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Dieses Schuljahr war das Clavius-Gymnasium Gastgeber des gemeinsamen Berufsinfotages, der im Rahmen des Aufbaumoduls zur beruflichen Orientierung (ABO) für die 12. Jahrgangsstufen der beiden Gymnasien stattfand.

In zwei aufeinanderfolgenden Runden erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder, darunter unter anderem Polizei, Medizin, Physik sowie Management und Führung,. Die Referentinnen und Referenten gaben dabei wertvolle Informationen zu Ausbildungswegen, Studienmöglichkeiten und beruflichem Alltag.

Während einer gemeinsamen Pause bot ein informelles Austauschformat bei kleinen Speisen und Getränken – erneut großzügig unterstützt durch die Rotary-Clubs – Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen und individuellen Nachfragen.

Im nächsten Schuljahr wird der Berufsinformationstag wieder bei uns am Dientzenhofer-Gymnasium stattfinden.

Für das ABO-Team

Alexandra Fuß

Was macht guten Journalismus bzw. seriöse Berichterstattung aus, insbesondere aus Gebieten, in denen Krieg herrscht? Hierfür bedarf es Menschen, die sich dorthin und somit auch in Gefahr begeben, um authentisch Geschehnisse zu dokumentieren.

Genau dies ist der Job des Bamberger (Kriegs-) Fotografen und Journalisten Till Mayer, der den Schülerinnen und Schülern der Q12 und Q13 und der Klasse 9b im Rahmen der beruflichen Orientierung aus seinem Berufsalltag berichtete. Die Langzeitfolgen von Konflikten und Kriegen hält Mayer seit vielen Jahren in seinen Fotos und Reportagen fest. Dafür wurde er mehrfach ausgezeichnet. Bei der Tageszeitung „Obermain-Tagblatt“ ist er als Redakteur angestellt. Als freier Fotograf und Journalist arbeitet er für zahlreiche Zeitungen, Nachrichten-Portale und Magazine. Seine Fotos werden weltweit in Ausstellungen gezeigt. Seit 2022 steht der Krieg in der Ukraine im Fokus seiner Arbeit.

Anhand ausdrucksstarker Schwarzweißfotografien von ukrainischen Menschen, deren Leben und Alltag vom Krieg beherrscht wird, zeigte er auf, was seine Arbeit ausmacht. Primär sei es wichtig, als Journalist das Vertrauen der Leute zu gewinnen, so Mayer. „Das funktioniert in der Ukraine oft relativ einfach, da den Menschen sehr daran gelegen ist, dass über sie und vor allem über das Unrecht, das ihnen durch die russische Invasion täglich widerfährt, berichtet wird“, erzählt der Journalist. Seine Arbeit bestehe in erster Linie darin, die Auswirkungen des Krieges auf Personen verschiedenster Alters- und Bevölkerungsgruppen vom Soldaten an der Front bis zum evakuierten Rentner aufzuzeigen. Durch Interviews, die er zusammen mit einem ukrainischen Kollegen führt, der auch als Übersetzer fungiert, entstehen Reportagen, die von großen Tageszeitungen wie der Augsburger Allgemeinen oder der Frankfurter Rundschau gekauft und publiziert werden.

„Die Menschen in Deutschland sollen erfahren, was in der Ukraine passiert“, zitierte Till Mayer die Protagonistin einer seiner Reportagen. Jelena, eine 57jährige Frau, musste mit eigenen Händen ihren Sohn begraben. Kurz vor der Flucht mit seiner Mutter aus einem kleinen Dorf an der Frontlinie in der Nähe von Charkiw wollte ihr Sohn rasch ins Dorf fahren, um noch weitere Menschen mitzunehmen, doch von dieser Fahrt kehrte er nicht mehr nach Hause zurück. Einige Tage später erfuhr Jelena von einem Nachbarn, dass das Auto des jungen Mannes unweit seines Zuhauses von einem russischen Panzer getroffen worden und völlig ausgebrannt war. Sie machte sich selbst auf, den Leichnam zu bergen, und schaffte ihn mühselig auf einem Ziehwagen nach Hause, um ihn in einem Sprengtrichter, den eine Mörsergranate in den Garten gerissen hatte, beizusetzen. Ein selbst zusammengezimmertes Kreuz und ein kleines Rosenstöcklein zierten die Grabstätte, die sie erst am Tag vor dem Interview fertiggestellt hatte.

Geschichten wie diese sind es, die Till Mayer von seinen zahlreichen Reisen in die Ukraine mitbringt und die ihn sehr bewegen. Jeden Monat macht er sich erneut dorthin auf den Weg, um quer durch das Land zu reisen und die Schicksale von Menschen zu dokumentieren, die unter dem Krieg leiden. „Alle sind davon betroffen, nicht nur die direkt an der Frontlinie“, so der Journalist. Ein Großteil der Menschen ist mittlerweile psychisch belastet, was sich in Schlafstörungen oder Depressionen äußere. Zahlreiche Kinder und Jugendliche sind traumatisiert. Die Menschen sind von den ständigen, vor allem nachts ertönenden und über Handyapps angezeigten Alarmen, die vor russischen Angriffen warnen und zum Aufsuchen von Schutzräumen und Bunkern aufrufen, müde. „Stellen Sie sich vor, eine Mutter zweier Kleinkinderlebt im siebten Stock eines Hochhauses. Sie muss ihre Kinder schnappen, um sich in den sicheren Keller zu begeben, aber gerade gibt es keinen Strom und sie muss die Treppen mit ihren Kindern an der Hand im Dunklen bewältigen, und das oft Nacht für Nacht.“ Vor allem die russischen Angriffe auf die Versorgungsinfrastruktur sollen die Menschen mürbe machen, die oft nur wenige Stunden am Tag Strom haben und nicht heizen können und das, wo die winterlichen Temperaturen meist viel niedriger sind als bei uns.

Beeindruckend waren auch die Fragen, die im Anschluss an den Vortrag an den Journalisten herangetragen wurden. Zum Beispiel wollte ein Schüler, der sich bei den eben gesehenen Fotos eher an Aufnahmen beispielsweise aus dem Zweiten Weltkrieg erinnert fühlte und dadurch auch eine gewisse Distanz zum Gezeigten verspürte, wissen, weshalb Mayer fast ausschließlich Fotografien in Schwarzweiß publiziere. Dies ermögliche den Fokus auf das Wesentliche, so der Fotograf. „Wie betreiben Sie Psychohygiene, wie schaffen Sie es, von den Schicksalen der Menschen und den Auswirkungen des Krieges nicht selbst so belastet zu sein?“, lautete eine weitere Frage. Hier zog der Journalist den Vergleich zu einem Arzt auf einer onkologischen Kinderstation, der sich auch von seinem beruflichen Alltag befreien und distanzieren müsse, um dann für seine eigene Familie wieder ausreichend Kraft zu haben. Zudem sei er – im Gegensatz zu den Menschen in der Ukraine – in der luxuriösen Situation, dem Krieg jederzeit den Rücken kehren und wieder nach Bamberg zurückkommen zu können. An dieser Stelle zeigte er sich sichtlich verärgert über die „Jammermentalität“, die in Deutschland weit verbreitet ist, obwohl es uns hier gut gehe, da wir in Sicherheit und Komfort leben können.

Am Ende betont Till Mayer, wie wichtig es sei, an einem Thema über längere Zeit dran zu bleiben, denn nur punktuell zu berichten, entspreche nicht seiner Vorstellung von gutem Journalismus.

Im Anschluss an die Veranstaltung machte sich er sich erneut auf den Weg in die Ukraine.

Gabriele Görlich

Resilienz ist „psychische Widerstandskraft; [die] Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“ – so definiert es das Standardwerk „Duden“. Tatsächlich ist dieser Begriff durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Menschen, insbesondere auf die Schülerinnen und Schüler, die zwei Jahre ihrer Schulzeit in einer Ausnahmesituation verbringen mussten und auch privat ganz anders gefordert waren, in Mode gekommen. Auch vier Jahre nach einer völlig ungewohnten Situation mit Schulschließungen, Distanz- und Hybridunterricht stellen sich die Fragen:  Ist es mit der Rückkehr in die schulische Normalität wirklich gelungen, dass alles ist, wie es war? Kann ein Mensch wie ein an einem Gummiband befestigter Gegenstand problemlos in seine alte Position zurückschnellen, ein Reset und einen Neustart machen wie ein Computer?
Die Ursachen für Stress sind vielfältig: die Ohnmacht angesichts globaler Krisen, die individuelle Wahrnehmung schulischer Anforderungen, die Veränderungen der Gesellschaft durch das Schwinden traditioneller Bindungen und vieles mehr. Zahlreiche – auch internationale wie z. B. durch die WHO herausgegebene – Studien stellen übereinstimmend fest, dass die Zahl der Heranwachsenden, die sich gestresst oder psychisch besonders herausgefordert fühlen, stetig zunimmt.
Mit dem Thema Stressbewältigung und Resilienz befassten sich die Jahrgangsstufe 12 und 13 am 17. Dezember. Referentinnen und Referenten der Beratungsfirma ATrain gestalteten hierzu Workshops. Dabei sollten Stresserfahrungen, aber auch Überlebensstrategien reflektiert werden, um die eigene Resilienz zu stärken.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren durchwegs positiv. Es habe bei einer entspannten Atmosphäre viele hilfreiche Informationen, Tipps und Lösungsstrategien gegeben. Es bleibt zu hoffen, dass diese den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten und auch den Schülerinnen und Schüler der Q 12, die erst in die Kursphase der Oberstufe gestartet sind, Nutzen gebracht haben.
Anna Krug und Mirko Hammerschmidt

Am Freitag den 11.7.2025 fand der diesjährige, schulinterne Tanzkurs einen gebührenden Abschluss mit dem Abschlussball in der Tanzschule Scholz. Die Teilnehmenden waren elegant gekleidet, etwas nervös und voller (Vor-)Freude erschienen.

Nach dem Einmarsch wurde die erste von vielen Tanzrunden eingeläutet und die Schülerinnen und Schüler zeigten was sie in den vergangenen sechsmal 80 Minuten gelernt hatten. Auch etliche Eltern ließen sich diesen Abend und die Gelegenheit selbst wieder das Tanzbein zu schwingen nicht entgehen und begrüßten ihre Kinder mit tosendem Applaus. Neben einer Eltern-Kind-Runde wurde als kleine Einlage eine Polka und etwas Linedance dazwischengeschoben.

Je später der Abend wurde, umso mehr trauten sich dann auch die Eltern auf die Tanzfläche und die Stimmung stieg immer weiter, bis leider gegen Mitternacht die Rausschmeißer gespielt wurden – ja Mehrzahl, denn kein Musikstil, kein Lied schaffte es, die Tänzer von der Tanzfläche zu scheuchen, weder Kuschellieder noch Rammstein.

 

Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt: Das Buffet wurde mit vielen leckeren Salaten, süßen und herzhaften Blätterteigstücken, Würstchen und Kuchen etc. reichlich gefüllt. Vielen Dank an alle, die hier etwas beigetragen haben!

 

Der Tanzkurs mit dem Abschlussabend hat mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck bei den Beteiligten hinterlassen und es wird sich gerne daran erinnert werden…in 5 oder 50 Jahren ‘Weißt du noch? Damals? Der Tanzkurs bei uns am DG?’

 

Auf ein nächstes Mal im nächsten Schuljahr!

 

i.A. D. Schneider

 

Von 21. bis 28. Januar 2025 war der reguläre Stundenplan für unsere 11. Jahrgangsstufe außer Kraft gesetzt. Stattdessen forschten die Schülerinnen und Schüler an selbstgewählten Fragestellungen zum Thema „Licht und Dunkelheit”. Von naturwissenschaftlichen Phänomenen wie Photosynthese über philosophische Fragestellungen bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen deckten die Themen ein breites Spektrum ab. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten selbstständig, erhoben zum Teil eigene Daten und verarbeiteten die Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Posters. Im Fokus stand hierbei vor allem die Eigenorganisation zu stärken und erste Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten zu schaffen.

Die intensive Arbeitswoche endete mit den Präsentationen der Ergebnisse im Klassenverband. Abschließend wurden alle Endprodukte für einen Gallery Walk im Mehrzweckraum aufgestellt. Hier wählten die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe den „Schülerliebling“ unter den wissenschaftlichen Postern. Zwei Teams erzielten die gleiche Stimmzahl und teilten sich somit das Podest: Arthur Blum, Felix Schüpferling, Julian Schuster und Tim Baum betreut durch StR Tim Hunger mit dem Thema „Laser und Lichtshows. Wie funktionieren Laser und wie werden Lichtshows realisiert.“ sowie Franka Dörle, Hanna Deuber, Lani Helmreich und Lelia Kauder betreut durch StRin Elisabeth Schneider mit dem Thema „Umgang mit Sieg und Niederlage im Sport“.

Per Votum im Kollegium wurde zudem der „Lehrerliebling“ gekürt. Hier gewann das Team Emily Breitfelder, Noel Kellenbeck und Adrian Weigel betreut durch StRin Ann-Marie Frank mit dem wissenschaftlichen Poster zum Thema „Dunkelziffer – Irreguläre Migration von Süd- und Mittelamerika in die USA“.

Besonderer Dank gilt der Gesellschaft der Freunde des Dientzenhofer-Gymnasiums (GFDG), die in diesem Jahr erneut den Druck der wissenschaftlichen Poster sponsorte!

 

Von Ann-Marie Frank

 

Auch in diesem Jahr wurden die besten W-Seminararbeiten prämiert – die letzten des auslaufenden G 8.

Schulleiterin Cleary begrüßte die Preisträgerinnen und Preisträger, die Lehrkräfte und die anderen Gäste und wies in ihrer kurzen Ansprache auch auf den Systemwechsel hin. Vertieftes Arbeiten werde auch künftig erforderlich sein, um eine gelungene Seminararbeit anzufertigen.

 

Friederike Büttner hatte sich in ihrer Arbeit mit dem Titel „Hera und Juno in Rick Riordans ‚Helden des Olymp‘“ mit der griechisch-römischen Göttermutter bzw. deren Rezeption durch den US-amerikanischen Schriftsteller Riordan auseinandergesetzt. Sie beschrieb ihre Vorgehensweise, ermunterte aber die anwesenden 11.-Klässlerinnen und 11.-Klässler, früher zu beginnen. Als größte Schwierigkeit beschrieb sie den Umstand, dass es aufgrund des Mangels an Sekundärliteratur notwendig gewesen sei, viel eigenständig zu arbeiten.

Vorab lobte OStR Mirko Hammerschmidt, der die Arbeit betreut hatte, den Prozess, der bei der Erstellung sichtbar geworden sei. Zwei Facetten der Göttin seien gut sichtbar geworden – die gütige Gottheit einerseits, die gemeine andererseits.

 

Auch OStRin Birgit Wietzig stellte heraus, dass die fehlende Literatur eine besondere Hürde bei der von ihr begleiteten Studie gewesen sei: Annika Nickl, die das W-Seminar in Französisch absolvierte, hatte in ihrer Arbeit „Frère ! : Diego et Eddy : deux mondes différents – un rêve en commun“ noch die Herausforderung gemeistert, ihre Darstellung in französischer Sprache anzufertigen. Außerdem sei der Roman aus dem Jahr 2021 in französischer Jugendsprache verfasst; diese sei schwierig, ja sogar selbst von den Eltern der Heranwachsenden in den banlieus nicht zu verstehen. Von daher sei der Schülerin höchste Anerkennung zu zollen.

 

„Die Bedeutung des Bodens im Ackerbau und dessen Optimierung“ – so der Titel – hatte das Interesse von Jakob Stollberger geweckt, dessen Untersuchung des Ackerlands im elterlichen Betrieb ein hohes Maß an Eigenständigkeit durch den Verfasser bewies. Dies betonte auch StRin Katrin Schmidt in ihrer Laudatio. Mit der Analyse von Bodenproben und der Recherche zur Auswertung habe der Schüler gezeigt, dass er für wissenschaftliches Arbeiten gerüstet sein.

 

Bei der Veranstaltung wurden noch weitere hervorragende Beiträge geehrt, allen voran der von Annika Raab, einer versierten Vertreterin der Schule, wenn es um die Teilnahme an Wettbewerben geht, wie OStDin Cleary hervorhob. Die für „Jugend forscht“ erstellte „Bestimmung der Spektralklasse von Sternen mit Amateurmitteln“ war preiswürdig und konnte als Seminararbeit anerkannt werden; für die Unterstützung bedankte sich die Jungforscherin bei StD Dr. Dorbath.

 

Anerkennung fanden auch:

Haakon Baumgartner: Das Nordpolarmeer

Nils Brändel: Politisch motivierte Kriminalität von rechts in Deutschland seit 2015

Felipe DAgostino: Der moderne Drachenmythos am Beispiel von J.K. Rowlings „Harry Potter“

Finn Döppel: Der Rhein-Main-Donau-Kanal – eine verbindende europäische Wasserstraße

Tim Helmreich: Die Emscher – das blaue Wunder

Johannes Herold: Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für Wirtschaft und Energie

Maximilian Merkel: Ursachen und Folgen der Energiekrise

Luis Minnigerode: Die Sirenen – ein Vergleich zw. der “Odyssee” und “Der Bund der Vier – (…)”

David Oberst: Antike Abenteuermotive der Odyssee und Aeneis im Vergleich zu Tolkien (…)

Lara Ortmaier: Ursachen und Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern (…)

Emilia Rudolph: Diabetes Typ 2 im Zusammenhang mit Ernährung und fehlendem Sport

Louisa Schuster: Klimawandel und dessen Auswirkungen auf den Raum Bamberg

Samuel Sieber: Die Wasserknappheit in Spanien

 

Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch StR Martin Schäfer. Auf Stellwänden wurden außerdem einige der P-Seminare vorgestellt.

 

Von Anna Krug

 

Die Wissenschaftswoche ist ein Element der neuen 11. Jahrgangsstufe des neunjährigen Gymnasiums, das die Schülerinnen und Schüler an das eigenständige wissenschaftliche Arbeiten herangeführt. Anstelle des regulären Unterrichts wurden vom 01.02. bis zum 07.02.2024 vorab festgelegte Fragestellungen aus verschiedenen Fachbereichen in Kleingruppen untersucht. Das Überthema war in diesem Jahr „Zukunft“.  Neben ausgiebiger Literaturrecherche erhoben einzelne Teams auch eigene Daten mithilfe von quantitativen Umfragen oder qualitativen Interviews oder führten sogar eigene Experimente durch. Am letzten Tag der Wissenschaftswoche wurden die auf wissenschaftlichen Postern zusammengetragenen Informationen präsentiert. Großzügigerweise sponsorte in diesem Jahr die Gesellschaft der Freunde des Dientzenhofer-Gymnasiums die Druckkosten. Zum Publikumsliebling wurde das Poster von Luca Langhojer, Melina Kugler, Robin Reichelt und Sarah Kamper unter der Betreuung von StDin Birgitta Helmstätter zu „Kontrafaktische Geschichte“ gekürt.

Die wissenschaftlichen Poster sind aktuell im Erdgeschoss sowie 1. Stock des Neubaus ausgestellt.

 

 

„Alle 12 Minuten verliebt sich ein Single über Parship.“ – wir alle kennen diesen Werbeslogan für die bekannte Dating-Plattform „Parship“. Was hingegen die wenigsten unter euch wissen werden, ist, dass nach Zahlen der DKMS ebenso alle 12 Minuten ein Mensch in Deutschland die schockierende Diagnose Blutkrebs erhält. Und was dann?

In vielen Fällen ist eine Stammzellenspende für die betroffene Person die letzte Überlebensmöglichkeit. Und genau um die Chance auf eine solche lebensrettende Spende zu erhöhen, hat das P-Seminar, geleitet von Herrn Christian, am Mittwoch vor den Weihnachtsferien eine Typisierungsaktion im Mehrzweckraum organisiert. Unterstützt wurden wir dabei von der DKMS, der deutschen Knochenmarkspenderdatei. Diese schickte uns im Voraus Registrierungssets zu, welche aus drei Wattestäbchen und einem Rücksendeumschlag bestehen. Diese können übrigens auch jederzeit unkompliziert auf der Website der DKMS zur Typisierung für daheim angefordert werden.

Im Laufe der Typisierungsaktion hatten also alle Schüler der höheren Klassen ab 17 Jahren und natürlich auch die Lehrer die Möglichkeit, sich typisieren zu lassen. Neben den fleißigen Schülern wurde unsere Typisierungsaktion aber auch von politischer Ebene unterstützt – es kamen Hr. Glüsenkamp, der zweite Bürgermeister der Stadt Bamberg, welcher sogar eine kurze Rede hielt, und Herr Kellner, der stellvertretende Landrat.

Zusätzlich zu der Typisierung organisierte das P-Seminar auch noch einen Kuchenverkauf, dessen Erlöse zu 100 % als Spende an die DKMS gingen. Dabei kamen immerhin knapp 100 Euro zusammen. Letzten Endes hat uns aber vor allem die Zahl der Menschen, welche sich an diesem Tag typisieren ließen, positiv gestimmt: 67 eventuelle Lebensretter.

Vielen Dank also an jeden Einzelnen, der unsere Aktion, sei es mit einer Spende oder einer Typisierung, unterstützt hat und an Herrn Christian, welcher unser P-Seminar gut durch die Vorbereitung und Organisation dieser Aktion geführt hat.

Albinia Schallock im Namen des P-Seminars

 

 

Resilienz ist „psychische Widerstandskraft; [die] Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“ – so definiert es das Standardwerk „Duden“. Tatsächlich ist dieser Begriff durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Menschen, insbesondere auf die Schülerinnen und Schüler, die zwei Jahre ihrer Schulzeit in einer Ausnahmesituation verbringen mussten und auch privat ganz anders gefordert waren, in Mode gekommen. Ist es mit der Rückkehr in die schulische Normalität wirklich gelungen, dass alles ist, wie es war? Kann ein Mensch wie ein an einem Gummiband befestigter Gegenstand problemlos in seine alte Position zurückschnellen, ein Reset und einen Neustart machen wie ein Computer?

Mit dem Thema Stressbewältigung und Resilienz befasste sich die Jahrgangsstufe 12 am vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien. Referentinnen und Referenten der Beratungsfirma ATrain gestalteten hierzu Workshops. Dabei sollten Stresserfahrungen, aber auch Überlebensstrategien reflektiert werden, um die eigene Resilienz zu stärken.

Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren durchwegs positiv. Es habe bei einer entspannten Atmosphäre viele hilfreiche Informationen, Tipps und Lösungsstrategien gegeben. Es bleibt zu hoffen, dass diese den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten im kommenden Jahr in den Wochen der Abiturprüfungen wirklich von Nutzen sind.

 

Von Anna Krug