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Die Wahlhelfer am Freitagmittag beim Öffnen der versiegelten Urne.

Die direkte Vorbereitung im neuen Schuljahr war von der Zeit her sehr knapp angelegt – aber dennoch verlief die Juniorwahl an unserer Schule klar nach Plan bis einschließlich Freitag, den 24.09.2021.

Da die meisten Schülerinnen und Schüler den Wahlkampf bereits seit dem Sommer über die Medien mitverfolgen konnten und dieser teils im Unterricht auch schon thematisiert worden war – etwa in den jetzigen 11. Klassen – waren die wichtigsten Kandidatinnen und Kandidaten sowie die Parteien und deren Hauptziele den meisten von euch durchaus geläufig.

 

Die Wahl unter durch die etwas über 250 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10, 11 und 12 erbrachte folgendes Gesamtergebnis:

Wahlberechtigte: 265; abgegebene Stimmen: 225

Parteien Erststimme Zweitstimme  
Kurzname d. Partei Anzahl der Stimmen Anteil in % Anzahl d. Stimmen Anteil in %
CSU 37 16,40 21 9,24
SPD 41 18,20 22 9,68
AfD 3 1,33 6 2,64
FDP 44 19,36 65 28,6
Grüne 39 17,16 43 18,92
Die Linke 18 7,92 14 6,16
Freie Wähler 18 8,92 13 5,72
ÖDP 2 0,88 3 1,33
Tierschutzpartei 2 0,88
BP 2 0,88 1 0,44
Die Partei 14 6,16 14 6,16
Piraten 2 0,88
NPD 2 0,88
MLPD 2 0,88
DKP 3 1,33
dieBasis 1 0,44 2 0,88
III. Weg 1 0,44
du 1 0,44
Team Todenhöfer 2 0,88
Unabhängige 1 0,44
Volt 1 0,44 5 2,20
Einzelbewerber 1 0,44
Ungültige Stimmen 2 0,88 2 0,88

 

Deutlich wird dabei die Konzentration auf drei Parteien, die auch im Bundestrend zugelegt bzw. aus Sicht ihrer jeweiligen Vertreter positiv abgeschnitten haben: Die Freidemokraten, die Grünen, die SPD. Der am DG direkt gewählte Kandidat wäre Sven Bachmann von der FDP, dicht gefolgt von Andreas Schwarz für die SPD sowie der Vertreterin der Grünen. Thomas Silberhorn von der CSU, der das Direktmandat in Wirklichkeit

Die „Mühen der Ebene“ oder: „im Maschinenraum der Demokratie“ – die Helfer beim Auszählen der Stimmzettel.

holte, erzielte bei uns immerhin einen Achtungserfolg mit Platz vier und 16,40 %.

Blickt man auf das Zweitstimmenergebnis, so säßen im „DG-Parlament“ Vertreter von sieben Fraktionen, nämlich von FDP, Grünen, SPD, CSU, Die Linke, Die Partei und Freien Wählern. Der Schnitt wird hier bei der 5%-Hürde gemacht, die auch für den Bundestag gilt. Sonstige Parteien (inklusive der beiden ungültigen Stimmen) sind mit immerhin insgesamt 14,54% recht stark vertreten und haben vielleicht bei der nächsten Wahl eine Chance, den einen oder anderen Kandidaten durchzubringen. Die Chance auf Grundmandate – bei drei direkt gewählten Kandidatinnen* ziehen die Abgeordneten der Partei gemäß ihres Zweitstimmenergebnisses ins Parlament, auch wenn sie unterhalb der 5%-Hürde liegen – gibt es hier nicht, da sozusagen nur ein „Wahlkreis“ bestimmt wird. Profitiert hat von dieser Regelung im Bundestag zum zweiten Mal Die Linke, die am DG jedoch auch mit ihrer regulären Stimmenzahl die 5%-Hürde locker genommen hat.

Hier die Zahlen sortiert nach dem Erststimmenergebnis:

Partei Stimmen-zahl Anteil in %
FDP 44 19,36
SPD 41 18,20
Grüne 39 17,16
CSU 37 16,40
Freie Wähler 18 8,92
Die Linke 18 7,92
Die Partei 14 6,16
AfD 3 1,33
ÖDP 2 0,88
BP 2 0,88
MLPD 2 0,88
dieBasis 1 0,44
Volt 1 0,44
Einzelbewerber 1 0,44
Ungültige Stimmen 2  0,88

 

… und nach dem Zweitstimmenergebnis:

Partei Stimmen-zahl Anteil in %
FDP 65 28,6
Grüne 43 18,92
SPD 22 9,68
CSU 21 9,24
Die Linke 14 6,16
Die Partei 14 6,16
Freie Wähler 13 5,72
AfD 6 2,64
Volt 5 2,20
ÖDP 3 1,33
DKP 3 1,33
dieBasis 2 0,88
Tierschutzpartei 2 0,88
Piraten 2 0,88
NPD 2 0,88
Team Todenhöfer 2 0,88
BP 1 0,44
III. Weg 1 0,44
du 1 0,44
Unabhängige 1 0,44
Ungültige Stimmen 2 0,88

 

Weitere Informationen zu Juniorwahl, die deutschlandweit abgehalten wurde, findet ihr unter  https://www.juniorwahl.de/; zur „echten“ Bundestagswahl unter https://www.bundeswahlleiter.de/info/presse/mitteilungen/bundestagswahl-2021/50_21_vorlaeufiges-ergebnis.html bzw. auf den Seiten der überregionalen Anbieter, hier sei nur exemplarisch die ARD angeführt: https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2021-09-26-BT-DE/index-content.shtml.

Die Fachschaft Sozialkunde

 

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ (Artikel 1)

Das DG startet in die „Wochen der Menschenrechte“ vom 07.12 – 18.12.20.

  • Mit einem Stand, der in einigen Pausen über Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen informiert.
  • Mit der Beteiligung am Briefmarathon von Amnesty International.
  • Mit Informationen zu den Menschenrechten im Unterricht.

 

Wo beginnen die Menschenrechte? An den kleinen Orten, nahe dem eigenen Zuhause. Die Nachbarschaft,  in der wir leben, die Schule oder die Universität, die wir besuchen, die Fabrik, der Bauernhof oder das Büro, in dem wir arbeiten. Wenn diese Rechte hier nicht gelten, gelten sie nirgendwo.“

(Eleanor Roosevelt, Vorsitzende der UN-Menschenrechtskommission) 

Wir befinden uns in Tutzing, an der Akademie für politische Bildung. Hier wurde zwischen dem 28.1.2020 und dem 31.1.2020 Geschichte geschrieben, denn die am Nahost-Konflikt beteiligten Seiten trafen sich hier auf einem UN-Gipfel, um eine Lösung des Israel-Palästina-Konfliktes zu finden. Nach stundenlangem Debattieren kamen die Supermächte Russland und USA schließlich zu einem weltbewegenden Kompromiss.

Leider allerdings nur im Rahmen eines Planspiels, welches wir im Rahmen des Tutzinger Schülerforums führen durften. Das Thema war so komplex wie brisant: In den geplanten vier Tagen wollten wir uns intensiv mit der Entstehung und dem aktuellen Verlauf des Israel-Palästina-Konflikts und mit anderen Konfliktherden im Nahen Osten beschäftigen. Unser Referent, Herr Ingber, der in jungen Jahren in der israelischen Armee als Offizier gedient hatte, ehe er zur Friedensbewegung wechselte, war für dieses Thema natürlich prädestiniert.

Nach unserer Ankunft und einem kleinen Empfang mit Kaffee und Kuchen ging es dann auch sofort los. Herr Ingber machte uns an diesem und dem folgenden Tag die essenzielle Bedeutung eines kritischen Denkens bei der Betrachtung von beiderseitig emotional extrem aufgeladenen Konflikten deutlich. Gemeinsam mit dem Experten lasen und analysierten wir dazu Fachtexte, wobei uns nach intensiver Beschäftigung häufig Unstimmigkeiten und subjektive Bewertungen auffielen.
Nach dieser Phase der Wissensaneignung wartete am letzten Tag des Seminars dann das Highlight auf uns: Das große Planspiel einer UN-Friedenskonferenz.
Dabei waren viele Beteiligte der Konflikte im Nahen Osten durch die Schüler repräsentiert, u.a. Staatschefs, Rebellen, Terrororganisationen, NGOs usw.
In den dabei abgelaufenen Diskussionen wurde uns allen auf eindringliche Weise klar, dass Konflikte stets hochkomplex und nie monokausal sind und die verschiedenen Meinungen und Interessen häufig anscheinend unvereinbar sind.

Natürlich haben wir aber nicht nur gearbeitet und gelernt, sondern hatten auch Freizeit. Während der Mittagszeit und am Abend war es uns gestattet, an den See zugehen und dort die Aussicht auf die Alpen und den See zu genießen. Auch war nach der letzten Lerneinheit des Tages genügend Zeit, die Stadt zu erkunden oder sich im Clubraum zu treffen und den Tag ausklingen zu lassen.

Kurz zusammengefasst, war es für uns eine erfahrungsreiche und lehrreiche Woche. Das Tutzinger Schülerforum ist allen politisch Interessierten zu empfehlen und stets einen Besuch wert.

Ekaterini Georgantidou und Maximilian Bohun

 

Europa-Juniorwahl am DG

Auch zur Europawahl 2019 nahm das DG wieder an der Juniorwahl teil – diesmal nur 221 Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe, da ja schon Abiturzeit ist.

Das Ergebnis bestätigt den Trend Jugendlicher, von den etablierten Parteien CDU/CSU, SPD und FDP weg nach Alternativen zu suchen – diesmal ,mit den „Grünen“ und „Die Partei“ als großen Gewinnern, die zusammen eine klare Mehrheit der Stimmen erhielten!

Neben 20 Stimmen für die AfD, die damit – wenn auch von den beiden „Gewinnern“ weit abgehängt – auf dem dritten Platz landete, gab es auch vereinzelte Stimmen für rechts- und linksradikale Parteien.

 

Das Ergebnis im Einzelnen:

 

Partei                          Stimmen                                 Prozent

Grüne                         63                                           29,17

Die PARTEI               52                                           24,07

AfD                            20                                           9,26

CSU                            17                                           7,87

SPD                            15                                           6,94

Freie Wähler              14                                           6,48

FDP                            11                                            5,09

Die Linke                   4                                            1,85

ÖDP                            3                                            1,39

PIRATEN                   3

Tierschutzpartei         2                                            0,93

die FRAUEN              2

Bayernpartei              1                                            0,46

MLPD                        1

Tierschutzallianz       1

BIG                             1

II. Weg                       1

Die RECHTE             1

Die VIOLETTEN      1

NL                              1

Volt                             1

Rafael Rempe

 

Wie kann man sich für Europa engagieren?,

fragten sich beim Europatag die vier 10. Klassen am Dientzenhofer-Gymnasium. Sie wurden angeleitet von Trainerinnen und Trainern der NGO (=Nicht-Regierungs-Organisation) CUBE, die die politische Teilhabe von Jugendlichen in Europa – in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung – unterstützen und fördern will.

In vier Vormittagsstunden wurden in kleineren Gruppen Möglichkeiten der politische Betätigung ausgelotet und konkrete Anliegen und Lösungsvorschläge herausgearbeitet.

Die von den Schülern ausgewählten Hauptideen wurden in einer einstündigen Diskussion am Nachmittag dem Zweiten Bürgermeister Bambergs, Herrn Dr. Lange, vorgestellt, und die Schülerinnen und Schüler baten den aktiven Stadtpolitiker jeweils um eine Stellungnahme. Zu Fragen wie nach der Förderung von europäischen Austauschprogrammen, nach der Eindämmung der Einflussnahme großer Konzerne auf die Politik, nach der Motivierung von Jugendlichen für den Einstieg in die Politik und nach der verbesserten Repräsentation von Jugendlichen in der Politik gab der Zweite Bürgermeister sehr konkrete und persönlich gefärbte Antworten, die in ihrer Aufrichtigkeit überzeugten. Deutlich wurden aber auch die sehr unterschiedlichen Zuständigkeiten: Je nach Thema müssen die deutschen Bundesländer, der Bund oder eben europäische Institutionen wichtige Entscheidungen treffen. Die Schülerinnen und Schüler hakten kritisch nach, hörten aber auch aufmerksam und genau zu.

Insgesamt war die Veranstaltung eine sehr gute Werbung dafür, sich politisch zu interessieren, zu informieren und einzubringen, die durch den zeitlich extrem begrenzten Sozialkundeunterricht allein kaum möglich ist. Als erste Vorbereitung stimmte sie zudem auf die EU-Juniorwahl am DG im Mai ein.

Und was konnte der Zweite Bürgermeister Dr. Lange mitnehmen? Zumindest die sehr nützliche Information, dass die aktuelle Politik die gegenwärtige Schülergeneration nicht mehr über Facebook, sondern viele eher über Instagram oder Snapchat erreichen kann.

Herzlichen Dank an Herrn Dr. Lange für sein Kommen und seine Offenheit in der Diskussion sowie an die sechs sehr kompetenten und engagierten Trainerinnen bzw. Trainer von CUBE für den gelungenen Europatag am DG!

 

 

Mut Zum Leben: Die Botschaft der Überlenden von Auschwitz

Christa Spannbauer, Autorin, Journalistin und Filmautorin, stellt ihren Film „Mut zum Leben. Die Botschaft der Überlebende von Auschwitz“  der 9. Und 11. Jahrgangsstufe vor.

Es ist ein geschichtsträchtiges Datum, an dem sich, wie in einem Brennglas, die deutsche Geschichte spiegelt. Vor hundert Jahren erreichte die Novemberevolution ihren Höhepunkt und die Monarchie kollabierte. 1989 fiel die Mauer, die die zwei deutschen Staaten über Jahrzehnte voneinander trennte. 1923 aber, ebenfalls am 9. November, versuchte Hitler im Münchner Bürgerbräukeller zum ersten Mal durch einen Putsch die Macht zu ergreifen und 1938 schließlich, nach erfolgreicher „Machtergreifung“, brannten in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden verwüstet, Juden durch die Straßen gejagt und zu 1000nden in Konzentrationslager verfrachtet. Wie wir heute wissen, das  Fanal für die millionenfache Vernichtung jüdischen Lebens in ganz Europa.

An diesem 9. November also, besuchte uns Christa Spannbauer, um Schüler*innen der 9. Und 11. Jahrgangsstufe ihren Film zu zeigen: Mut zum Leben. Eingeladen hat sie Dr. Garbe.

Eine rüstige alte Dame, Esther Bejarano, steht mit Hamburger Rappern und mit dem Liedermacher Konstantin Wecker auf der Bühne und ruft  zum Kampf gegen Faschismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit auf, mit einer Kraft, die einen fast sprachlos macht. Eine andere Frau, Greta Klingbsberg, streift durch ihren Garten, ihre Augen leuchten, wenn sie von der Kraft der Musik und der  Natur erzählt. Yehuda Bacon, ein verschmitzter, weiser alter Mann sagt: „Wenn ich hassen würde, dann hätten Hitler und die Nazis gewonnen. Man darf sich vom Hass nicht infizieren lassen“. Und Eva Pusztai-Fahidi schließlich bekommt das Bundesverdienstkreuz für ihr unermüdliches Engagement und ihr Eintreten für Aussöhnung zwischen Religionen, Kulturen und Nationen.

Dabei hätten alle Vier Gründe genug, alt,  verbittert und hasserfüllt zu sein. In einer erschreckenden Szene im Film erzählt Yehuda Bacon davon, wie er als Kind in Auschwitz, die Asche der Ermordeten im Winter auf die Wege streuen musste, um sie begehbar zu halten. Esther Bejerano wird dazu gezwungen, die Musik zu spielen, als die Neuankömmlinge nach der Selektion an der berüchtigten Rampe in den sicheren Tod geschickt wurden. Eva Pusztai- Fahidi beschreibt die Zustände in den Zügen, mit denen sie in nach Ausschwitz wie Vieh deportiert wurden und wie sie dort von ihrer Familie getrennt wurde. Kurz: Sie erlebten und überlebten die Hölle auf Erden, einen der schwersten Angriffe auf die Menschlichkeit in der Geschichte.

„Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt“, sagt Yehuda Bacon. Selbst im größten Grauen erlebte er Momente der Menschlichkeit, etwa wenn Menschen, „die noch drei Minuten zum Atmen haben“, diese drei Minuten nutzten, um sie „anderen zu schenken“. Auch Eva Pusztai-Fahidi sagt: „In uns, die wir aus Auschwitz zurückgekommen sind, ist die Lebenskraft sehr tief. Wir wissen wie kostbar das Leben ist.“ Diese beindruckenden vier Menschen strahlen eine  Wärme, Menschlichkeit, Güte und Kraft aus, die Mut macht und Zuversicht schenkt.

In dem Gespräch mit den Schüler*innen im Anschluss der Filmvorführung wird deutlich, dass die Zeiten zwar nicht direkt vergleichbar sind, Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus aber weiterhin weit verbreitet sind und der Hass in sozialen Netzwerken und auf der Straße, auch befeuert durch Autokraten wie Bolsonaro in Brasilien oder Trump in den USA, gedeiht. „Was einmal passiert ist, kann wieder passieren“, sagt der israelische Schriftsteller Primo Levi. Um so dankbarer muss man sein, wenn man diese aufrichtigen, mutigen und menschlichen alten Überlebenden sieht, die, trotz ihres hohen Alters und ihrer Erfahrungen in Auschwitz , nicht aufgeben und für die Würde des Menschen kämpfen.

OStR Michael Blank

Landtagswahl Bayern als Juniorwahl am DG

 In der letzten Woche wählten alle 10.-12. Klassen am Dientzenhofer-Gymnasium den bayerischen Landtag – im Rahmen der Juniorwahl, die zum ersten Mal auch zur Bayerischen Landtagswahl stattfand. Das erste Foto zeigt den ersten Wähler, von einer sehr freundlichen Wahlhelferin betreut.
Am Freitagmittag war dann Auszählung (siehe weitere Fotos), an der sich viele Schülerinnen und Schüler sowie Referendarinnen und Referendare beteiligten – sogar eine Kuchenspende war dabei und versüßte die ohnehin angenehme, interessante Arbeit.
Von 366 Wahlberechtigten stimmten tatsächlich 344 ab. Die Möglichkeit der Nichtwahl (bei uns am DG wegen der klasseninternen Organisation der Wahl nur als Abgabe eines leeren Stimmzettels möglich) nahmen nur fünf Wähler wahr. Bei den Zweitstimmen gab es zudem 4 ungültige Stimmen.

Das Ergebnis im Überblick:

Partei

Erststimmen Gesamtstimmen
CSU 76       (Melanie Huml) 152        22,09 %
SPD 37       (Heinz Kuntke)   76        11,05 %
Freie Wähler 35       (Dietmar Schutty)   61          8,87 %
Grüne 74       (Ursula Sowa) 146        21,22 %
FDP 49       (Martin Pöhner)   86        12,50 %
Die Linke 13       (Paul Lehmann)   23          3,34 %
Bayernpartei 5         (Thomas Dotzler)   14          2,03 %
ÖDP  2        (Lucas Büchner)     6          0,87 %
Piraten –         (kein Kandidat)     8          1,16 %
AfD 26      (Jan Schiffers)   52          7,56 %
mut 0        (Iris Fischer)     2          0,29 %
Die PARTEI 22      (Andreas Roensch)   44          6,40 %
Gesundheitsforschung –         (kein Kandidat)     1          0,15 %
V-Partei 3  –        (kein Kandidat)     3          0,44 %

Bedeutung: Als Direktkandidatin wäre nach diesem Ergebnis Melanie Huml (CSU) direkt in den Landtag gewählt worden.

Anhand der Gesamtstimmen ergäbe sich folgende Sitzverteilung im Bayerischen Landtag:

CSU                           44
SPD                           22
Freie Wähler               18
Grüne                         43
FDP                           25
AfD                            15
Die PARTEI               13

Alle anderen Parteien wären nicht im Bayerischen Landtag vertreten.
Als Regierungskoalitionen wären infolge dieses Ergebnisses denkbar (ohne AfD, Die PARTEI):

a) CSU + Grüne + jede andere im Landtag vertretene Partei
b) CSU + Freie Wähler + SPD + FDP
c) Grüne + FDP + SPD + Freie Wähler

Herzlichen Dank für das Interesse und das Mitmachen aller beteiligten Schülerinnen und Schülerinnen!Herzlichen Dank auch an alle beteiligten Lehrkräfte für den reibungslosen Ablauf! Im Mai 2019 geht es dann mit der Wahl des Europäischen Parlaments weiter.

                                                                                                                                 Rafael Rempe

Tagesfahrt der neunten Klassen  zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

 

„Viel Spaß“ ist für diesen Ausflug definitiv nicht der passende Wunsch!

Am Donnerstag, den 28.06.2018 machten wir, die Klasse 9a, uns zusammen mit unserer Parallelklasse 9c – wie die anderen drei 9. Klassen drei Tage zuvor – auf, die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg zu besichtigen.

Zum regulären Schulbeginn um 8:00 Uhr trafen wir uns alle an der Bushaltestelle Kantstraße, um auf unseren Bus zu warten. Leider hatte der Bus ein wenig Verspätung, doch als er schließlich da war, blieb uns auf einer etwa zweistündigen Fahrt nach Flossenbürg, welches nahe der tschechischen Grenze liegt, ausreichend Zeit, um zur Ruhe zu kommen, bevor wir einen solch ernsten Ort wie die KZ Gedenkstätte betraten.

Unser Aufenthalt begann mit einer circa zweistündigen Führung über das Gelände . Das Areal wirkte sehr friedlich, da die Baracken abgerissen worden sind, alles mit Gras überwachsen ist und die Standorte der alten Gebäude und des Zauns nur durch beruhigende weißgraue Steinsäulen und Bodenplatten markiert sind.

Nach einer kurzen Einführung über das ehemalige Arbeitslager und das, was noch davon übrig ist, gliederte sich die Führung in drei wesentliche Punkte: die Ankunft, den Tod und das Leben im damaligen Konzentrationslager Flossenbürg.

Für die Ankunft brachte uns die Führerin in den kargen, gelb gefliesten und noch recht gut erhaltenen Duschraum. Sie berichtete, dass die Gefangenen sich nach der Ankunft hätten ausziehen müssen und in diesen Raum gebracht wurden. Hier wurden sie dann mit Schläuchen geschlagen oder mit zu heißem oder zu kaltem Wasser gefoltert, um ihnen zu zeigen, dass man an einem solchen Ort alles mit ihnen machen konnte.

Das war das erste Mal, bei dem im Gedanken an die damaligen Geschehnisse an diesem Ort ein Schauer über meinen Rücken lief.

Um den Tod im Konzentrationslager zu thematisieren, wurden wir in den hinteren Bereich des Areals geführt. Dort war eine Art Friedhof angelegt für diejenigen, welche gestorben waren, nachdem das Lager kurz vor der Ankunft der alliierten Truppen von den Nationalsozialisten geräumt worden war.

Als uns eröffnet wurde, dass wir hier, obwohl nur ungefähr 20 Grabsteine aufgestellt sind, auf den anonymen Gräbern von über 5000 Menschen standen, machte sich ein zweites Mal ein mulmiges Gefühl in mir breit. Das Schlimmste am Aufenthalt in der Gedenkstätte folgte allerdings erst jetzt; die Führerin brachte uns zum großen Ofen, in dem man die toten KZ-Insassen wie Müll vebrannt hatte.

Die gähnende, vom Ruß und der Asche tausender Menschen geschwärzte Öffnung sehe ich oft immer noch in Gedanken vor mir. Wie ein klaffendes schwarzes Maul, das alles Lebendige verschlingt.

Danach schilderte man uns noch die schrecklichen und unhygienischen Lebensumstände im ehemaligen Konzentrationslager anhand der Zeichnung eines damaligen Häftlings.

Nach einer dreißigminütigen Mittagspause, in der wir Gelegenheit hatten etwas zu essen, hatten wir nun noch die Möglichkeit, das Museum der Gedenkstätte zu besichtigen, in dem es viele Zeichnungen von Insassen, aber auch alte Kleidungsstücke der Häftlinge zu sehen gab. Besonders beeindruckt hat mich ein riesiges dickes Buch, dessen Seiten voll mit den Namen aller Häftlinge des Konzentrationslagers Flossenbürg waren. Es waren um die 100.000 Namen.

Danach ging es wieder nach Hause.

Mich persönlich hat der Aufenthalt in der KZ Gedenkstätte sehr beeindruckt.

Die Atmosphäre war für uns alle sehr deprimierend, aber ich denke, wir haben einen sehr angemessenen Eindruck von den damaligen Verbrechen bekommen.

Tobias Helmreich 9a

 

sdr

Eins, zwei, drei – wir sind wieder „in München“ dabei

Dienstagmorgen, 9 Uhr am Bamberger Bahnhof. Sieben Schüler/innen des Dientzenhofer-Gymnasiums. Vorfreude auf die Preisverleihung. Zum dritten Mal Hauptpreis beim Geschichte-Landeswettbewerb “Erinnerungszeichen”. Tollen Film über Reformation in Bamberg gedreht. Gleis 3. ICE nach München. Zwei Stunden später. Ankunft München Hauptbahnhof. Schlendern durch die Stadt. Straßenmusikanten. Marienplatz.

Dann erhebt sich der Landtag am Horizont. Nach der Sicherheitskontrolle steigen wir durch das imposante Treppenhaus nach oben. „Wow, ist das groß!“, raunt Anna. Über den „extra für uns“ ausgerollten Roten Teppich schreiten wir Stück für Stück den Häppchen entgegen. Zitat Lorenz: „Boa, habe ich einen Hunger. Die Snacks sind schon einmal ein guter Anfang.“ Unter den Augen Karls des Großen, der uns von seinem riesigen Gemälde aus beobachtet, stillen wir den ersten Hunger am Buffet im Steinernen Saal. Nun erwacht wieder der Wissensdurst. Wir stöbern durch das Maximilianeum und landen schließlich nach Umwegen im Plenarsaal des Landtags. Klar, dass sich Maxi sich sofort ans Rednerpult stellt.

Dann ist es endlich soweit und wir sitzen im Senatssaal und die Preisverleihung beginnt. Raimund stößt seinen Sitznachbarn an: „Wach auf Lorenz!“ Der Redner ist zwar bemüht, reißt uns aber nicht aus den Stühlen. Aufgeweckt wird das Publikum von der vorzüglich spielenden Big-Band. Eineinhalb Stunden später ist es soweit, die Gymnasien sind an der Reihe. „Puh, auf dem 3. Platz sind wir schon mal nicht.“ Dann erscheint unser Namen auf der Projektionsfläche. 2. Landespreis. Auch die Jury war von unserem Film zur Reformation in Bamberg begeistert. Unter Applaus gehen wir nach vorne und nehmen unsere Urkunden vom Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet entgegen, ein kurzer bayrischer Händedruck, ein Foto, und schon ist Preisvergabe vorbei. „Hat sich die harte Arbeit doch gelohnt“, meint Max, „und der gemeinsame Tag in München hat auch riesig Spaß gemacht!“

Max Einwich, 10b; Benedikt Borckhard, 9e

Link zum Film: https://youtu.be/oagMDNzDvWk