Menu

Die Hoffnung stirbt zuletzt, so auch bei der großen „Haferkorn“-Familie, die sich seit über sechs Jahrzehnten traditionsgemäß am letzten Schultag vor Weihnachten trifft. Das wohl größte Schulturnier Deutschlands muss sich aber auch heuer der Pandemie beugen. Die Entwicklung der Fallzahlen mit den einhergehenden rechtlichen Rahmenbedingungen machen es nicht möglich, das 63. Turnier auf acht Spielfeldern in vier Hallen ordnungsgemäß durchzuführen. So siegten Vernunft und die Frage der möglichen Machbarkeit; diese Großveranstaltung mit über 250 Aktiven, einer Vielzahl von Schiedsrichtern und Kampfgerichts-Beteiligten sowie die Einbindung der Schülerschaft und Basketballfans ist am 23. Dezember schlichtweg nicht zu realisieren.

Schweren Herzens kamen Brigitte Cleary und Thomas Meier als Führungsspitze der veranstaltenden Schulen vom Dientzenhofer- und Clavius-Gymnasium mit den beiden Hauptorganisatoren Reinhold Eckert und Bertram Wagner, die 2012 den „Haferkorn“-Stab von Bambergs Basketball-„Vater“ Bert Peßler bekommen haben, übereinstimmend zu dem Entschluss, dass man Turnier Nr. 63 erst einmal für den Dezember 2021 streichen, aber für das gesamte Schuljahr gesehen nicht vollständig absagen wolle. Anfang des Jahres wolle man noch einmal beraten, ob eine Durchführung trotz vieler Fix-Termine noch möglich sein kann. Dann gäbe es eben 2022 ein doppeltes Klaus-Haferkorn-Gedächtnisturnier, vorausgesetzt man könne dies auch verantworten. Terminiert ist jedoch bereits der nächste offizielle Termin: 23. Dezember 2022.

Ob dann wieder Körbe geworfen werden können und welche rechtlichen Vorgaben herrschen, steht natürlich in den Sternen. Das 63. Turnier hätte dann eine zweijährige Verspätung, die „Haferkörner“ sitzen jedenfalls auf ihren gepackten Sporttaschen. Die Hoffnung auf das nächste Corona freies „Haferkorn“ stirbt zuletzt.

Katja Wagner

Corona bändigt Basketball: Zweite „Haferkorn“-Absage zum obligatorischen Termin am letzten Schultag vor Weihnachten. Den beiden Hauptorganisatoren Reinhold Eckert (links) und Bertram Wagner – hier kurz vor dem 60er-Jubiläum im Jahre 2017 – blieb keine andere Wahl.

Foto: Katja Wagner

 

Am Sonntag, den 11.07.2021, standen 17 Schülerinnen und Schüler zusammen mit drei Begleitlehrkräften am Bamberger-Bahnhof und warteten auf ihren Zug nach Oberstdorf. Vor ihnen lagen neben An- und Abfahrtstagen sechs reine Wandertage mit einer Gesamtstrecke von 105 km. Auf sie warteten aber vor allem knapp 5200 Höhenmeter im Aufstieg und 5800 Höhenmeter im Abstieg, denn es sollten die Alpen zu Fuß überquert werden, eine Alpenüberquerung von Oberstdorf in Deutschland bis nach Meran in Italien. Die Jugendlichen besuchen alle das Dientzenhofer-Gymnasium und haben das P-Seminar „Alpenüberquerung“ gewählt. Das Projekt-Seminar (P-Seminar) ist allgemein ein Bestandteil der gymnasialen Oberstufe in Bayern, um die Schüler bei ihrer Studien- bzw. Berufswahl zu unterstützen. Neben der Beschäftigung mit möglichen Studiengängen, muss ein Jahr lang ein Projekt gemeinsam mit außerschulischen Partnern umgesetzt werden. Außerschulische Partner, mit denen die Schülerinnen und Schüler Kontakt aufnehmen müssen, gibt es bei einer Alpenüberquerung viele: Deutsche Bahn, Hüttenwirte, Busunternehmen, Taxiunternehmen, Hoteliers, Privatvermieter, Alpenverein und natürlich unser Sportgeschäft vor Ort – Rolands Alpinladen usw..

Zurück zum Bahnhof – da standen sie nun, in ihren Bergstiefeln und dem schweren Rucksack auf dem Rücken. Bereits ohne die 3 Liter Wasser als tägliches Getränk wogen die Rucksäcke bereits zwischen 8 und 12 kg. Wir Begleiter hatten ehrlicherweise fast nicht mehr daran geglaubt, in diesem von Corona bestimmten Schuljahr zu einer Fahrt aufbrechen zu dürfen. Ein detailliert ausgearbeitetes Hygienekonzept mit täglichen Testungen, dem Benutzen von Kleinbussen, mit Privatunterkünften und mit von anderen Gruppen distanzierten Unterbringungen in Hütten sowie weitere Überlegungen, führten zur Erlaubnis, die Alpen zu überqueren. Die meiste Zeit des Tages würden wir ohnehin für uns als Gruppe, von viel frischer Luft umgeben, allein durch die Alpen wandern. Im Rückblick eigentlich die perfekte Lösung, um etwas zu erleben, ohne sich dem Risiko einer Ansteckung auszusetzen. Als Begleitlehrkräfte waren Tobias Reinauer, Thomas Platzöder und Elisabeth Schneider in den Alpen unterwegs.

Im Vorfeld mussten die potenziellen Alpenüberquerer einige Übungsmärsche in unserer fränkischen Heimat absolvieren. Ohne die verschiedenen Lockdowns wären es sicherlich noch mehr gewesen. Als Höhepunkt gab es eine Wanderung mit 950 Höhenmetern in der Umgebung von Scheßlitz. Bergauf, bergab, bergauf, nicht auf dem Grad bleiben, war dabei das Motto. Dabei zeigte sich bei einigen, wie wichtig das Material an den Füßen ist. Nicht passende Wanderschuhe, falsche Socken, unpassende Schnürung – ein weites Feld, bei dem uns Rolands Alpinladen mit Rat und Tat zur Seite stand. Blasenpflaster und Tape bevor die Blasen kommen und andere Tricks hatten wir verinnerlicht. Zusammen mit Treppenläufen und einem alpinen Erste Hilfe Kurs fühlten wir uns zumindest gut vorbereitet.

Für die erste Etappe war im Gegensatz zu den weiteren Tagen sehr gutes Wetter angekündigt. Nach 9 Stunden mit 1030 Höhenmetern aufwärts und 1120 Höhenmetern abwärts war unser erstes Ziel erreicht – Holzgau in Österreich. Die Jugendlichen konnten unterwegs auf der Kemptner-Hütte ihre erste Hüttenmahlzeit einnehmen, bevor einige besonders mutige unter uns unter einem Wasserfall ein Bad nahmen. Bis dahin mussten wir zahllose Wasserläufe, Matschfelder und schon ein Schneefeld überqueren. Dies sollte alles nur ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Tage sein. Ab Etappe 2 regnete es fast dauerhaft. „Bei gutem Wetter kann jeder wandern“ war ein Spruch, den wir öfters in der Gruppe hörten. Der sehr guten Stimmung tat der Regen nie einen Abbruch, einige schien er zusätzlich zu motivieren.

Auf der zweiten und dritten Etappe hatten sich nun alle Teilnehmer eine sehr hohe Trittsicherheit erworben. Das Überqueren von Flussläufen war nun keiner Rede mehr wert, nasse Steine im Auf- oder Abstieg wurden wie auf einem Gehsteig begangen. Auf der Ansbacher-Hütte gab es eine Einführung in Schafkopf. Ab diesem Abend gehörte das Spiel zum festen Bestandteil des Abendprogramms. Kein Fernseher, kein Radio, meist kein Handyempfang, aber gute Gespräche und immer drei Tische mit Schafkopf. Nach wieder mehr als 1000 Höhenmetern fielen wir alle in die Betten, bzw. in die Schlafsäcke. Die vierte Nacht verbrachten einige von uns in einer mongolischen Jurte, ein mit Pferdehaar ausgekleidetes Zelt. Ein Waschbecken, eine Toilette, mehr gab es dort nicht. Die Jugendlichen hatten sehr schnell ihre häusliche Comfortzone vergessen und merkten, wie wenig man eigentlich benötigt. Etliche unsere ideellen, erhofften Ziele hatten wir Begleiter bereits vollständig erreicht.

An den ersten drei Tagen waren einige unsere Schülerinnen und Schüler bereits an ihre körperliche Grenze geraten, bzw. sie dachten, sie hätten diese bereits überschritten. Ein neues geflügelte Wort machte die Runde: alles Kopfsache. Mann kann fast alles erreichen, wenn man es nur will. Hier waren es die Etappenziele, später im Leben wird es vielleicht der Abschluss des Studiums sein.

Auf der vierten Etappe ging es nun endgültig in die alpine Alpenwelt. Die Braunschweiger Hütte auf 2759 m war das Ziel dieser Etappe. Sie liegt am Ende des Pitztals und ist nur über einen schweißtreibenden Aufstieg zu erreichen.  Hinzu kommen etliche Passagen bei denen Felsblöcke und anderen Stufen nur unter Zuhilfenahme der Hände überwunden werden können. Unsere Alpenüberquerer waren trotz der Anstrengung völlig begeistert. Sie wollten nur so wandern – kleine Kletterpassagen, exponierte Wege, oberhalb der Baumgrenze. Völlig zurecht trägt dieser Abschnitt die Bezeichnung Königsetappe. Die Anzahl der Pausen wurde für einige Schülerinnen gerade zum Ende des Aufstieges deutlich größer, aber irgendwann stand sie wie aus dem Nichts vor uns, die im Gletschergebiet gelegene Schlafstätte.

Am nächsten Morgen ging es nun endgültig auf 3000 m hoch. Nach einer kleinen Kletterpassage lagen nun bei 4 Grad Außentemperatur die ausgedehnten Schneefelder vor uns. Hochkonzentriert wurde nun jeder Schritt gesetzt, denn wir wollten nicht auf einem Schneefeld 200 m in einen weiten Auslauf hinabrutschen. Absolute Stille, keiner sagte etwas, denn wir wussten alle um die Schwierigkeit. Am Ende gönnten wir uns sogar eine kleine Rutschpartie von 50 m auf dem Hosenboden. Auch diese heikle und lustige Möglichkeit im Abstieg meisterten die neugeborenen Alpinisten mit Bravour und kämpften sich bei Nieselregen und Nebel auf einem angeblich wunderschönen Panoramaweg in Richtung Bergsteigerdorf Vent vor.

Die letzte Etappe führte uns über die Similaun-Hütte, den höchsten Punkt der Tour und den Übertritt nach Italien. Voller Stolz wanderten wir unsere letzten zwei Stunden Meran entgegen. Getragen von einer großen Sympathiewelle, welche uns aus der Heimat erreichte – viele Freunde und Eltern fieberten täglich anhand von Bildern und Texten in  einem täglichen Blog auf unserer Schulhomepage mit – erreichten wir den Vernagter Stausee.

In Meran angekommen war von Müdigkeit oder Pause keine Spur. Ein paar Jungs frönten ihrem Hobby dem alltäglichen Workouts mit bis zu 500 Liegestützen am Pool und der Rest gönnte sich eine kalte Erfrischung in demselbigen.

Bei Pizza und wohlig warmen Temperaturen feierten wir die Überquerung und wagten uns sogar noch auf eine kleine Stadtbesichtigung nach Meran vor. Am Sonntagmorgen ging es dann per Bus und Bahn wieder nachhause.

Wir Lehrkräfte sind auch im Nachgang sehr stolz auf unsere Gruppe. Dies betrifft nicht nur die körperliche Leistung, sondern an vielen Stellen hatte sich ein Teamcharakter herausgebildet, der seinesgleichen sucht. Man musste nicht nach der helfenden Hand fragen, sie war einfach da. Wir hoffen, dass viele dieser Schülerinnen und Schüler die Schönheit, das Besondere, aber auch die Zerbrechlichkeit der Bergwelt in sich aufgenommen haben.

In Vorfreude auf die nächsten Alpenüberquerung

Thomas Platzöder, Tobi Reinauer, Elisabeth Schneider

Sommerschule ‘21

„Gemeinsam Brücken bauen“ war das Motto der Sommerschule am DG. In der letzten Woche der Sommerferien fanden sich Lehrer/innen, Schüler/innen und Tutoren/innen in der Schule ein, um gemeinsam Lerndefizite, die während des Corona-Lockdowns entstanden, zu schließen oder wenigstens zu verkleinern. Auch wenn der Unterricht am Montag erst um 9.30 Uhr begann, schaute der eine oder die andere doch recht müde und verdrossen aus der Wäsche. Doch schon in der Mittagspause war zu hören, dass es eigentlich ganz „schön“ sei oder dass es „scho basd“. In der Gruppe macht es eben mehr Spaß, sich auf das neue Schuljahr vorzubereiten. Den Unterricht erteilten zum Teil DG-Lehrer/innen, für Abwechslung sorgten externe Lehrkräfte und Tutoren/innen. Gerade letztere sprechen die Jugendlichen anders an und ermöglichten so neue Lernerfolge.

Die letzte Ferienwoche nur mit Mathe, Latein, Französisch, Englisch und Chemie zu verbringen, wäre dann aber doch etwas zu hart gewesen und daher kam der Spaß in der Gruppe nicht zu kurz. Neben dem gemeinsamen Mittagessen konnte man sich in der Sporteinheiten auspowern. Ein Höhepunkt war sicherlich das Basketballtraining mit Benedikt Fösel, einem Jugendtrainer der Brose Baskets. LernenLernen-Stunden und erlebnispädagogische Einheiten rundeten das Programm ab.

Am Ende der Woche war man sich einig, dass die eine oder andere Lernlücke geschlossen werden konnte und genügend Raum zum Reden, Zuhören und auch Lachen und Toben war.

Allen Lehrkräften, Tutoren/innen, dem Oasen-Team, den Hausmeistern und den Organisatoren/innen im Hintergrund vielen Dank für die hervorragende Arbeit und allen Schülern/innen ein großes Lob für ihr Engagement für die Schule in den Ferien!

Bleibt nur zu hoffen, dass das Schuljahr 2021/22 von Distanz- und Wechselunterricht verschont bleibt, so dass in den nächsten Sommerferien keine Sommerschule mehr nötig ist, auch wenn sie dieses Jahr rundum gelungen ist.

M. Schuster

 

Blättert man in der sportlichen DG-Geschichte, wird man rasch fündig: angefangen von mehreren Bundesfinal-Triumphen im Schwimmen, in der Leichtathletik und im Basketball über bayerische Titel im „Hunderter-Pack“ bis hin zum traditionsreichem Klaus-Haferkornturnier. Aber ein DG-Olympionike, der fehlte bislang noch …

Historisches Gruppenfoto in Tokio: Johannes Thiemann (hintere Reihe, dritter Spieler von links) gehörte zur festen Rotation von Bundestrainer Henrik Rödl.    Foto: DBB

Seit den Spielen in Tokio ist auch diese „Lücke“ geschlossen, denn der ehemalige Abiturient Johannes Thiemann gehörte zum 12-Mann-Kader des Deutschen Basketball Bundes und hatte einen gehörigen Anteil daran, dass das DBB-Team sensationell (Finalsieg gegen Brasilien) nicht nur die Qualifikation für die Spiele schaffte, sondern in der japanischen Hauptstadt auch das Viertelfinale erreichte. Bei den Top8 war dann gegen Slowenien (70:94) leider Endstation.

Johannes Thiemann: bereits 53 A-Länderspiele.    Foto: Bertram Wagner

Der ehemalige DG-ler (Abiturjahrgang 2012), der bis 2016 im Kader von Brose Baskets stand und das Bamberger Jugendprogramm erfolgreich durchlief, stand des Öfteren in der Starting Five und spielte in den vier Partien durchschnittlich 21 Minuten auf der Centerposition. Auch seine weiteren Stats können sich sehen lassen: 6,5 Punkte, 42% Trefferquote, alle vier Freiwürfe verwandelt und 24 Rebounds geholt (was Rang 9 im Gesamtklassement bedeutet).

Nach seinem Auftritt in diesem „Sommermärchen“ besitzt der 27-Jährige auch gute Karten für die Heim-EM 2022. Eines steht fest: Seine 53 Länderspiele sind noch lang nicht das Ende der Fahnenstange.

 

 

 

Typisch Johannes Thiemann: Mit viel Energie zieht die Nr. 32 im DBB-Team zum Korb.   Foto: Bertram Wagner

Die gesamte Schulfamilie ist sehr stolz auf den DG-OLYMPIONIKEN JOHANNES THIEMANN und wünscht ihm für seinen weiteren sportliche Weg (derzeit beim deutschen Meister Alba Berlin) Alles Gute.

Von Bertram Wagner

 

 

Am vergangenen Freitag, den 16.07.2021, hatte Petrus ein Einsehen und bescherte uns optimales Laufwetter für unsere Runden um den Troppauplatz.

Dementsprechend motiviert waren die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe, die jeweils 60 Minuten Zeit hatten, um möglichst viele Runden für den guten Zweck zu drehen. Zuvor hatten sich die Kinder im Verwandten- und Bekanntenkreis Sponsoren gesucht, die Ihnen für jede gelaufene Runde einen festen Spendenbetrag zugesagt hatten.

Die Kids waren top motiviert und so erliefen unsere 5.Klässler insgesamt rund 4600€ für den guten Zweck und unsere 6.Klässler sogar rund 4800€! Jetzt heißt es für die Sponsoren ihr Versprechen einzulösen und den fleißigen Läuferinnen und Läufern den Spendenbetrag auszuzahlen!

Die laufstärkste Klasse war in diesem Jahr die 6B mit insgesamt 249 (!) gelaufenen Runden, gefolgt von der Klasse 6F mit 239 Runden. Bei den 5.Klassen lief die 5D mit 186 Runden am weitesten, knapp gefolgt von der 5B mit 181 Runden.

Beste Einzelläufer*innen waren in der 5.Jahrgangsstufe Emilia Rieger (5A) und Kelsey Kaldenbach (5D) mit je 11 absolvierten Runden sowie Luca Brendel (5b) mit beeindruckenden 15 Runden. In der 6.Jahrgangsstufe taten sich besonders Svenja Kaiser (6D) mit 13 Runden und Dominik Prade (6D) mit dem Tagesrekord von 16 Runden (!) hervor.

Das P-Seminar „Organisation und Durchführung schulsportlicher Veranstaltungen“ und die Fachschaft Sport bedanken sich bei allen Läuferinnen und Läufern für ihr großes Engagement für die gute Sache. Ihr könnt alle sehr stolz auf euch sein!

Jede Serie hat bekanntlich einmal ein Ende – unabhängig ob ein sportliches Weltereignis, familiäre Feiern oder Traditionsveranstaltungen, Covid-19 stoppt landauf, landab Veranstaltungen. So verwundert es letztlich nicht, dass auch die 63. Auflage des weit über Bambergs Grenzen hinaus bekannten Klaus-Haferkorn-Gedächtnisturniers, gewohnt am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien ausgetragen, in diesem Jahr ausfallen muss. Am 23. Dezember 1958 war die Geburtsstunde, das Turnier entwickelte sich zu einer „Keimzelle“ des Bamberger Basketballs und über 2 300 Begegnungen gingen über die Haferkorn-Bühne, ehe nun Corona stärker als Tradition und Sport ist.

Schweren Herzens, aber angesichts der Lage ohne „Wenn und Aber“ kamen Brigitte Cleary und Thomas Meier als Führungsspitze der veranstaltenden Schulen vom Dientzenhofer- und Clavius-Gymnasium mit den beiden Hauptorganisatoren Reinhold Eckert und Bertram Wagner überein, dass am 22. Dezember dieses Jahres keine Körbe erzielt werden können. Thomas Meier über diese Entscheidung: „Auch wenn das Bedauern über die Absage dieses traditionsreichen Turniers, das so viele Menschen für einen so tollen Sport zu begeistern vermag, sehr groß ist, müssen doch leider Verantwortung und Vernunft in diesem Jahr die Oberhand behalten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Mit Freude fiebern wir schon einem Corona-freien Turnier im kommenden Jahr entgegen.“

Angesichts der Dimension dieser Großveranstaltung mit über 250 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet gehen Verantwortung und Sicherheit in dieser Pandemie-Zeit eindeutig vor gegenüber sportlichem Ehrgeiz und der alljährlichen Wiedersehensfreude. Für 32 gemeldete Mannschaften, aufgeteilt in acht Hallen, ein Hygiene-Konzept zu entwerfen, das die behördlichen Standards im vollen Umfang berücksichtigt, ist für die Verantwortlichen ein Ding der Unmöglichkeit. Wie soll da die Sicherheit für alle Beteiligten der über 60 geplanten Begegnungen gewährleistet werden? Angefangen von der Umkleidesituation, dem Spielbetrieb über die Zuschauer- und Verpflegungssituation bis hin zum „Treffen“ (inkl. Siegerehrung) am Abend.

Natürlich stehen die Rahmenbedingungen längst, Reinhold Eckert hatte schon zu Jahresbeginn den Spielplan entworfen, die Haferkorn-Statistik auf den neuesten Stand gebracht und die Jubilare 2020 auf dem Ehrungsschirm.

Genauso wie Eckert war auch Bertram Wagner – beide seit über vier Jahrzehnten dabei und seit 2013 in der Organisations-Verantwortung – in der ersten Phase des Lockdowns noch verhalten optimistisch, dass das Turnier, das 2017 das runde „Sechziger“-Jubiläum feiern konnte und dabei hohe Wertschätzung erfuhr, Ende des Jahres stattfinden könnte. „Als sich dann aber im Sommer die Richtlinien für größere Veranstaltungen und den Schulbetrieb herauskristallisierten, schrumpfte der Hoffnungsschimmer zusehends. Ein Jahr ohne Haferkorn, zunächst zwar nicht richtig vorstellbar, nun aber wahr. Man muss sich da schon ein bisschen zwicken, aber es ist die harte Realität.“ Es dürfte viele Aktive, die schon mehrere Jahrzehnte dabei sind, geben, denen ähnliche Gedanken durch den Kopf schießen und die einen nicht derart für möglich gehaltenen, außergewöhnlichen Tag – nicht am Ball, sondern in der Schule oder Büro – zwei Tage vor Weihnachten verbringen werden.

Für das Quartett Eckert/Wagner/Cleary/Meier und die gesamte Haferkorn-Familie ist der Fokus nun auf den 23. Dezember 2021 gerichtet, wenn dann mit einjähriger Verzögerung (hoffentlich) das 63. Turnier stattfinden kann.

Katja Wagner

Die beiden Hauptorganisatoren Reinhold Eckert (links) und Bertram Wagner – hier kurz vor dem 60er-Jubiläum im Jahre 2017 – waren sich zusammen mit den Führungsspitzen der veranstaltenden Schulen Dientzenhofer-Gymnasium (Brigitte Cleary) und Clavius-Gymnasium (Thomas Meier) einig, dass angesichts der Corona-Situation und den damit verbundenen Richtlinien das diesjährige Haferkornturnier, erstmals nach 62 Turnieren,  nicht stattfinden kann.

Foto: Katja Wagner

Haferkorn Corna quer

Der Lotto-Bayern-Spendenwurf bei Brose Bamberg hat schon eine lange Tradition, beim Heimspiel gegen Hamburg Towers durfte die DG-Schülerin Nora Hummel (10a) in der Viertelpause der zweiten Halbzeit vor über 4 000 Basketball-Fans ihr Können beweisen und blieb von der Freiwurflinie ohne „Fahrkarte“: drei Versuche, drei Treffer – dies ergibt eine Summe von 600 Euro für eine soziale Einrichtung in Bamberg. Klasse gemacht, Nora! Wenn man die vergangenen Jahre mitverfolgt hat, weiß man, dass drei Treffer höchst selten sind, schließlich müssen auch die Nerven vor einer solch großen Kulisse mitspielen. Im normalen Basketballalltag spielt Nora Hummel in der weiblichen Nachwuchs-Bundesliga und für das Regionalligateam in Kemmern. Das Nachwuchstalent – Topscorerin seit Jahren in der DG-Schulmannschaft – hatte auch schon Einsätze bei der DJK Don Bosco Bamberg in der Zweiten Bundesliga. Eines steht fest: Es wird sehr lange dauern, bis Nora vor solch einer imposanten Kulisse wieder alle Würfe versenkt …

Text und Foto: Bertram Wagner

 

62. Klaus-Haferkornturnier

 

Da kommt Haferkorn-Freude auf: Achter Titel für den OR-Meister von 2007 „Lieblings Liebige“! Eingerahmt von den beiden Haferkorn-Organisatoren und Bert Peßler-Nachfolgern, Reinhold Eckert (links) und Bertram Wagner (rechts), präsentierte das Sieger-Team nach einem spannenden Finale gegen „Die Rüftl“  freudestrahlend die silberne Haferkorn-Schale, die von DG-Schulleiterin Brigitte Cleary (Mitte) überreicht wurde. Über den diesjährigen Titelgewinn freuten sich: (v.l.): Maximilian Glas, Christoph Höning (6 Punkte im Endspiel), Patrick Dykes (3), Ulrich Hirmke (6), Maximilian Montag, Erik Land (14), Maximilian Schubert, Spielführer Johannes Müller (2) und Dirk Dippold (19).

Foto: Katja Wagner

 

 

Hohes Niveau beim Turniersieg der „Lieblings-Liebige“

VON KATJA WAGNER

Die große „Haferkorn“-Basketball-Familie mit über 250 aktiven Spielern des Dientzenhofer- und des Clavius-Gymnasiums zeigte sich auch bei der 62. Auflage dieses Traditionsturniers, das deutschlandweit Seinesgleichen sucht, von der besten Seite. Bei einer derartigen Großveranstaltung ist der organisatorische Rahmen, zum siebten Mal von den beiden Nachfolgern des Turniergründers Bert Peßler – Reinhold Eckert und Bertram Wagner –  gesteckt, erst einmal das A und O, das „Sahnehäubchen“ sind natürlich die Leistungen auf den Parkett. Da musste sich heuer der Turnierfavorit und Titelverteidiger, „Lieblings-Liebige“, mächtig strecken, um nach der 61. Begegnung des Tages wieder die begehrte Silberschale zu bekommen. War es im Vorjahr ein einseitiges Finale, trafen die Mannen um Spielführer Johannes Müller heuer auf spielstarke „Rüftl“. Umso größer war die Freude, als den Siegern von DG-Schulleiterin Brigitte Cleary die Trophäe überreicht wurde.

Doch auch die Zweitplatzierten konnten auf den „Silber“-Rang sehr stolz sein. Was die acht Jahre älteren „Rüftl“, die heuer laut den Statuten erstmals auf Jonas Wiese zurückgreifen konnten, in ihren sieben Partien boten, verdient höchstes Lob. Das Finale stand bis fünf Minuten vor Spielende auf Messers Schneide und bot viele sehenswerte Aktionen: 28:30 – der Seriensieger wankte gewaltig, es fehlte nicht viel und das Trio Jonas Wiese (19 Punkte im Endspiel), Spielführer Michael Ludwig (11) und Christoph Sieben (8) hätte für die Turniersensation gesorgt. Letztlich entschieden die größeren Kraftreserven – „Lieblings Liebige“ waren breiter aufgestellt – und die Offensivqualitäten von Dirk Dippold, der in der Crunchtime mit drei Dreiern glänzte, von Erik Land und Christoph Höning. Fazit: Ein verdienter 50:38-Erfolg, herausgespielt auf hohem Niveau.

„Derart spannende Halbfinalspiele habe ich in den letzten 20 Jahren nicht gesehen. Mehr geht nicht, in vielen Szenen fühlte man sich in ein Regionalliga-Spitzenspiel versetzt“, schwärmte Bertram Wagner, als er im Georgendamm zwischen den beiden Spielfeldern hin und her pendelte. Höchste Intensitätsstufe beim Duell „Lieblings Liebige“ gegen „HASSler“ (20:20, 30:28) und auch nebenan bei „Die Rüftl“ gegen „Haferkorn’s Finest“, die zu fünft ihrem Namen alle Ehre machten (32:32).  Das Quintett Michael Wintergerst, Moritz Hertlein, Nikolas Kocina, Matthias Müller und Christopher Neudecker agierte am oberen Limit, konnte jedoch in der letzten Spielminute den knappen „Rüftl“-Erfolg nicht verhindern (44:49).  Auf ebenso hohem Intensitätspegel und mit Spannung pur verlief auch der knappe „Lieblings-Liebige“-Erfolg (39:34).  Das „HASSler“-Team um Spielführer Kevin Eichelsdörfer, glänzend unterstützt von Thomas Zenkel und Brian Hohmann, verlangte dem Favoriten alles ab, insgesamt war es ein hochwertiger Basketball-Krimi, wie er zum „Haferkorn“ passt. Kein Wunder, wenn sich aktuelle Regionalliga-Akteure auf Schulebene duellieren.

Den Finalisten blieb ein wenig Zeit zum Durchschnaufen, das traditionelle Einlage-Spiel „Oldies“ gegen „Goldies/Lehrer“ war eine geeignete Überbrückung bis zum Finale. Die von Reinhold Eckert und Tobias Reinauer nominierten Spieler, darunter Basketball-Institutionen wie Wolfgang Reichmann und Rudi Lorber sowie ein ehemaliges Fußball-Ass wie DG-Sportlehrer Peter Heyer, sorgten für gute Unterhaltung und ein außergewöhnliches Ergebnis (38:38).

Bleibt die sportliche Frage nach dem 45er-Rekord-Team „Die Aasgeier“ und dem Neuling „Trash Talkers“. Die Jubilare um Wolfgang Rockmann zogen sich gegen ihre um Jahrzehnte jüngeren Vorrundengegner achtbar aus der Affäre, punkteten immer zweistellig und konnten ein ganz besonderes Ereignis feiern. Auf seinen ersten „Haferkorn“-Erfolg muss der neue OR-Meister mit NBBL-Akteur Louis Heinrich bis nächstes Jahr warten.

Das „Treffen“ nach neun Stunden Basketball nonstop hat bei den „Haferkörnern“ schon längst Kult-Status, denn neben zahlreichen Ehrungen und der Vorstellung des Neulings gleicht die Präsentation der Siegermannschaft im besten Fall schon fast einer kabarettistischen Einlage. Die Mannen um „Dirigent“ Johannes Müller nahmen Weihnachtslieder wie „Jingle Bells“ oder „Leise rieselt der Schnee“ als Vorgabe und münzten die Texte auf ihre Gegner um, die zum Vergnügen des Auditoriums kräftig durch den Kakao gezogen wurden.

Summa summarum: Attribute wie „Bamberger Basketball-Keimzelle“ oder „Flagschiff aller Bamberger Schulturniere“ sind für das Haferkorn-Gedächtnisturnier nicht übertrieben.

Die „Haferkörner“ haben ihren 16 Stunden-Tag mit dem Datum 22. Dezember 2020 in ihren Kalendern verlassen, denn dann findet Turnier Nr. 63 statt.

 

—————————————————————————————————————

Ergebnisse 62. Turnier:

Achtelfinale: Lieblings-Liebige – Los Angeles Lechners 26:22, Haferkorn’s Finest – Übliche Verdächtige 31:25, 7 and a half MEN – Anabole Steroide 37:23, Optische Täuschungen – Obachd gem 25:18, Die Rüftl – Flying Hähnla 25:23, HASSler – Dribble Troubles 48:28, Animale Rationale – Kranke Salukis 37:21, Astronauten – Die Peripheren 38:29.

Viertelfinale: Lieblings-Liebige – Astronauten 34:11, HASSler – 7 and a half MEN 41:23, Die Rüftl – Animale Rationale 42:34, Haferkorn’s Finest – Obachd gem 49:17.

Halbfinale: Lieblings-Liebige – HASSler 39:34, Die Rüftl – Haferkorn’s Finest 49:44.

Einlagespiel: Oldies – Goldies 38:38.

Finale: Lieblings-Liebige – Die Rüftl 50:38.

 

 

Am kommenden Dienstag, den 16.12.2019, ist es endlich soweit.

Das „DG Hallenmasters“, welches vom P-Seminar „DFB-Junior-Coach“ organisiert wird, geht in die 2.Runde. Jetzt zwar unter neuem Namen, jedoch mit dem gleichen Elan und der gleichen Freude wie im vergangenen Jahr. Beim „DG Fußball-Cup“ kämpfen 8 Mannschaften aus der 6. Jahrgangsstufe um den Turniersieg. Treffpunkt für alle Mannschaften ist um 8:45 Uhr bei den Sporthallen, wobei in der 1.Schulstunde regulärer Unterricht stattfindet.

Gespielt wird in 3 Hallen des DG`s, wobei das erste Spiel um ca. 9:30 Uhr und das Finale gegen 12:30 Uhr stattfindet.Gespielt wird in zwei Vierer-Gruppen, wobei in diesen Gruppen jeder gegen jeden spielen muss. Die jeweils Gruppenersten und -zweiten spielen die Halbfinals, um die Finalisten zu bestimmen. Zudem finden Platzierungsspiele statt. Es gelten die offiziellen Hallenregeln, wobei die wichtigsten Regeln den jeweiligen Spielführern vor dem Turnier nochmals erläutert werden.

Das P-Seminar von Herr Heyer freut sich auf besonders packende und faire Spiele und hofft auf ein ereignisreiches Turnier.

Nun bleibt abzuwarten wer sich beim ersten „DG-Fußball-Cup“ zum Sieger küren darf.

Für das P-Seminar schrieb Fabio Arnoldo