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Es war der ehrenamtlichen Botschafterin des deutsch-französischen Jugendwerks zu verdanken, dass der 55. Jahrestag des Elyséevertrags in einer würdigen und doch frohen Form gefeiert werden konnte.

Die Jungbotschafterin Marisa Stretz war auf Initiative von Frau Riegelbauer vom Bürgermeisteramt der Stadt Bamberg mit einem außergewöhnlichen Vorschlag auf die Fachschaft Französisch zugekommen. Sie wollte mit Schülern des Dientzenhofer-Gymnasiums und externen frankophilen Gästen ein großes Galette-des-Rois- Essen veranstalten. Es ist eine typisch französische Tradition, am Dreikönigsfest einen besonderen Kuchen zu essen. Diese Galette des Rois besteht aus einer Hülle aus Blätterteig mit einer leckeren Mandelfüllung, der sog. Frangipane. Wer beim Verzehr des Kuchens auf die eingebackene kleine Bohne, la fève, beißt, ist der König bzw. die Königin und darf die bereitgestellte Krone tragen. Zur nachmittäglichen Feier standen den Schülerinnen und Schülern der 9. bis 11. Jahrgangsstufe in der Oase zehn Galettes des Rois zum Verzehr zur Verfügung. Die Seniorchefin des Hofladens Lips aus Wildensorg hatte diese liebevoll und handgemacht in Bioqualität zubereitet. Aber zunächst hieß es sich gedulden. Auf die Begrüßung der Schulleiterin, Frau OStDin Cleary, folgten ein von Schülern der Oberstufe vorbereitetes Quiz über Frankreich sowie eine kurze Einführung in Geschichte und Bedeutung des Elyséevertrags für Deutschland und Frankreich.

Das Verspeisen der Galette folgte einem genau festgelegten Ritual, das sich die Schülerinnen und Schüler anhand von vorbereiteten Papierstreifen erst erarbeiten mussten: Die Galette wurde in Stücke geschnitten. Dann ging die jüngste Person unter den Tisch und durfte festlegen, in welcher Reihenfolge der Kuchen verteilt wird. Und nach kurzer Zeit war das DG um zehn Könige reicher. Schon am Vormittag hatte die Klasse 10a mit ihrer Lehrkraft Frau Bieber ein kleines Programm für die 5. Klassen vorbereitet. Der Duft der Crêpes durchzog schon ab der zweiten Schulstunde die Flure.

Vielleicht war dieser Nachmittag auch ein Impuls, sich noch mehr und intensiver der französischen Sprache und dem Nachbarn Frankreich zu widmen.

Reinhold Wick