewonnenen Wasserkraft die Mühlen zum Mahlen von Korn zu betreiben, das sowohl die Bäcker als auch die Bier­brauer benötigten. Und wer hätte es gedacht, ohne Binnenalster hätten auch die Alster­schwäne kein Zuhause. Diese stehen übrigens unter be­sonderem Schutz. Sie dürfen weder verletzt noch getötet und noch nicht einmal beleidigt werden, denn solange es ihnen gut geht, ist die Freiheit Hamburgs gewährt.

Aber wer denkt bei Hamburg schon an die kleinen, süßen Alsterschwän­chen? Die ersten Gedanken gehen natür­lich in Richtung Hafen und Reeperbahn. Diese beiden Stadtteile haben wir selbstverständlich ge­nauer erkundet und feststellen müssen, dass es hier, wie in so vielen Be­reichen der deutschen Wirtschaft, immer mehr Prob­leme gibt. Für die stets größer werdenden Containerschiffe wird die Fahrt nach Ham­burg durch die Elbe immer schwie­riger und somit teurer. Und auf der Reeper­bahn ist seit Corona und in Zeiten zunehmender digitaler Online-Angebote eine ge­wisse „Geschäftsflaute“ zu verzeichnen. Gerade aus geographischer Sicht war der Pro­zess der Gentrifizierung der Ree­perbahn und von ganz St. Pauli sehr deutlich zu beobachten. Ohne die vielen schaulusti­gen Touristen, die die Gegend um die David­wache, dem wohl berühmtesten Polizeikommissariat Ham­burgs, die Herbertstraße (vor und hinter den Sichtblenden), den Boxkeller „Zur Ritze“, den Hans-Albers- und den Beatles-Platz sowie die Große Freiheit ablaufen, sähe dieser Stadtteil heute schon ganz anders aus.

Unsere Studienfahrt stand unter dem Motto „Kontraste der Großstadt“. So haben wir den Kiez von St. Pauli und den neuen Kiez, St. Georg mit dem Bahnhofsviertel, mit all seinen Licht- und Schattenseiten gesehen. Da gab es einerseits die sozialen Angebote und Hilfsmöglich­keiten für Sexarbeiter und Drogen­süchtige, aber andererseits konnten wir täglich von unserer Unterkunft aus die Probleme auf dem Steindamm beobachten. Für ei­nige war es sicher ein bewe­gendes Erlebnis, vom sauberen, gut gesicherten und ge­schützten Hostel „Generator“ aus das nächtliche Treiben in der Bahn­hofsgegend zu verfolgen. Eine geographische Feldstudie der besonde­ren Art, vor allem wenn man tagsüber die reichen Villenviertel an der Au­ßenalster und die entlang der Elbchaussee, die jeder als teuerste Straße aus dem Spiel Monopoly kennt, entlangspaziert ist oder die schnuckeli­gen Kapitäns-, Lotsen- und Fischerhäuser von Övelgönne hinter dem malerischen Elbstrand bewundert hat.

Aus städtebaulicher Sicht war natürlich auch die Erklimmung des Grünen Bunkers, eines nun aufgestockten und reichlich bepflanzten Flakturms aus dem Zweiten Welt­krieg, ein „Highlight“ im wahrsten Sinne des Wor­tes. Eben­so wie der Rundgang durch die ultramoderne, stylische Hafen­city, in der es neben sehr luxuriösen, hoch­preisigen Apartments auch vie­le moderne, optisch sehr ansprechende Sozialwoh­nungen gibt, um so eine gute gesellschaft­liche Mischung in diesem Stadtteil herzu­stellen. Ein sehr attraktives Schulgebäude mit einem Sport- und Pausen­hof auf dem Dach unter freiem Himmel hätten wir sofort als Vorlage für unser „neues DG“ auser­koren.

Natürlich waren auch die Sicht von der Plaza der Elbphilharmonie auf die Mu­sical-Theater und die Hafenanlagen, der Spa­ziergang durch den alten, 426 Meter langen Elbtunnel sowie die abendlichen, musikuntermalten Wasserlichtspiele in der Parkanlage „Planten un Blomen“ eindrucksvolle Erlebnisse.

Als Besucher aus der Welterbestadt Bamberg konnten wir auch den Ver­gleich zwi­schen dem Bamberger und dem Hamburger UNESCO-Welterbe anstellen, denn nicht nur die Speicherstadt, sondern auch das ehemalige Kontorhausviertel mit all seinen schmucken Backsteinfassaden und Treppenhäusern und dem repräsentativen Chile­haus wurden 2015 in die Welterbe-Liste aufgenommen – jedoch erst 12 Jahre später als unse­re Bamberger Welterbe-Stadtteile.

Für alle, die im Herzen Kinder blieben, eröffnete sich im Miniaturwunder­land eine zauberhafte Welt im Kleinen mit unzähligen Zügen und Land­schaften rund um den Globus. Shopping-Freunde kamen selbstverständ­lich in einer Stadt wie Hamburg auch auf ihre Kosten, angefangen bei der Europa-Passage, dem Hanseviertel, den Stadthö­fen, dem Alster- und Levante-Haus, über die Luxusmeile „Neuer Wall“, wo wir uns leider nichts leisten und auch nicht mit einem Rolls Royce vorfahren konnten, bis hin zu Westfield Hamburg-Überseequartier, dem neuesten und nun größten Einkaufs­tempel Nordeuropas.

Bei einem gemeinsamen, vorzüglichen Abendessen im nun neuen, ei­nerseits hippen, teils gentrifizierten und andererseits bunten Multikulti-Kiez St. Georg ließen wir die vielen Eindrücke und Erlebnisse noch ein­mal Revue passieren.

Mit den „Hamburger Goldkehlchen“ können wir nun aus tiefster Überzeu­gung singen:

„Und wenn ich an der Elbe steh
Mit’m Lachsbrot in die Ferne seh’
Dann weiß ich wohl ich will hier nich’ mehr weg

Mit den Goldkehlchen im Rücken
Unserer Elphi, all den Brücken
Welche Stadt hat so ne Auswahl im Gepäck

Moin moin Hamburg, meine Perle
Ich mag dich so derbe gerne
Deine Menschen, dein Geklön, so wunderschön
Moin moin Hamburg deine Straßen
Ordentlich Wasser, was ein Hafen
Und in hundert Jahren werd’ ich nicht von dir gehen
In zehntausend Jahren werd’ ich nicht von dir gehen“

Naja, am Freitagmorgen mussten wir dann leider doch wieder gen Sü­den aufbre­chen… Aber ein großes Lob geht bei dieser Studienfahrt an unsere tollen Schülerin­nen und Schüler, die die zum Teil für manche un­gewohnt langen Stadtspaziergänge zu den circa 1.000 wunderbaren Stellen dieser traumhaft schönen Stadt, also das in die Stu­dienfahrt indi­rekt integrierte Sportprogramm, gut bewältigt haben, pünktlich waren und uns begleitenden Lehrkräf­ten keinerlei Probleme verursacht haben. Mit euch würden wir wieder wegfahren, ihr hoffentlich auch mit uns. 🙂 Dan­ke.

Für die Leistungsfächer Geographie und Chemie

G. Merz

Streetart in Hamburg

Kreative Aufforderungen, seinen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen:

Ein Dank geht auch an Toni Wittmann für die Fotos von St. Pauli und einige Fotos der Hafencity.

Dieser und anderen Fragen rund um die Themen Sternwarte und Universum ging am letzten Donnerstag die 5a auf einer Exkursion im Fach Geographie nach. Auf Anfrage war es möglich, eine der begehrten Führungen zu bekommen. Frau Häfner gab den wissbegierigen Fünftklässlern dabei Einblicke in die spannende Welt der Planeten, Sterne und schwarzen Löcher und konnte auf diese Weise das bereits erarbeitete Wissen aus dem Unterricht vertiefen und vor allem auch durch Exponate veranschaulichen. Die Schüler und Schülerinnen stellten sehr viele Fragen und Frau Häfner konnte die komplizierten Sachverhalte immer nachvollziehbar erklären. Der Höhepunkt war für die Schüler und Schülerinnen wohl der Weg in die Kuppel der Sternwarte. Dort durften sie mit eigener Kraft die Kuppel für das Teleskop öffnen und anschließend miterleben, wie sich die Kuppelöffnung in fast vier Minuten einmal ganz herumgedreht hat. Leider fand die Exkursion am Vormittag statt, sodass der Blick in die Sterne nicht möglich war. Trotzdem war der Ausflug insgesamt eine runde Sache.

 

 

Die Frage, wie man sich am besten ernähren sollte, um den eigenen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, gleichzeitig aber die Umwelt nicht übermäßig zu belasten, ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Aus diesem Grund wird es auch von verschiedenen Fachlehrplänen der Jahrgangsstufe 5 aufgegriffen. Die Klasse 5e und die Sportgruppe weiblich 5deh haben sich daher im Sport-, Biologie- sowie Geographieunterricht intensiv mit dem Thema „Gesunde und Nachhaltige Ernährung“ auseinandergesetzt und eigenständig Plakate sowie Quizfragen für eine Ausstellung erstellt. Zudem fertigten die Klassen 5e, 5g und 5h ein Gemeinschaftsprojekt im Fach Kunst zum Thema Obst und Gemüse an. Ergänzt wurden die Schülerarbeiten durch Exponate der AOK, die den Zucker- bzw. Fettgehalt verschiedener Lebensmittel veranschaulichten.

Die fertige Ausstellung wurde von allen neun 5. Klassen besucht. Anschließend planten die Klassen unter Anleitung der Umweltsprecher, wer was zum gemeinsamen Frühstück beisteuern möchte und wendeten das Gelernte direkt in der Praxis an.
Als Abschluss des Projekts fand am 20. Juli in den ersten beiden Schulstunden jeweils im Klassenverband das Gesunde und Nachhaltige Frühstück statt. Die Tische waren reichlich gefüllt und das Angebot reichte von selbstgebackenem Körnerbrot über saisonales Obst- und Gemüse bis hin zu selbstgemachter Marmelade oder Honig vom Imker aus dem eigenen Dorf. Die Schülerinnen und Schüler griffen begeistert zu und manch einer traute sich auch einmal an neue, unbekannte Produkte heran, wie beispielsweise selbstgemachten Humus.

 

Lana Löser, Elisabeth Schneider & Ann-Marie Frank
im Auftrag der AG Gesunde und nachhaltige Ernährung

 

 

Auch in diesem Jahr hat unsere Schule wieder an dem alljährlichen Diercke-Wettbewerb des Westermann-Verlags teilgenommen, bei dem alle Schülerinnen und Schüler der fünften, siebten und zehnten Klassen mithilfe des Atlas geographische Fragen bearbeiten sollten. Besonders erfolgreich waren hierbei David Kilian, 5f, Valeria Pilguck, 7e, und Finn Heidenreich, 10b, die als Sieger ihrer jeweiligen Jahrgangsstufe hervorgingen. Ein beson­derer Glückwunsch geht zudem an Finn Heidenreich, der auch noch Schulsieger wurde.

Wer selbst einmal sein Wissen testen möchte, hier sind einige Fragen aus dem Wettbewerb:

  1. Ordne folgende Meere nach ihrer Größe: Karibisches Meer – Mittelmeer – Ostsee – Rotes Meer. Beginne mit dem kleinsten.
  2. Wie häufig passt Hamburg flächenmäßig in Bayern?
  3. Wie hoch ist der Selbstversorgungsgrad Deutschlands (in Prozent) in Bezug auf Lebensmittel?
  4. Nenne die größte Insel im Pazifik.
  5. Welcher der vier Flüsse fließt durch Russland, Belarus und die Ukraine: Dnepr, Donau, Kama, Wolga?

 

Antworten:

  1. Ostsee – Rotes Meer – Mittelmeer – Karibisches Meer
  2. 93x
  3. 88%
  4. Neuguinea
  5. Dnepr

 

G. Merz

„Im Frühjahr erfolgt die Aussaat und im Herbst die Ernte.“

So ist es auch in unserem P-Seminar. Im Februar haben wir, das P-Seminar „Erstellung von Informationsfilmen zur Gärtnerstadt Bamberg“, damit begonnen, die Gärtnerstadt Bamberg zu erkunden, um anschließend mit selbst erstellten Videos einige Bamberger Gärtnereien vorzustellen.

Die von vielen Touristen besuchte Gärtnerstadt ist nämlich ein wesentlicher Grund dafür, dass Bamberg 1993 den UNESCO-Welterbetitel erhielt. In diesem Zusammenhang führten uns Exkursionen – quer durch’s Gemüse­beet – zu folgenden Zielen:

  • Welterbezentrum Bamberg
  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau – Ver­suchsbetrieb Bamberg
  • Solawi = Solidarische Landwirtschaft
  • Rundweg durch Bambergs Gärtnerstadt
  • „Tag der Offenen Gärtnereien“
  • Gärtner- und Häckermuseum Bamberg
  • Gärtnerei Karl Dechant
  • Gärtnerei Gertrud Leumer: Mussärol – Bamberger Kräutergärtnerei
  • Brauerei Mahr’s Bräu

 

Die jungen „Süßholzraspler und Zwiebeltreter“ stellen nun hier einige ihrer P-Seminar-Früchte bzw. Produkte vor.

 

Leni Hebst: Hofstadt-Gärtnerei Carmen Dechant

 

Simon Lamprecht: Gemüs‘bauer Hofmann

 

 

Leonard Moser: Biolandgärtnerei Sebastian Niedermaier

P-Seminar Merz

 

 

Ein Welterbetitel ist mehr als nur ein prestigeträchtiges Tourismussiegel. Er ist auch ein weicher Standortfaktor für die Wirtschaft. Selbst Brose bewirbt seinen Sitz in Bamberg mit dem Welterbetitel unserer Stadt. So lag es nahe, dass das P-Seminar „Bamberg – Gärtnerstadt – Welterbestadt: Erstellung von Informationsfilmen zur Gärt­nerstadt Bamberg“ auch einmal einen Blick hinter die Kulissen des Bamberger Welterbezentrums wirft, um fest­zustellen, welche verschiedenen Berufe und Tätigkeitsfelder es dort gibt, denn die Ausstellung im Besucherzent­rum hatten wir uns bereits angesehen.

Eigentlich sollten wir eine „Privataudienz“ bei Frau Patricia Alberth, der Leiterin des Zentrums Welterbe Bamberg, haben, was sicherlich sehr interessant gewesen wäre, da sie als eine von rund 100 Persönlichkeiten aus Wirt­schaft, Wissenschaft, Sport und Kultur im Rahmen der Initiative „Botschafter für Bamberg“ für unseren Wirt­schaftsraum wirbt. Oberbürgermeister Andreas Starke sagte bei ihrer Ernennung: „Bangkok. Paris. Bamberg. Die beruflichen Stationen von Frau Alberth sprechen für sich. Sie vertritt unser Welterbe auf nationaler und internatio­naler Ebene mit großem Erfolg.“

Da aber Frau Alberth kurzfristig verhindert war, empfing uns eine im Welterbezentrum arbeitende Volontärin, von der wir aber aufschlussreiche Informationen über ein Studium und den Berufseinstieg im Feld Denkmalpflege, Tourismus, Welterbe erhielten. So erfuhren wir, dass man in unserer Stadt, ebenso wie in Berlin und Stuttgart, Denkmalpflege studieren kann, wobei unsere Führerin die Meinung vertrat, dass man dieses Fach am besten in Bamberg studieren sollte, weil es hier vor Ort sehr viele praxisbezogene Übungs- und Forschungsobjekte gibt. Außerdem werden im „Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologie“, das sich Am Zwinger 4 befindet, folgende Fachbereiche angeboten:

  • Bauforschung, Baugeschichte, Bauerhalt
  • Fachbereich Restaurierungswissenschaften
  • Digitale Denkmaltechnologien

Nach dem Studium könnte man eventuell sogar ganz in der Nähe der Universität einen Arbeitsplatz finden, zum Beispiel in der Außenstelle des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in Schloss Seehof in Memmelsdorf oder eben im Welterbezentrum. Dabei geht es hier um alles andere als verstaubte Kulturgüter, wie vielleicht manch einer denken mag. Das neue Schlagwort heißt „Smart City“, ein Projekt, bei dem mit Finanzmitteln aus einem Bundesförderprogramm ein Monitoring durchgeführt wird und mit digitaler Denkmaltechnologie ein „digita­ler Welterbezwilling“, also eine 3D-Kopie unserer Stadt, erschaffen wird. Dieser „digitale Welterbezwilling“ soll Leuten mit Behinderung den Besuch von Welterbestätten ermöglichen und zudem wird so der „Erhalt“ von Welt­erbestätten in digitaler Form für die Nachwelt gewährleistet, falls diese durch Naturkatastrophen oder, wie zum Beispiel zur Zeit in der Ukraine, durch Kriege zerstört werden. Solch eine digitale Stadt soll in Bamberg in Zukunft auch dabei helfen, Besucherströme besser zu lenken, damit sich nicht zu viele Touristen gleichzeitig an bestimm­ten Sehenswürdigkeiten konzentrieren.

Neben dem Projekt „Smart City“ ist der Bereich „Urban Gardening“, zum Teil in Zusammenarbeit mit der Transiti­on-Bewegung, momentan ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld des Welterbezentrums Bamberg. Dieses muss zudem jedes Jahr einen Bericht für die Unesco verfassen und über neue Entwicklungen in der Stadt, zum Bei­spiel über den Ausbau der ICE-Strecke am Rand der geschützten Gärtnerstadt, berichten, damit wir unseren Welterbetitel nicht verlieren. Diesbezüglich besteht jedoch keine Gefahr für Bamberg und selbst eine Errichtung von Schallschutzwänden entlang der Bahnstrecke wäre erlaubt.

Anders verhielt es sich 2009 in Dresden, wo nach dem Bau der Waldschlösschenbrücke der Welterbetitel für das Dresdner Elbtal wieder entzogen wurde. Auch Liverpool verlor 2021 seinen einst für das historische Zentrum und das Hafengebiet verliehenen Welterbetitel, nachdem die Stadt nicht auf substanzielle moderne bauliche Eingriffe im historischen Hafengebiet, wie den Bau eines Fußballstadions, verzichten wollte. Ein Welterbetitel wurde bisher insgesamt nur dreimal wieder aberkannt. Der Präzedenzfall ereignete sich im Jahr 2007 im Oman, wo einem Wüstenschutzgebiet für seltene Oryx-Antilopen der Welterbe-Status für dieses Areal entzogen wurde, weil der Oman dort Erdöl fördern wollte und dies später auch tat.

Ehe solch eine drastische Maßnahme ergriffen wird, kommt ein Welterbeobjekt jedoch erst auf die Rote Liste der Unesco, was zum Beispiel derzeit bei der Stadt Wien wegen eines umstrittenen Hochhausprojekts in der Innen­stadt der Fall ist. Es gibt jedoch stets neue Anwärter für den Welterbetitel. So möchte München im Moment für den Olympiapark einen Platz auf der Welterbeliste ergattern. Dieser Prozess wird sich aber über mindestens fünf Jahre hinziehen, da zunächst eine etwa 1.000-seitige wissenschaftliche Abhandlung geschrieben werden muss. Bamberg erhielt 1993 seinen Welterbetitel, bereits zwei Jahre nach der Bewerbung. Man nominierte Bamberg vor allem wegen seiner mittelalterlichen Stadt mit barocker Überprägung, wegen der die Unesco Bamberg eine Vor­bildfunktion für andere Städte zuschrieb. Unsere Stadt wurde somit Teil der „Welterbefamilie“, die inzwischen 1.154 Stätten zählt, von denen 51 in Deutschland sind. Leider ist dies nur ein ideeller Wert, denn die Unesco ist „chronisch pleite“ und beteiligt sich nicht an der Finanzierung zum Erhalt ihrer Welterbestätten. Nachdem die USA unter Trump die Unesco verlassen haben, fehlt zudem ein weiterer Geldgeber.

Welterbe umfasst aber auch das sogenannte „Immaterielles Kulturerbe der Menschheit“, und auch hier wird wie­der deutlich, dass dies alles andere als verstaubte Objekte sind, denn, wer hätte es gedacht, hierzu zählen die Pizza aus Neapel, der urbane Gartenbau und seit 2021 auch der moderne Tanz in Deutschland sowie die Flöße­rei.

Welterbe hat, zumindest für Außenstehende, sogar einige humorvolle Aspekte. So rufen beispielsweise manch­mal Privatpersonen im Welterbezentrum an, um ihre Nachbarn zu verpetzen, indem sie berichten, dass manch ein Gärten sein Grundstück gar nicht mehr landwirtschaftlich nutzt, und die Anrufer drohen sogar damit, dass sie sich an die Unesco wenden, damit Bamberg seinen Welterbetitel verliert. Ab und zu muss das Welterbezentrum jedoch auch Unstimmigkeiten unter den Bamberger Gärtnern beseitigen. Die Gärtner sind für den Erhalt des Welterbetitels wichtig, allerdings haben sie durch die Unesco-Auflagen, oftmals – gerade im Vergleich zu Nicht-Unesco-Gärtnern – viel schwierigere Arbeitsbedingungen und somit gravierende Wettbewerbsnachteile. Hier ist Frau Patricia Alberth wieder eine wichtige Schnittstelle zwischen der Unesco und der Bamberger Stadtverwal­tung.

Am Ende erfahren wir, dass man sich auch ehrenamtlich für Bambergs Denkmäler einsetzten kann, wie bei­spielsweise in der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg e.V., einer gemeinnützigen Vereinigung zum Schutz Bam­berger Kulturdenkmale. Beim Hinausgehen, vorbei an der Sonderausstellung zum Unesco-Welterbe in der Ukrai­ne, lohnt sich noch ein Blick auf die Außenfassade des Besucherzentrums, denn selbiges besteht in dem Gebäu­deteil, der sich vor dem modernen Neubau befindet, noch aus Überresten der alten Sterzermühle. Die alte Bam­berger Mühlentradition wird heute sogar noch fortgesetzt, denn unter dem Welterbezentrum befindet sich eine moderne Turbine, mit der aus Wasserkraft Energie gewonnen wird.

P-Seminar Merz