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Helfen ist wichtig! Insbesondere Erste Hilfe  kann plötzlich und überall notwendig werden. In lebensbedrohlichen Situationen sind gerade die ersten Minuten entscheidend. Viele Menschen haben aber Angst einer hilfebedürftigen Person zu helfen, dabei reichen schon wenige Handgriffe aus um ein Leben zu retten.

Die gerade gestarteten Erste-Hilfe-Kurse in der 8. Jahrgangsstufe sollen in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst e.V. unseren Schülern/-innen die Ängste vor dem Helfen nehmen und ihnen Handlungskompetenzen in Notfällen vermitteln. Dabei werden Ihre Kinder durch Üben von Erste-Hilfe-Maßnahmen erfahren, wie man Notfallsituationen souverän und sicher bewältigt.

Der Kurs wird von Erste-Hilfe-Ausbildern des Malteser Hilfsdienstes e.V. durchgeführt, die unter anderem diese wichtigen Themen vermitteln:

  • Richtiges Verhalten in Notfallsituationen (Eigenschutz, lebensrettende Sofortmaßnahmen, Wundversorgung, Knochenbrüche und seelische Betreuung)
  • Hilfe bei Asthma, Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Reagieren in Gewaltsituationen

Die Teilnahme wird durch die Ausgabe einer Erste-Hilfe-Bescheinigung bestätigt, welche später auch für den Erwerb des Führerscheines ihre Gültigkeit behält.

Somit ist  dieser Kurs für unsere Schülerinnen und Schüler in jeder Hinsicht ein Gewinn!

Matthias Wolfschmidt (Betreuer Schulsanitätsdienst)

 

Peter Ohlendorf präsentiert den Film „Blut muss fließen“. Außerdem auf dem Podium: Timo Schöler aus der Q12 und Martin Rehfeldt von der Universität Bamberg und Schüler des Wahlkurses „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“

Er nennt sich Thomas und er bewegt sich auf extrem gefährlichem Terrain. Über viele Jahre (Anfang der 2000er bis 2012) schlüpft er in Springerstiefel und Bomberjacke und filmt heimlich rechtsradikale Konzerte in Europa (Deutschland, England, Frankeich, Ungarn etc.), besucht szenebekannte Läden, die Musik, Kleidung und Waffen für die Rechtsextremen verkaufen und begibt sich auf „Schnitzeljagd“ (O-Ton) zu den Hotspots der Nazis. Die Kamera im Knopfloch und vollständig verkabelt. Was er dort zu sehen und zu hören bekommt, dokumentiert der Film „Blut muss fließen“ (gleichzeitig der Titel eines einschlägigen Rechtsrock- Songs), den Thomas mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf realisiert hat und mit dem Peter Ohlendorf quer durch die Republik reist, um  mit den Zuschauern ins Gespräch zu kommen.

Die Gesellschaft und die Medien hätten das gewalttätige und terroristische Potential der Szene viel zu lange unterschätzt, sagt Peter Ohlendorf und fügt hinzu, dass erst mit dem Bekanntwerden der NSU-Mordserie das Interesse an dem Thema und dem Film gestiegen sei. So sieht man in dem Film auch, wie Thomas den damaligen bayerischen Innenminister Beckstein (CSU) mit seinen Recherchen konfrontiert und ihn fragt, weshalb die Polizei bei eindeutigen Straftaten (Zeugen des Hitlergrußes, Singen von verbotenen Liedern, Propaganda, Volksverhetzung etc.) nicht eingreife. Die Antwort des Innenministers, nun ja: ausweichend.

Dabei, und das zeigt der Film sehr eindrücklich, wird in vielen Liedern zu Gewalt gegen Fremde und Andersdenkende aufgerufen, wie auch Timo Schöler aus der Q12 betont, der seine Seminararbeit zu Gewalt in rechter Rockmusik verfasst hat. Martin Rehfeldt von der Universität Bamberg, der auf seinem Blog deutsche Liedtexte analysiert, stellt fest, dass es auch der Reiz der Provokation ist, der Jugendliche anspricht. In vielen Teilen Ostdeutschlands sei die rechte Jugendkultur längst Mainstream, auch wenn sich diese an anderen Jugendkulturen (Hip-Hop, Punk, Black-Metal) orientiere.

Dass die rechte Szene in vielen Bereichen fast schon bürgerlich daherkommt, zeigt die verstörendste Szene des Films. In einer Landdisko tritt die Betreiberin die Bühne und entschuldigt sich vor ihrem Publikum, dass jetzt leider keine weiteren Rechtsrocksongs mehr kommen würden, weil die Polizei dies untersage. Daraufhin tanzen die Nazis fröhlich Polonaise und Foxtrott zu deutschen Schlagern.

Überzeugte Nazis zu bekehren sei fast unmöglich, meint Peter Ohlendof zum Abschluss der Diskussion. Man müsse verhindern, dass Jugendliche in die Szene abdriften.

Michael Blank

Bericht zur 39. Oberfränkischen Schulschachmannschaftsmeisterschaft

Am 02.12.2017 fanden in der Bärenhalle in Bindlach die „39. Oberfränkische Schulschachmannschaftsmeisterschaft“ statt. In diesem Schuljahr konnte unser DG – nach längerer Durststrecke – jeweils eine Mannschaft in der Wettkampfklasse II (Wk II) und der Wettkampfklasse III (Wk III) zu diesem Event entsenden.

Gegen 07.20 Uhr begann für die DG-Vertreter der Wettkampftag mit der Anreise per Bahn. Um 10.00 Uhr – kurz nach der Ankunft in Bindlach, einem kurzen Fußmarsch und der Einschreibung bei der Wettkampfleitung – begannen die Einzelrunden der Wk II und Wk III. Durch konzentriertes und teilweise überragendes Spiel positionierten sich beide Mannschaften bis zur Runde vier an den jeweiligen Tabellenspitzen, so dass die Entscheidung über die Platzierungen bis zur fünften und letzten Runde spannend blieb. Der drückenden Überlegenheit der Wk II Mannschaft aus Bayreuth und der Wk III Mannschaft aus Lichtenfels hatten unsere Wettkämpfer letztlich nichts mehr entgegenzusetzen. So musste sich sowohl die Wk II als auch die Wk III Mannschaft mit dem zweiten Platz – einem immer noch hervorragenden Ergebnis – zufrieden geben.

Nach den Siegerehrungen blieb noch etwas Zeit für einige Blitzschachrunden bevor die Gruppe gegen 15.30 Uhr den Heimweg nach Hause antrat und gegen 17.40 Uhr zum Bamberger Bahnhof zurückkehrte.

Abschließend einen herzlichen Dank an die Turnierleitung für das schöne Turnier in toller Atmosphäre (Eindrücke und Bilder unter: www.schach-bindlach.de) und an unsere Schachspieler für ihren Einsatz und wirklich schöne Partien.

Ein ganz besonderes Dankeschön an Herrn Köhler für die kurzweilige Unterhaltung, interessante Partien und seine moralische und fachliche Betreuung unserer Wettkampf-Mannschaften.

Peter Dechant