
Mit viel Motivation und sportlichem Ehrgeiz starteten wir im zweiten Halbjahr erstmals in das Projekt Triathlon am DG. Den Auftakt bildete ein Schnuppertraining, in dem interessierte Schülerinnen und Schüler die Disziplinen Radfahren und Laufen, aber auch das Wechseln kennenlernen und ausprobieren konnten. Unter Anleitung von Hanna Krauß vom Bayerischen Triathlon Verband und Maren Bayer (Jugendtrainerin bei Böhnlein Sports und Bundesligastarterin) sammelten die Teilnehmenden erste Erfahrungen und entdeckten schnell die Begeisterung für diesen vielseitigen Sport.
Nach einer zweiten Trainingseinheit auf dem Hartplatz ging es für unser Mixed-Team der WK III schließlich zum Nordfinale nach Weiden. Dort traten die Schülerinnen und Schüler gegen starke und meist auch erfahrenere Konkurrenz an und zeigten großen Einsatz, Teamgeist und Durchhaltevermögen. Dies wurde belohnt: Wir erreichten einen hervorragenden dritten Platz. Hervorzuheben ist dabei, dass unsere vier Mädels in ihrer Altersklasse allesamt unter den ersten Sieben in der Ergebnisliste zu finden sind.
Mit diesem tollen Ergebnis qualifizierte sich das Team gleichzeitig für das Landesfinale am 15.7. in Ingolstadt. An diesem Termin können dann auch hoffentlich unsere neuen Trikots standesgemäß eingeweiht werden. Der Regen in Weiden hatte leider noch etwas dagegen.
Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu dieser starken Leistung und wünschen dem Team viel Erfolg für das kommende Landesfinale!
Ein großer zusätzlicher Dank geht an Mama Stier, die vor Ort einen großen Beitrag zur guten Stimmung und dem allgemeinen Wohlbefinden der Mannschaft leistete.
Auch Dennis möchten wir für den zusätzlichen Motivationsschub danken 😊
Johannes Marr für die FS Sport
Die Studienfahrt nach London von 3. bis 9. Mai 2026 bot den 45 Schülerinnen und Schülern mit den Leistungsfächern Chemie, Geographie, Französisch und Englisch ein dichtes, abwechslungsreiches Programm.
Nach der Nachtfahrt im Bus und auf der Fähre kamen wir am Vormittag des 4. Mai in London an und bezogen unsere zentral gelegene Unterkunft im Stadtteil Kensington, in unmittelbarer Nähe zum Hyde Park. Im Rahmen eines ersten Spaziergangs durch Piccadilly, Westminster und entlang der South Bank verschafften wir uns sodann einen Überblick über bekannte Sehenswürdigkeiten und Verkehrsachsen der Stadt. Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem indischen Restaurant in der Brick Lane ließen wir den Abend ausklingen.

Im Verlauf der Woche standen mehrere Museen und Institutionen mit direktem fachlichem Bezug zu unseren Leistungsfächern auf dem Plan. Das Science Museum und das Natural History Museum ermöglichten vertiefte Einblicke in naturwissenschaftliche Fragestellungen, das Royal Observatory in Greenwich bot Raum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Navigation und dem Nullmeridian.
Ein besonderes Highlight stellte ein Ganztagesausflug an die Steilküste bei den Seven Sisters dar: Die Wanderung entlang der Kreidefelsen ermöglichte uns unmittelbare Beobachtungen geologischer Formationen, bevor wir am Nachmittag den Küstenort Brighton mit seinen belebten und verwinkelten Gässchen sowie dem bekannten Brighton Palace Pier in Kleingruppen erkundeten.

Unser Programm im Zentrum von London kombinierte klassische Sehenswürdigkeiten mit Bezirken, die für alternative Kultur bekannt sind: Neben dem Camden Market und einer Bootsfahrt auf der Themse standen Rundgänge im den Bezirken Westminster und Soho auf dem Plan, wobei wir uns an den Houses of Parliament und dem Buckingham Palace über das politische System des UK austauschten.

Am Abreisetag erhielten wir von der Aussichtsebene des Wolkenkratzers Horizon 22 einen atemberaubenden Blick über die Skyline der britischen Hauptstadt. Im Anschluss tauchten wir auf dem Borough Market in die kulinarische Vielfalt der Metropole an der Themse ein. Der Abend stand ganz im Zeichen der Londoner Theaterszene: Im Shakespeare’s Globe, einer Rekonstruktion des elisabethanischen Schauspielhauses The Globe, erlebten wir eine sehr gelungene englischsprachige Inszenierung von Bertolt Brechts Drama Mutter Courage und ihre Kinder.
Mit vielfältigen Eindrücken im Gepäck traten wir in der Nacht auf den 9. Mai erschöpft, aber glücklich die Rückfahrt mit dem Bus an. Trotz, oder besser gesagt aufgrund dieser ereignis- und abwechslungsreichen Woche kamen viele von uns zu der Erkenntnis, dass dies nicht der letzte Besuch der britischen Hauptstadt gewesen sein kann. Zu genau dieser Erkenntnis kam bereits im 18. Jahrhundert der berühmte britische Schriftsteller Samuel Johnson: If you’re tired of London, you’re tired of your life!
Nikolai Beland
Der Tag startete mit einer öffentlichen Gerichtsverhandlung am Amtsgericht Bamberg zum Thema Urkundenfälschung. Da der Prozess zügig endete, ergab sich für die Klasse eine besondere Gelegenheit: Der vorsitzende Richter und die Staatsanwältin nahmen sich ausführlich Zeit, um die Fragen der Jugendlichen zu beantworten. Dabei ging es nicht nur um das konkrete Verfahren, sondern auch um allgemeine Rechtsfragen und die verschiedenen Berufsbilder in der Justiz.
Nur wenige hundert Meter weiter wartete bereits das nächste Highlight. Richter Dietze empfing die Gruppe am Oberlandesgericht (OLG) Bamberg und führte sie durch das geschichtsträchtige Gebäude. Mit großem Fachwissen vermittelte er den Jugendlichen die Kernaufgaben dieser höheren Instanz. Das OLG Bamberg ist für zivil- sowie strafrechtliche Berufungs- und Beschwerdeverfahren in Ober- und Unterfranken zuständig und übernimmt zudem wichtige Verwaltungs- und Aufsichtsfunktionen. Ein besonderes Erlebnis war der Aufstieg in den Turm des OLG-Gebäudes, von dem aus die Klasse einen beeindruckenden Blick über ganz Bamberg genießen konnte.

Malte Schuberth wird Bundessieger bei der Mathematik-Olympiade
Ein außergewöhnlicher Erfolg für Malte Schuberth und das Dientzenhofer-Gymnasium: Bei der 65. Bundesrunde der Mathematik-Olympiade, die vom 07. bis 10. Juni 2026 in Hamburg stattfand, wurde der Schüler der 8. Jahrgangsstufe mit einem 1. Preis ausgezeichnet und gehört damit zu den Bundessiegern seines Jahrgangs. Eine höhere Auszeichnung ist bei der Mathematik-Olympiade nicht möglich.
Der Weg zu diesem Erfolg begann bereits viele Monate zuvor. Nach herausragenden Leistungen auf Schul-, Regional- und Landesebene qualifizierte sich Malte zunächst für das bayerische Auswahlverfahren. In einem einwöchigen Seminar mussten sich die besten Nachwuchsmathematikerinnen und -mathematiker Bayerns anspruchsvollen mathematischen Herausforderungen stellen. Am Ende wurden diejenigen Schülerinnen und Schüler für das Team Bayern nominiert, denen die Verantwortlichen die größten Erfolgschancen bei der Bundesrunde zutrauten.
Mit dieser Nominierung gehörte Malte bereits zu den besten jungen Mathematiktalenten Bayerns. Bei der Bundesrunde traf er anschließend auf die stärksten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern Deutschlands. In zwei Klausuren mit jeweils 4,5 Stunden waren Kreativität, Ausdauer und tiefes mathematisches Verständnis gefragt.
Dass Malte nun mit einem 1. Preis ausgezeichnet wurde und damit den Titel „Bundessieger“ tragen darf, stellt den bisherigen Höhepunkt seiner beeindruckenden Wettbewerbslaufbahn dar. Seit vielen Jahren erzielt er außergewöhnliche Erfolge bei mathematischen Wettbewerben. Neben zahlreichen Spitzenplatzierungen bei der Bayerischen Mathematik-Olympiade, dem Landeswettbewerb Mathematik Bayern und dem Bolyai-Teamwettbewerb wurde er bereits früh in die bayerische Spitzenförderung Mathematik aufgenommen.
Der 1. Preis eröffnet Malte zudem die Möglichkeit, an den weiteren Auswahlverfahren zur Internationalen Mathematik-Olympiade (IMO) teilzunehmen. Damit erhält er im September die Chance, sich mit den besten Nachwuchsmathematikern Deutschlands zu messen und einen weiteren Schritt in Richtung der deutschen IMO-Mannschaft zu gehen.
Besonders bemerkenswert ist die Kontinuität seiner Leistungen. Hinter einem solchen Erfolg stehen nicht nur außergewöhnliche Begabung, sondern auch große Ausdauer, Zielstrebigkeit und die Bereitschaft, sich immer wieder mit anspruchsvollen mathematischen Problemen auseinanderzusetzen.
Die Schulfamilie des Dientzenhofer-Gymnasiums freut sich außerordentlich über diesen Erfolg und gratuliert Malte ganz herzlich zu dieser herausragenden Leistung. Das Dientzenhofer-Gymnasium ist stolz darauf, einen Bundessieger der Mathematik-Olympiade in seinen Reihen zu haben. Eine offizielle Würdigung durch Schulleiter OStD Wenker wird in der kommenden Woche erfolgen.
Thomas Platzöder
Vier DG-Schüler erreichen das Pangea-Finale in München
Großer Erfolg für die Mathematik am Dientzenhofer-Gymnasium: Beim bundesweiten Pangea-Mathematikwettbewerb haben sich gleich vier Schülerinnen und Schüler für das Bayern-Finale qualifiziert.
In den Jahrgangsstufen 5 bis 10 erreichen pro Jahrgangsstufe lediglich die zehn besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bayerns das Finale. Unter diesen insgesamt nur 60 Finalisten befinden sich in diesem Jahr gleich vier DGler:
- Yinuo Cai (7. Jahrgangsstufe)
- Malte Schuberth (8. Jahrgangsstufe)
- Milan Pavlovic (8. Jahrgangsstufe)
- Kai Fischer (10. Jahrgangsstufe)
Besonders bemerkenswert ist dabei die Leistungsdichte am Dientzenhofer-Gymnasium. Drei weitere Schüler verpassten den Einzug ins Finale nur denkbar knapp: Mats Hornung, Anton Uttenreuther und Fabian Pfister erreichten jeweils hervorragende 44 von 50 möglichen Punkten. Dabei hatten sie lediglich eine einzige Aufgabe falsch beantwortet – ausgerechnet eine Vier-Punkte-Aufgabe. Die fünf schwierigsten Aufgaben des Wettbewerbs, die jeweils fünf Punkte wert waren, lösten sie dagegen allesamt korrekt. Durch die Fehlantwort gingen jedoch nicht nur vier Punkte verloren, sondern zusätzlich wurden zwei Strafpunkte abgezogen. Deutlicher kann man kaum sehen, wie schmal der Grat zwischen Finaleinzug und Ausscheiden manchmal ist.
von links nach rechts: Fabian, Yinuo, Noah, Milan, Mats, Anton und David. Malte und Kai waren terminlich verhindert.
Weitere sehr ansprechende Ergebnisse erzielten Noah Trenner, Daniel Schmidt und David Preisinger.
Insgesamt waren 20 Schülerinnen und Schüler des Dientzenhofer-Gymnasiums für die Zwischenrunde qualifiziert. Bereits dies stellt einen außergewöhnlichen Erfolg dar und unterstreicht die starke Wettbewerbskultur an der Schule. Mit vier Finalisten stellt das Dientzenhofer-Gymnasium erneut eine der erfolgreichsten Schulmannschaften Bayerns. Seit Jahren ist das DG die mit Abstand erfolgreichste Schule Oberfrankens beim Pangea-Wettbewerb und zählt auch bayernweit regelmäßig zur Spitzengruppe.
Das Finale findet am 13. Juni 2026 in München statt. Dort treffen die besten Nachwuchsmathematikerinnen und -mathematiker Bayerns aufeinander. Neben Gold-, Silber- und Bronzemedaillen werden auch die deutschlandweiten Platzierungen ermittelt. In den vergangenen Jahren konnten Teilnehmer des Dientzenhofer-Gymnasiums dabei mehrfach hervorragende Ergebnisse erzielen.
Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihren Leistungen und wünschen unseren Finalisten viel Erfolg für das Finale in München.
Thomas Platzöder
Bei schönstem, wenn auch etwas heißem Fußballwetter fand der Regionalentscheid am 19.05.2026 im Fuchsparkstadion statt.
Es wurden 18 Mannschaften erwartet.
Der Elternbeirat versorgte hierbei erstmals die Teilnehmer und Zuschauer mit belegten Brötchen von der Oase und kalten Getränken. Vor allem bei den Naschtüten gab es einen reißenden Umsatz.
Die Einnahmen kommen wie immer den Schülerinnen und Schülern des Dientzenhofer-Gymnasiums zugute.
Euer Elternbeirat des DG
Schüleraustausch zwischen dem Dientzenhofer-Gymnasium und der Hotel- und Tourismusschule Zagreb
Unsere Austauschwoche in Bamberg
Mit Spannung wurden sie erwartet, und nun war es am Nachmittag des 08. Mai endlich so weit: Die Klasse 10b empfing ihre Gäste aus Zagreb/Kroatien zum Gegenbesuch. Nachdem wir Ende März bereits eine Woche lang von den Schülerinnen und Schülern, ihren Familien und Lehrkräften gastfreundlich aufgenommen worden waren, lag es nun an uns, unsere Gäste in Bamberg willkommen zu heißen.
Gleich für den Abend hatten die Bamberger einen gemeinsamen Bowlingabend organisiert. Den Samstagvormittag verbrachten die Zagreber Gäste bei ihren Gastfamilien. Am Nachmittag trafen sich alle zum Minigolf auf der Jahnhalbinsel, wo wir auch Zeugen der Austragung der Bayerischen Meisterschaften in dieser Sportart wurden.
Der Sonntag stand für gemeinsame Zeit in den Familien zur Verfügung. Dabei standen verschiedene Ausflüge im Bamberger Raum und andere Aktivitäten auf dem Programm. Am Montag ging es mit einer Exkursion nach Nürnberg weiter: Früh am Morgen machten wir uns mit dem Zug auf den Weg.
Im Memorium Nürnberger Prozesse stand die Auseinandersetzung mit einem bedeutenden historischen Lernort im Vordergrund. Die Verbindung von Geschichte, Rechtsstaatlichkeit und medialer Darstellung machte die Vergangenheit lebendig. Danach erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Nürnberger Innenstadt in Kleingruppen, bevor wir am Nachmittag dem zunehmend schlechter werdenden Wetter wieder Richtung Bamberg entflohen.

Am Dienstag kam es zu einer kleinen Planänderung: Da die Bundesjugendspiele aufgrund des kalten und nassen Wetters abgesagt werden mussten, verbrachten wir den Vormittag in der Schule. Die Klasse 10b besuchte gemeinsam mit ihren Gastschülerinnen und Gastschülern den Physikunterricht und stellte im Rahmen einer Schulhausrallye das DG vor. Am Nachmittag begann die historische Stadtführung durch Bamberg mit Fokus auf die Hexenprozesse. Unser englischsprachiger Stadtführer vom Verein Geschichte für alle e. V. machte dieses dunkle Kapitel der Bamberger Geschichte im Angesicht der historischen Schauplätze anhand einzelner beispielhafter Schicksale greifbar, beleuchtete die historischen Hintergründe und Folgen der Hexenverfolgung in Bamberg.

Der Vormittag des nächsten Tages stand im Zeichen einer Führung durch die Bayreuther Katakomben, was ungewöhnliche Einblicke in die urbane Geschichte bot. Der Besuch des Festspielhauses Bayreuth ergänzte das Programm um kulturelle Perspektiven auf die Wagner-Tradition und die Bedeutung des Ortes für Musiktheater und kulturelles Erleben. Die Führung bot erstaunliche Einblicke in das Prinzip hinter dem Bau des Festspielhauses als gigantischer Resonanzkörper.

Der Donnerstag war schon der letzte volle Tag in Bamberg, den wir am Abend mit einer Abschlussfeier mit den Gastfamilien in der Mensa der Schule abschlossen. Bei selbst gemachten Salaten, Beilagen und Gegrilltem tauschten sich Austauschpartner, Lehrkräften und Eltern über die Eindrücke der vergangenen Woche aus.
Bevor unsere Gäste Freitagmittag ihre Heimreise antraten, verbrachten wir den Vormittag noch gemeinsam in der Schule, wo die kroatischen Gäste jeweils eine Stunde Chemie-, Bio- und Musikunterricht besuchten. In kleinen Gruppenprojekten nahmen deutsche und kroatische Lernende Stereotypen über ihre Heimatländer aufs Korn, erstellten Quizze über Kroatien und Deutschland und stellten ihre Lieblingsorte in Zagreb und Bamberg vor. Nach einem abschließenden gemeinsamen Foto begleiteten wir unsere Gäste zum Bahnhof, wo teilweise tränenreich Abschied genommen wurde.
Wir danken allen Eltern der 10b herzlich für ihre Gastfreundschaft und die hervorragende Betreuung unserer Austauschpartner in dieser Woche! Sie ermöglichen durch Ihre Unterstützung international verbindende, einmalige und bereichernde Erfahrungen für die Jugendlichen beider Partnerschulen.

Obwohl wir einige Mitglieder verloren haben, sind wir eigentlich immer noch zu viele Teammitglieder für die Lego-League. Aber alle haben sich eifrig mit ihren Fähigkeiten in die Vorbereitung eingebracht.
Nach der Aufgabenverkündung und dem Empfang der aktuellen Wettkampffläche im August 2025 erfolgte der Aufbau der aktuellen Spielfläche „UNEARTHED“ schon in der Woche vor dem eigentlichen Beginn des Schuljahres 2025/2026.
Der Forschungsauftrag forderte „ein Projekt, dass Archäologen bei der täglichen Arbeit hilft“: Nach Abwägung und ersten Machbarkeitsüberlegung zu verschiedenen Ansätzen entschieden wir uns Anfang Januar 2026 zur Erstellung einer Minecraft-Mod, mit dem Themenbezug, dass „durch ein besseres archäologisches Allgemeinwissen die teilweise Zerstörung der Fundstellen und Artefakte bei Zufallsfunden die Arbeit der Archäologen in ihrer Arbeit unterstützt.“ Entstanden ist bis zum Quali-Wettbewerb eine Mod, in der man einzelne Teile von Artefakten vorsichtig bergen, geeignet transportieren und für eine Ausstellung zusammensetzen kann.
Für das Roboter-Design bastelten wir einen EV3-Roboter mit einer selbst erstellten Schnellprogrammier-Software, mit der dann nach einer ausführlichen Fehlersuche viele Team-Mitglieder die unterschiedlichen Aufgaben lösten.
Beim ersten Einsatz im Regio-Wettbewerb in Nürnberg, zu dem auch einige Eltern das Team anfeuerten, gelang mit der völlig selbständig erstellt Präsentation ein überraschender, aber verdienter Erfolg, mit dem Pokal im Robot-Design, und einer Erwähnung unter den Top 3 bei den Wettbewerbsteilen Forschung und Grundwerte der FLL. Im Robot-Game landeten wir mit 190 Punkten im Mittelfeld der 15 anwesenden Teams. Insgesamt haben wir uns mit dieser Leistung für den Quali-Wettbewerb in Heidelberg qualifiziert, erstmals seit Roboter am DG in Wettkämpfen fahren.

Unser Team-Captain organisierte weiterhin eine Einladung durch die Firma Murata in Nürnberg für das gesamtes Team. Murata stellte sich als Weltmarktführer für Schock-Sensoren für Laptops, als global Player im Bau und Vertrieb von Kondensatoren für Platinen und als zentraler weltweiter Wettbewerber für Gyro-Sensoren für Mikroelektronik vor, und wir konnten das Qualitätssicherungslabor sowie eine Labor zur Untersuchung von elektromagnetischen Störsignalen auf die Bauelemente besichtigen. Die Vorstellung unseres Teams und unserer Präsentation wurde von den Minecraft-erfahrenen Sales-Managern begeistert kommentiert und hoch gelobt. Zum Abschluss, nach der Einladung zum Mittagessen, organisierte Murata eine Führung im Zukunftsmuseum, bei der wir unter anderem im Small-Talk mit der Roboter-KI-Dame den Fortschritt der aktuellen Forschung auf Deutsch, Englisch oder Spanisch bewundern durften.


In der Vorbereitung für den Quali-Wettbewerb entschied sich das Team für den Neubau des Roboters auf Grundlage des neu gekauften Spike-Systems (Danke an den Elternbeirat). In vielen Arbeitsstunden fast täglich nach dem UR und in den Faschingsferien entstand ein guter Roboter, dessen nicht ausgiebig optimierte Routen in der Quali nur zu 130 Punkten reichten. Für die Forschungspräsentation wurde eine Vorstellung und Beurteilung in drei Klassen durchgeführt und ausgewertet, ein Radiointerview mit Radio Bamberg durchgeführt und eine ortsansässige Archäologin um Beurteilung und Verbesserungen gebeten.

Auf der Quali konnten wir die Arbeit von in Deutschland führenden Teams mit deutlich besseren finanziellen und organisatorischen Bedingungen bestaunen, die dann auch mit Fahne, Fan-Club und Einpeitscher auflaufen und die erste Serie ihrer Transportboxen aus dem Forschungsprojekts schon ausverkauft haben. Das beste Team hat auch in zwei von drei Vorrunden die Maximalpunktzahl beim Robot-Game erspielt. Insgesamt bleibt aber die Erinnerung an einen spannenden und auch netten Tag in Heidelberg, von der stilvollen Begrüßung durch den Gott Toth bis hin zur Siegerehrung im goldenen Glitzeranzug. Ein herzliches Dankeschön an die Eltern, ohne deren Transport und Begleitung die Teilnahme organisatorisch nicht möglich gewesen wäre. Auch wenn wir auf der großen Bühne als neues Team keine Preise oder Spitzenplätze erringen konnten, haben wir eine hohe Motivation mitgebracht, so dass die eigentlich „zu alten“ Mitglieder weiterhin als Mentoren tätig sind.

Eine auf dem Regionalwettbewerb ausgesprochene Einladung des Teams zur Vorstellung beim Verein Deutscher Ingenieure in Nürnberg steht noch aus und soll im Juli stattfinden.
M. Löffler