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Zutaten:

  1. Schülerinnen und Schüler der Klasse 5e
  2. Rosenkohl
  3. ein Graskarpfen
  4. eine Hightech-Salat-Verpackungsmaschine
  5. ein Muskatkürbis
  6. der Heilige Sebastian
  7. Eichblattsalat
  8. Bamberger Zwiebeln

Um die perfekte Mischung aus diesen rätselhaften Zutaten zu bekommen, waren wir im Rahmen des Geographieunterrichts in der Gärtnerei Eichfelder. Dort haben wir erfahren, wie in direkter Nachbarschaft unserer Schule der berühmte Bamberger Spitzwirsing, die Bam­berger Hörnla, Bamberger Zwiebeln und viele verschiedene Salate angebaut werden und wie wichtig die Bamberger Gärtner für den Weltkulturerbetitel unserer Stadt sind. Aber sehen Sie selbst die 5e-Häschen im Salat.

Klasse 5e & G. Merz

Im Rahmen des Geographieunterrichts hat die Klasse 5a im Herbst die Staudengärtnerei Strobler besucht, denn bei einem Bamberg-Quiz haben die SchülerInnen erfahren, dass die Bamberger Gärtnereien entscheidend dafür waren, dass unsere Stadt den Weltkulturerbetitel erhalten hat. Somit bot es sich an, eine kleine Exkursion in die Nachbarschaft des Dientzenhofer-Gymnasiums, in die Gundelsheimer Straße, zu unternehmen, um sich bei Stroblers über Stauden zu informieren und über selbige zu staunen, was auch Sie in folgendem Filmbeitrag tun können.

Klasse 5a & G. Merz

 

 

In der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ begab sich die Klasse 6c auf eine Zeitreise zurück in die Gärtnerstadt Bamberg vor 120 Jahren.

Dabei gab es im Gärtner- und Häckermuseum ganz Erstaunliches zu entdecken, zum Beispiel:

  • Die ersten Häcker, die allerdings von digitalen Medien noch keine Ahnung hatten, sondern ganz analog ihre Weinberge hackten
  • Die typischen Gärtnerhäuser, die ein sehr großes Eingangstor haben, sodass man mit einem Pferdefuhrwerk durch das Haus direkt in den dahinter liegenden Garten fahren konnte

  • Eine gute Stube, die aber nur an hohen Festtagen genutzt wurde und in der es noch keinen Fernseher gab

  • Kinderspielzeug, das nicht per Klick flimmernde und animierte Fun-Games auf einen Touchscreen zauberte, sondern aus Holz war und auf das spätere Berufsleben, z.B. auf das Bespannen eines Ochsenkarren, vorbereitete

  • Schneebesen für die Küche, die aus der Spitze eines ausgedienten Weihnachtsbaumes hergestellt wurden, während der Rest desselben im Ofen verschürt wurde – perfektes Recycling

  • Einen Hackblock zur Zubereitung von Hackfleisch, denn dieses wurde noch manuell hergestellt und nicht durch einen elektrischen Fleischwolf gedreht – daher auch der Name „Hackfleisch“ und nicht „Wolffleisch“

  • Wände, die mit Hilfe von drei verschiedenen Farben und zwei unterschiedlichen Motiv-Schablonen von Hand verziert wurden – statt maschinell gedruckter Papiertapeten

  • Eine Hausapotheke, die mit selbst angebauten und getrockneten Kräutern bestückt wurde und äußerst wichtig war, da man sich einen Arztbesuch meist nicht leisten konnte

  • Spezielle Gitterregale zur Einlagerung von Zwiebeln direkt über einem Kinderbettchen und dem Ofenrohr, denn auf dem eisigen Dachboden wären die Zwiebeln im Winter eingefroren und kaputt gegangen

  • Hocker, die auf einem hohen Erfindergeist basierten, denn sie konnten mit einer einfachen Klappbewegung zur Trittleiter umfunktioniert werden

  • Das Vorgängermodell des heutigen Elektroherdes

  • Eine nicht ganz so moderne Toilette

Die sogenannte „gute alte Zeit“ war, wie uns Dr. Hubertus Habel, der Leiter des Gärtner- und Häckermuseums, auf eindrucksvolle und äußerst anschauliche Weise schilderte, doch viel beschwerlicher als man heutzutage oft denkt.

Vor allem interessierte uns natürlich der Garten, denn in Geographie hatten wir uns ja im letzten Schuljahr mit dem Bamberger Gärtnerviertel beschäftigt. Hier ging es auf eine Gemüse-Forschungsreise.

Zunächst mussten alle Schülerinnen und Schüler ein hölzernes Gemüsemodell aus einem Körbchen auswählen und dann die dazugehörige, echte Pflanze im Garten finden.

Eine sprachliche Herausforderung stellten hierbei in manchen Fällen die Begriffe im fränkischen Dialekt dar, die sich zum Teil als komplizierte Zungenbrecher erwiesen oder zu wahren Lachsalven führten.

Aber was hat die Bezeichnung Schdadsinäri eigentlich mit dem Begriff Schwarzwurzel zu tun? Dr. Hubertus Habel hat die Lösung. Mailänder Bauern verkauften dieses Gemüse namens „Scorzonera“, übersetzt „schwarze Rinne“, an die Bamberger. Das italienische Wort war jedoch etwas zu kompliziert für die Bamberger und daher wurde es im Laufe der Zeit eben fränkisch ausgesprochen: Schdadsinäri. Schwarzwurzel heißt die Pflanze auf Hochdeutsch, weil sie eine schwarze Wurzel ist, die zudem beim Schälen schwarze Finger verursacht.

Apropos Farben: Weshalb ist die gelbe Rübe, die vor 500 Jahren tatsächlich noch gelb war, heute eigentlich orange? Nun, Bamberger Gärtner züchteten früher – ebenso wie heute – auch Samen und verkauften davon sogar ca. 55 Tonnen pro Jahr bis nach Großbritannien und in die Niederlande, denn dort war es für die Samenzucht zu kalt. Erst seitdem es in den Niederlanden Gewächshäuser gab, konnte man auch dort Samen produzieren. Als dann in den Niederlanden ein nationales Gemüse entwickelt werden sollte, wurde dort so lange herumgetüftelt bis die einst gelbe Rübe die Nationalfarbe der Niederlande, orange, hatte.

Tja, und Radieschen waren ebenfalls nicht immer rot und rund, sondern weiß und sie hatten die Form eines Miniatur-Rettichs. Erst nach und nach gingen unsere heutigen Radieschen aus dem Vorgängergemüse, den sogenannten Eiszapfen, hervor.

Und ein letztes Farbenspiel: Wirsing ist vor allem bei uns im Raum Bamberg grün, andernorts ist er häufig eher gelblich. Die Bamberger verkauften nämlich früher die gelben Wirsingköpfe in andere Gegenden, weil sie meist größer und begehrter waren, während man den kleineren, grünen Wirsing hier verzehrte. Heute jedoch gilt gerade der grüne Wirsing als typisch fränkische Delikatesse.

Nach den vielen packenden Eindrücken im Gärtner- und Häckermuseum ging es weiter zum nahegelegenen „Unverpackt-Laden“.

Hier interviewten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c eine der beiden Geschäftsführerinnen über das Konzept des Ladens und sie erfuhren, wie man beim Einkauf unnötigen Verpackungsmüll einsparen kann.

Über das Thema „sparsamer Umgang mit Ressourcen“ hatte sich die Klasse in der Woche zuvor schon Gedanken gemacht, denn sie sollte an einem Werktag und am Wochenende aufschreiben, wo sie sich umweltfreundlicher verhalten hätte können. Abschließend ist zu hoffen, dass auch unsere Exkursion nachhaltig ist.

G. Merz

Cambridge

Isaac Newton, Charles Darwin, Stephen Hawking und WIR

besuchten die berühmten Colleges in Cambridge

Man stelle sich eine Kombination aus einem verträumten Fürstenhof in einer Märchenverfilmung, dem Speisesaal von Hogwarts, dem Rasen von Wimbledon und einem Botanischen Garten vor und man erhält eine ungefähre Vorstellung eines College in Cambridge. Von diesen kleinen und größeren ″Courts″ bzw. idyllischen Innenhöfen mit einzigartiger Blumenpracht und zum Teil paradiesischer Ruhe gibt es insgesamt 31 in Cambridge, sodass man im Stadtkern praktisch von einem architektonischen Kleinod zum nächsten wandeln kann und wenn nicht die vielen Touristen – pro Jahr drei Millionen – dasselbe täten, käme man sich vor, als wäre man in eine andere Zeit versetzt.

P-Seminar “Bedford 2018” im Pembroke College

Gonville & Caius College

Corpus Christi College

Emmanuel College

Cambridge liegt am Fluss Cam, etwa 80 km nordöstlich von London, und hat ca. 125.000 Einwohner, von denen ungefähr 24.500 Studenten sind. Die Stadt gilt als ″bike capital of Great Britain″, weshalb viele Straßen der Innenstadt autofrei sind.

Bike shop

Frau Merz führte uns auf den Spuren berühmter Studenten von Cambridge. Zu ihnen zählten Charles Darwin (Verfasser der Evolutionstheorie), Sir Isaac Newton (Entdecker des Gravitationsgesetzes), Stephen Hawking (Mathematiker und Physiker), Alan Turing (Urvater des Computers), Erasmus von Rotterdam (Philosoph), John Harvard (Gründer der Harvard University in den USA), Stephen Fry (Schriftsteller), Douglas Adams (Autor der satirischen Science Fiction Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“), John Cleese und zwei weitere der Monty Pythons, zahlreiche englische Prime Ministers und Archbishops sowie HRH Prince Charles.

Von der Tatsache, dass ein Studium in Cambridge nicht immer so eine ernste Angelegenheit ist wie man allgemein vermutet, zeugen die vielen ″student pranks″ bzw. Studentenstreiche. So tauschten Studenten einst am Tor des Trinity College bei einer Statue von Henry VIII das Zepter durch ein hölzernes Stuhlbein aus, das Henry VIII auch heute noch in seiner rechten Hand hält.

Trinity College mit Henry VIII

Ein anderes Mal haben Ingenieurstudenten ein Auto auf das Dach des Senate House gehoben, das nur unter hohem technischen Aufwand wieder entfernt werden konnte, während andere Studenten waghalsig bzw. todesmutig vom Dach des Gonville & Caius Collegegebäudes zum etwa 2,40 Meter entfernten Senate House sprangen, um durch diesen ″Senate House Leap″ ihren Mut unter Beweis zu stellen.

Stelle des ″Senate House Leap″

Aus diesem Grund findet man heute an zahlreichen Colleges Gitter mit spitzen Metallstiften, um die nächtlichen Gebäudekletterer, die sogenannten ″night climbers″, von solchen Aktionen abzuhalten.

Sensationelle wissenschaftliche Erkenntnisse wurden in Cambridge auch nicht immer, wie man vielleicht vermuten mag, beim fleißigen Studieren hinter altehrwürdigen Collegemauern gewonnen. Francis Crick und James Watson entdeckten beispielsweise im Jahr 1953 die Struktur der DNA beim Genuss eines Biers im Pub mit dem Namen ″The Eagle″. Seitdem gibt es dort ein spezielles Bier, das den Namen “The Eagle’s DNA” trägt. Dies ist allerdings nicht die einzige kuriose Geschichte, die mit diesem Pub verbunden wird, denn im Pachtvertrag dieses Pubs ist seit Jahrhunderten ein Passus, der das Schließen eines bestimmten Fensters untersagt. Angesichts des wechselhaften englischen Wetters fragt man sich natürlich, weshalb dies so ist. Die Antwort ist jedoch ganz einfach – für Briten. Hier kam vor langer, langer Zeit ein kleines Mädchen bei einem Brand ums Leben und durch das offene Dachfenster wird gewährleistet, dass der Geist dieses Mädchens weiteratmen kann.

An die Vergänglichkeit des eigenen Lebens werden Touristen durch die sogenannte Corpus Clock erinnert, die 2008 von Stephen Hawking eingeweiht wurde. Über diesen ″sinister grasshopper″, den ″Chronophage″ oder ″time eater″ heißt es: ″Its jaws bite away the minutes, it blinks at random. Every 15 minutes it raises its sting, before stinging each hour to death, to the sound of a chain rattling into a coffin. He’ll eat up every minute of your life, and as soon as one has gone he’s salivating for the next.″ (John C. Taylor)

″The Chronophage: The sinister grasshopper or the time eater″

Von der Vergänglichkeit geht es zurück ins volle Leben. So wie man in Venedig mit einer Gondel durch die Kanäle schippert, so ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung in Cambridge das ″Punting″.

Punting

Dabei kann man sogar unter der berühmten ″Mathematical Bridge″ hindurchfahren. Diese Holzbrücke wurde der Legende nach von Sir Isaac Newton entworfen und gebaut, und zwar so, dass sie nur durch ihre eigene Spannung und ihr eigenes Gewicht hielt. Angeblich haben Studenten einst versucht, diese Brücke auseinanderzunehmen und anschließend wieder zusammenzusetzen, wobei sie jedoch versagten. Seitdem wird die Brücke von Schrauben und Muttern zusammengehalten. Dies ist allerdings nur ein charmantes Geschichtchen für Touristen, denn die Brücke wurde erst 22 Jahre nach Newtons Tod erbaut.

Mathematical Bridge

Mit Venedig verbindet Cambridge auch die nach der Seufzerbrücke benannte ″Bridge of Sighs″. In Cambridge wurden allerdings in die Fenster der Brücke nach einigen Jahren Gitter eingefügt. Warum? Durch diese Gitter verhinderte man, dass die Studenten des St John’s College, nachdem am Abend alle Tore ihres College verriegelt waren, heimlich vom Fluss aus mit einem Punting-Kahn unter die Brücke fuhren und durch die Fensterschlitze in der Brücke zu später Stunde nach einem Pub-Besuch unbemerkt wieder in ihr College zurückkehren konnten und auf diese Weise durch ein allzu ausschweifendes Leben ihr Studium vernachlässigten.

Bridge of Sighs

Eine weitere architektonische Besonderheit des St John’s College ist ein in die Fassade integrierter Turm, der den Spitznamen ″the wedding cake″ trägt und an dessen Spitze sich ein leeres Zifferblatt befindet. Der Legende nach wetteiferten das St John’s College und das Trinity College darum, wer am schnellsten einen Turm bauen könne, wobei das St John’s College verlor und deshalb den Turm erst gar nicht mehr fertiggestellt bzw. keine Uhr mehr angebracht hat. (Die wahrscheinlichere Erklärung ist jedoch, dass dem College das Geld für weitere bauliche Maßnahmen ausging.) Jahre später malte dann ein Student aus Jux eine Uhr in das leere Zifferblatt und lustiger Weise wurde dieser Streich erst entdeckt, als ein Uhrmacher diese „Uhr“ stellen wollte.

St John’s College

Unsere Tour durch Cambridge endete am Wahrzeichen der Stadt, der King’s College Chapel, deren Fächergewölbe das größte der Welt ist und von der aus jedes Jahr der Weihnachtsgottesdienst in alle Welt übertragen wird. Wir schossen natürlich auch die für einen Cambridgebesuch typischen Fotos: King’s College Chapel mit oder ohne die davor grasenden Kühe, von denen es heißt sie seien ″usually friendly″ – angeblich haben sie aber auch schon Leute umgebracht.

King’s College Chapel

Die Ursprünge der Cambridge University liegen im Jahr 1209, als eine Gruppe von Studenten von den Aufständen in Oxford, bei denen mehrere ihrer Mitstudenten starben, nach Cambridge flohen. Als es offensichtlich wurde, dass diese Studenten ihre eigenen Gebäude brauchten, kam es zur Gründung der Cambridge University. Viele Colleges wurden von reichen Leuten bzw. Wohltätern oder von der Kirche gegründet, wobei die Pest „positiv“ für die Entwicklung der Colleges war, da zahlreiche Gelehrte und Geistliche gestorben waren und neue ausgebildet werden mussten, um die durch die Pest Verstorbenen zu „ersetzen“. Von Anfang an bestand eine Rivalität zwischen den beiden britischen Eliteuniversitäten. Bei einem weiteren Besuch in Großbritannien können wir vielleicht auch einmal Oxford besuchen und dann feststellen, welche der beiden Universitätsstädte die schönere ist.

Bis es soweit ist, haben wir uns noch das Geläut der Great St Mary Church, das als Vorlage für das Geläut von Westminster bzw. Big Ben in London diente, angehört und den Ausleger des Cambridge University Press Bookshop bewundert, denn dies ist ″the oldest printer and publisher in the world and the biggest academic press″.

Great St Mary Church

Cambridge University Press Bookshop

Als nächstes ging es noch zum „Shoppen“ in die kleinen Geschäftchen und in die Grand Arcade und danach eigneten sich die schmucken Innenhöfe der Colleges perfekt für ein Picknick und zum Entspannen.

Erholungspause im Innenhof des Emmanuel College

P-Seminar Bedford 2018 (Fr. Merz)

London is calling

Die meisten Sehenswürdigkeiten von London kennt man aus dem Fernsehen oder von Bildern. Eine ganz andere Erfahrung ist es jedoch, direkt vor diesen zu stehen. Es war wunderbar, dass wir, die Teilnehmer des P-Seminars „Work Placement in Bedford 2018“, diesen Ausflug miterleben durften. Die Exkursion wurde von unserer Seminarleiterin Frau Merz organisiert, die mit ihren umfassenden Fachkenntnissen über London den Tag für uns abwechslungsreich und spannend gestaltet hat. Sie brachte uns viele der Highlight Londons durch interessante und zum Teil kuriose Geschichten, die man von einem Reiseführer nicht unbedingt erfahren hätte, näher.

Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein begann unsere Führung am Nordufer der Themse, dem früher eher royalen Teil der Stadt, bei den Houses of Parliament. Von deren eindrucksvoller Fassade war leider nur wenig zu sehen, da das marode Gebäude zur Zeit – und auch noch in den nächsten Jahren – grundlegend saniert werden muss. Dabei will man auch die Rattenplage in diesem altehrwürdigen Gemäuer in den Griff bekommen, denn von diesen unliebsamen Tierchen tummeln sich augenblicklich unzählig viele dort. Trotz der Reparaturarbeiten am Uhrenturm konnten wir einen Blick auf die Zeiger der Uhr, die beachtliche sieben Meter lang sind, erhaschen. Außerdem hatten wir einen perfekten Blick auf das London Eye, das für die Feierlichkeiten zur Jahrtausendwende aufgestellt wurde und damals das größte Riesenrad der Welt war.

Wegen der großen Dichte an ″Sights″ in London waren wir auch gleich an der berühmten Krönungskathedrale Westminster Abbey, wo wir erfuhren, dass bis jetzt bei jeder dort statt gefundenen royalen Krönung kleinere Missgeschicke passiert waren – nur die Krönung von Queen Elizabeth II. lief reibungslos ab, was wohl ein gutes Omen war, da sie immer noch das Amt der Monarchin innehat. An White Hall vorbei ging es zu 10 Downing Street. Auch wenn man dieses Gebäude wegen der dicken Eisengitter, die einst aufgrund der Gefahr von IRA-Terroranschlägen angebracht wurden, nur aus einiger Entfernung betrachten kann, so war es dennoch interessant, denn man läuft ja nicht jeden Tag am Wohn- bzw. Amtssitz der englischen Premierministerin vorbei. Anschließend ging es zur Horse Guard Parade, wo alljährlich die Pferdeparaden ″Trooping the Colour″ zu Ehren des Geburtstags der Queen abgehalten wird. Vor unserer Mittagspause blickten wir am Trafalgar Square zur Nelson-Statue hinauf und einige von uns bedauerten, dass sie nicht so wie einst die Erbauer dieses Denkmals auf der obersten Plattform – 47 Meter hoch über dem Boden – ein Dinner abhalten konnten, aber unser Picknick im nahegelegenen St James’s Park war auch sehr schön. Gestärkt von unseren Sandwiches spazierten wir die Mall entlang in Richtung Buckingham Palace, wobei wir Zeugen von Dreharbeiten für einen Film wurden und viele Requisiten, Autos und Schauspieler im Stil der 1940er Jahre erblickten.

Da die Queen leider keine Zeit hatte, um uns zum Afternoon Tea einzuladen, durchquerten wir gemütlich den St James’s Park, eine der vielen „grünen Lungen“ der britischen Hauptstadt und fuhren anschließend mit der U-Bahn ans südliche Themseufer.

Dieses Gebiet galt in früherer Zeit aufgrund der dort angesiedelten Jahrmärkte, Theater, Hahnenkampf- und Bärenhatzarenen als Londons Vergnügungsviertel und gleichzeitig auch als Tummelplatz für Schuldner, Kriminelle, Prostituierte und halbseidene Geschäftemacher. Das südliche Themseufer bildete immer einen starken Kontrast zum nördlichen Ufer der Themse, das einerseits vom Könighaus und andererseits von der Banken- und Geschäftswelt der City geprägt war. Früher befanden sich in den südlich der Themse gelegenen Stadtteilen auch die Gefängnisse sowie die sogenannten ″smelly professions″, zum Beispiel Abdeckereien, Gerberbetriebe, Fabriken und die Werftanlagen. Im Zuge der Milleniumsfeierlichkeiten erfuhr jedoch das Südufer der Themse eine außerordentliche Metamorphose und die dabei entstandene Flaniermeile von Westminster bis zur Tower Bridge wurde zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen. Ehe auch wir diesen ″Queen’s Walk″ abliefen, haben wir allerdings erst einmal eine Kaffeepause auf dem Oxo-Tower eingelegt. Von der dortigen Aussichtsterrasse genossen wir über den Dächern von London das 360°-Panorama. Für eine Fahrt im London Eye hat unsere Zeit leider nicht gereicht, aber hier haben wir auf halber Riesenrad-Höhe fast dieselbe Aussicht genossen und dies auch noch kostenlos. Anschließend reihte sich ein Highlight an das andere: The Shard – Tate Gallery of Modern Art – Millenium Bridge – Globe Theatre – Golden Hinde – Borough Market – Southwark Cathedral – H.M.S. Belfast – Hay’s Galleria – City Hall – Tower Bridge – Tower of London.

Überwältigt von so vielen spektakulären Bauwerken und Eindrücken ließen wir dann bei unserer letzten Station, Covent Garden, den Tag ausklingen und schauten den vielen Straßenkünstlern zu, lauschten den Musikern, kauften so manches Souvenir und probierten die eine oder andere kulinarische Köstlichkeit.

Marie Riedel, Ronja Hau, Tivio Grignon, Katharina Schneider

(P-Seminar Bedford 2018)

Nachtrag:

London leider ohne ″London Dungeon″ –

aber als Ersatz gab’s einen ″Dungeon″ in Warwick Castle

 „Ich fand es schade, dass bei unserer Stadtführung durch London kein Besuch im ′London Dungeon′ enthalten war. Umso überraschender und erfreuter war ich dann, als ich doch noch in den Genuss kam, ein solches englisches Verlies bzw. Gruselkabinett zu besichtigen, wenngleich dieser Besuch auch deutlich „entspannter“ hätte ablaufen können…

Zunächst muss man wissen, dass ich mein Praktikum in Bedford an einer Primary School machte. Am zweiten Tag haben zwei andere DGlerinnen und ich unverhofft die Chance erhalten, die dritten und vierten Klassen (= Schüler im Alter zwischen sieben und neun Jahren) auf einen Schulausflug zum Warwick Castle zu begleiten. In dieser Burganlage werden interaktive Führungen angeboten, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene äußerst eindrucksvoll sind. Außerdem gibt es Flugvorstellungen von diversen Raub- und Greifvögeln, mittelalterliche Ritterturniere, Bogenschützen-Wettkämpfe, ein Katapult, mit dem zwei Mal am Tag eine Feuerkugel in den Himmel geschossen wird, einen hohen Turm, von dem aus man eine phantastische Aussicht hat, und eben auch einen ′Dungeon′ nebst einem mit Wachsfiguren bestückten Gefängnis.

Unsere Grundschüler wurden in Gruppen eingeteilt und je zwei Lehrer mussten diese beaufsichtigen. Jede Gruppe erhielt dann einen Plan, in dem stand, zu welchem Zeitpunkt welche Attraktion besucht werden sollte. Leider, beziehungsweise zu meinem Glück, hat der begleitende Lehrer meiner Gruppe diesen Plan ein wenig durcheinander gebracht und meine Gruppe statt zu einem mittelalterlichen Schauspiel in den ′Dungeon′ geführt. Rückblickend muss ich feststellen, dass es vielleicht eine bessere Zielgruppe als Besucher für so einen ′Dungeon′ gibt als siebenjährige Kinder. Das Betreten des ′Dungeon′ hätte man eventuell zu jenem Zeitpunkt überdenken sollen, als ein Mädchen schon nach dem ersten von sieben Teilen der Darbietungen zu weinen angefangen hat und mit einem Lehrer nach außen gehen musste. Am Schluss waren wir alle mehr oder weniger verängstigt, aber zum Glück sind wir alle wieder heil, wenngleich auch schweißgebadet, aus dem ′Dungeon′ herausgekommen. Und ich weiß jetzt, dass ich vier sich fürchtende Kinder gleichzeitig an den Händen halten kann. Immerhin haben alle Kinder im Nachhinein gesagt, dass sie es zwar sehr gruselig, aber doch ganz schön fanden, was ich nur bestätigen kann.“

Ronja Hau (P-Seminar Bedford 2018)

 

Man sollte meinen, als Bamberger kenne man seine Heimatstadt in- und auswendig. Als wir, die Teilnehmer des P-Seminars „Work placement in Bedford“, jedoch für unsere Praktika an Schulen in Bedford eine Präsentation über unsere etwa 70.000 Einwohner zählende Stadt erstellen sollten, haben wir festgestellt, dass dem nicht ganz so ist. Unsere Aufgabe bestand nämlich darin, für englische Grund- und Sekundarschüler einen interessanten und zugleich informativen Vortrag über Bamberg auszuarbeiten, der einerseits nicht zu historisch bzw. zu wissenschaftlich und andererseits eine gute Werbung für unsere Heimatstadt ist. Im Rahmen einer Stadtführung von Frau Jacob von der Organisation „Erlebnis Weltkulturerbe“ haben wir hierfür einige zum Teil kuriose Tatsachen über unser auf sieben Hügeln erbautes „Fränkisches Rom“ erfahren. Es folgen nun einige Geschichten, die man nicht unbedingt in einem Reiseführer findet.

Schüler des P-Seminars „Bedford“

Ausgangspunkt unseres Stadtspaziergangs war das Gärtnerviertel, wo wir erfuhren, warum die Bamberger auch „Zwiebeltreter“ genannt werden. Diese Bezeichnung stammt aus der Zeit, als die Gemüsebauern noch über ihre Felder liefen, um das Grünzeug der Zwiebelpflanzen mit ihren Füßen wegzutreten, damit die Pflanzen keine unnötige Energie verloren und somit besser wachsen konnten. Für eine gute Ernte war natürlich auch immer der göttliche Segen nötig und um diesen zu erlangen, veranstalten die Gärtner auch heute noch eine Prozession durch das Gärtnerviertel, und zwar die sogenannte „Bratwurstprozession“. Dabei beten sie nicht dafür, dass sie neben dem gesunden Gemüse auch immer genügend Wurstwaren auf ihren Tellern haben. Diese Prozession erhielt ihren sonderbaren Namen deshalb, weil die Träger der schweren Heiligenfiguren bei ihrem Umzug immer wieder einmal pausieren und sich zur Stärkung eine Bratwurst einverleiben.

Bewusst betrachten wir nun die kleinen Häuschen in der Mittelstraße und erfahren, dass diese speziell für die Bedürfnisse der Gärtner errichtet wurden. Durch die breiten Tore konnten die Fuhrwerke einfahren und unter dem Dach konnten Gewürze getrocknet werden.

Gärtnerhaus in der Mittelstraße

Um in früherer Zeit Gärtner zu werden, musste man ein „Gärtner-Diplom“ erlangen. Eine Aufgabe bestand darin, eine Süßholzwurzel komplett aus der Erde zu ziehen, ohne dass diese beschädigt wurde. Dies klingt recht simpel, war aber äußerst schwierig, da diese Wurzeln unter der Erde weit verzweigt sind. Süßholz, das Bambergs Gärtner einst weit exportiert haben und für das Bamberg sehr berühmt wurde, war in früherer Zeit das Äquivalent zum heutigen Zucker und daher sehr begehrt. Auch heute noch wird aus Süßholzwurzeln Lakritze hergestellt.

Süßholz

Weiter ging es zur Luitpoldstraße. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass in dieser Gegend im 19. Jahrhundert nur Wiesen und Felder waren. Diese Straße wurde nach Prinzregent Luitpold benannt, der hier den Bahnhof auf der Verbindungsstrecke zwischen München und Coburg erbauen ließ.

Als nächstes führte unsere Tour in die Untere Königsstraße, dem damaligen „Steinweg“. Dort befanden sich schon immer die Brauereien „Fässla“ und „Spezial“. Diese waren wichtige gastronomische Herbergen für Reisende zu Pferd. Etwa alle 40 Kilometer mussten Pferde einen Stopp einlegen. Aus diesem Grund haben diese Gaststätten lange Hinterhöfe, damit die Pferde dort rasten konnten – heute sind dies die beliebten Biergärten. Während sich die Pferde hier ausruhten, nahmen die Fuhrwerksbetreiber in der Gaststube im Erdgeschoss die Getränke zu sich, die damals als „gesunde Getränke“ galten. Dies waren Bier, Wein oder verdünnter Schnaps – Wasser galt aufgrund der vielen darin enthaltenen Keime als gesundheitsgefährdend.

Stutzig sahen einige von uns auf die Ausleger von so mancher Brauerei. Handelte es sich hierbei etwa um ein jüdisches Emblem? Nein, man sieht in den Auslegern manchmal den sogenannten Brauerstern, das Zunftzeichen der Brauer und Mälzer. Dieser sechszackige Stern aus zwei ineinandergesteckten, gleichseitigen Dreiecken gilt einerseits als alchimistisches Zeichen und andererseits symbolisiert er die drei zum Bierbrauen beteiligten Elemente Feuer, Wasser und Luft sowie die hierfür im Mittelalter bekannten Zutaten Wasser, Malz und Hopfen.

Ausleger mit Brauerstern

Über die Kettenbrücke, von der einige Bamberger scherzhaft behaupten, sie hätte als „Vorlage“ für die Brooklyn Bridge in New York gedient, ging es weiter zum Maxplatz. Hier wurden angeblich schon einige Geister gesichtet, denn einst befand sich an dieser Stelle ein Friedhof, der jedoch bei einem Hochwasser im Jahr 1784 zerstört wurde. Eingedenk dieses geschichtlichen Hintergrundes fahren heute so manche Bamberger deshalb auch nicht oder nur sehr ungern in die Tiefgarage unter dem Maxplatz.

Für einige aus unserer Gruppe war auch der Besuch der Martinskirche ein Novum. Umso beeindruckter waren sie von der äußerst imposanten Scheinkuppel an der Decke. Erst bei näherem Hinsehen und Hingehen offenbart sich diese gemalte Kuppel als optische Täuschung.

Von der Austraße aus liefen wir durch ein unscheinbares Sträßchen, die Hasengasse, zum Alten Kranen an der Regnitz. An der Mauer neben dem sogenannten Hasentor sieht man auch ein kleines Abbild eines Hasen, denn auf dieser Straße fuhr man in früherer Zeit nach Hassfurt. Damals haben die Bamberger spaßhaft behauptet, dass in Hassfurt die Furt durch den Main so seicht wäre, dass sogar Hasen von Ufer zu Ufer hüpfen könnten.

Hase in der Hasengasse

Auf der Unteren Brücke stellten wir fest, dass die Heilige Kunigunde ganz einsam und allein dasteht, ohne ihren Ehemann, den Heiligen Heinrich. Frau Jacob erklärte uns, dass Heinrich „baden gegangen wäre“. Dieses „Bad“ war allerdings sehr unfreiwillig – und zwar, als die frühere Untere Brücke, von der man ein Gemälde an der Fassade der Eisdiele Bassano in der Unteren Königstraße sehen kann, zerstört wurde.

Gemälde der einstigen Unteren Brücke

Dies geschah dadurch, dass im 18. Jahrhundert lange Kiefernstämme, unter anderem aus dem Hauptsmoorwald, in Form von Flößen über die Regnitz, den Main und den Rhein bis nach Holland transportiert wurden. Dies waren die sogenannten „Holländerstämme“. Sie eigneten sich besonders gut für Schiffsmasten und Windmühlflügel. Als sich diese Stämme allerdings bei dem Hochwasser im Jahr 1784 unter den Brückenpfeilern der Unteren Brücke verkeilten, stürzte sie ein und mit ihr versank auch die Statue des Heiligen Heinrich in der Regnitz. Nach diesem Unglück hat man nur noch solche Brücken über die Regnitz gebaut, bei denen keine Brückenpfeiler mehr mitten im Fluss standen.

Heilige Kunigunde

Von der nun stabilen Unteren Brücke aus richteten wir unsern Blick nicht nur zum berühmten Alten Rathaus, sondern auch zum romantischen Klein Venedig. Natürlich wussten wir schon, dass hier Fischer wohnten, aber nun wissen wir auch, dass diese Fischer unter anderem deshalb so gute Erträge erzielten, weil ein paar Schritte flussaufwärts das alte Schlachthaus, heute ein Teilgebäude der Universität, stand. Die Arbeiter warfen dort einst die Schlachtabfälle einfach in den Fluss, was wiederum die Fische anzog, sodass die Fischer von Klein Venedig nur noch ihre Netze auslegen und warten mussten. Ganz so rosig war dieses Unterfangen aber dann doch nicht, denn gegenüber von Schloss Geyerswörth hatten sich die Gerber angesiedelt, die mit Quecksilber die Fleischreste von den Tierhäuten entfernten und auch diese giftigen Fleischreste landeten in der Regnitz und somit in den Fischmägen, was im Mittelalter zum Tod von so manchem Bamberger Fischesser führte.

Klein Venedig

Natürlich haben wir bei unserem Stadtrundgang mit Frau Jacob auch etwas über die typischen Bamberger Touristen-Klassiker, wie den Bamberger Reiter, den Domberg, St. Michael usw., erfahren, was wir den Bedforder Schülern erzählen werden. Wir haben aber auch sehr viel Neues und Kurioses über unsere Stadt gelernt, sodass wir es nun noch mehr schätzen, in dieser wunderbaren Weltkulturerbestadt leben zu dürfen.

P-Seminar Bedford 2018 von Fr. Merz

An einem Donnerstagmorgen begann unsere doch etwas ungewöhnliche Exkursion. Insgesamt über 70 Schüler aus den Geographiekursen der 11. Klassen fanden sich zusammen mit dem Ökoprofilkurs voller Vorfreude auf die Dreitagesfahrt zur 2. Pause in der Kantstraße ein. Ziel der Exkursion war es, das Klimahaus in Bremerhaven zu besuchen und einen Einblick in den Nationalpark Wattenmeer zu bekommen. Nach einer 8-stündigen Busfahrt mit viel Lärm und Musik kamen wir in Hamburg an, um dort das weltbekannte Musical „König der Löwen“ zu sehen. (Abb.:1.) Nach 2 Stunden phänomenaler Show, die mit viel Applaus quittiert wurde, fuhren wir weiter nach Bremerhaven, um dort unsere Zimmer in der Jugendherberge zu beziehen. Erschöpft durch die lange Fahrt, durch die vielen Eindrücke aus Hamburg und durch die Tatsache, dass es bereits 1:30 war, fielen die meisten müde in ihre Betten. (Abb.:2.)

Nach einer relativ kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es am Vormittag mit dem Stadtbus in das Stadtzentrum, wo wir in Kleingruppen die Stadt besichtigten. Die Elftklässler machten hierbei einige interessante Orte ausfindig, die sie in ihrem Stadtplan „In 30 Stationen durch Bremerhaven“ festhielten. So wurden Museen besucht, Informationen gesammelt und Bilder geschossen, der Blick auf das Meer blieb uns aber leider aufgrund von Nebel verwehrt. Um 15:30 ging es dann auf zum Highlight der Exkursion, den Besuch des Klimahauses. (Abb.:3.) Dort fand extra für uns ein knapp einstündiger Vortrag statt, in denen uns die Begriffe „Wetter“, „Klima“ und „Extremereignisse“ näher gebracht wurden und warum letztere bedingt durch den Klimawandel in Zukunft häufiger auftreten werden, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Auch die Auswirkungen einer Steigung des Meeresspiegels, einer weiteren Folge des Klimawandels, wurden am Beispiel des Wattenmeers deutlich gemacht. Zu Ende des Vortrags mussten wir noch klimatische Rekorde wie „höchste gemessene Temperatur“ oder „höchste gemessene Niederschlagsmenge“  erraten. Im Anschluss durften wir selbst auf Erkundungstour durch das Klimahaus gehen. Eine Reise rund um die Welt bot uns Einblicke in die verschiedenen Klimazonen der Erde, die wir nicht nur sehen, sondern auch fühlen konnten. So war es in Afrika heiß und trocken, im Dschungel feucht und warm und in der Antarktis mehrere Grad unter null (und die Jacken hingen natürlich alle unten an der Garderobe). In den einzelnen Räumen wurde nicht nur das Klima täuschend echt imitiert, auch die Landschaft wurde nachgebaut und das Leben der Menschen dort gezeigt. (Abb.:4.) Weitere interessante Stationen des Klimahauses waren eine Ausstellung über Offshore-Windparks und das World Future Lab, in dem man sein zukunftsorientiertes Handeln an 8 Stationen unter Beweis stellen konnte. Viel zu früh mussten wir wieder gehen, da das Klimahaus zumachte. Nach dem Abendessen erfolgte noch ein kurzer Abstecher in ein kleines Schwimmbad, wo wir uns nochmal eine Stunde austoben konnten. Anschließend ließen wir den Abend mit ein paar Runden Billard, Kicker oder Tischtennis gemütlich ausklingen.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück an die Küste, um den Nationalpark Wattenmeer zu besichtigen. Die Zwölftklässler des Ökoprofilkurses erklärten in mehreren interessanten Kurzvorträgen, wie das Wattenmeer entstanden ist, was es für uns bedeutet und wodurch es gefährdet wird. Im Anschluss hatten alle Schüler und Lehrkräfte die Möglichkeit, das Watt mit den Händen zu fühlen. Zwei Schüler wagten sich sogar zu Fuß in das schleimige, eiskalte Watt und liefen einige Schritte. (Abb.:5.)

Nach diesem Erlebnis stand nun leider bereits die Rückfahrt an. Viele wären gerne noch einen Tag länger geblieben. Gegen 20 Uhr kamen wir nach einer sehr stimmungsvollen Exkursion wieder in Bamberg an. In diesen 3 Tagen haben wir viel über unser Klima gelernt und viele Eindrücke in interessante Themengebiete bekommen. Fest steht, dass diese Exkursion so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.

 

 

Rico Müller & Jan Heider