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Praxis statt grauer Theorie: Am 22. Mai tauschte die Klasse 11D das Klassenzimmer gegen den Gerichtssaal. Im Rahmen des Wirtschaft- und Recht-Unterrichts ging es für die Schülerinnen und Schüler direkt zu zwei zentralen Institutionen der Bamberger Justiz.
Erste Station: Eine echte Verhandlung im Amtsgericht
Der Tag startete mit einer öffentlichen Gerichtsverhandlung am Amtsgericht Bamberg zum Thema Urkundenfälschung. Da der Prozess zügig endete, ergab sich für die Klasse eine besondere Gelegenheit: Der vorsitzende Richter und die Staatsanwältin nahmen sich ausführlich Zeit, um die Fragen der Jugendlichen zu beantworten. Dabei ging es nicht nur um das konkrete Verfahren, sondern auch um allgemeine Rechtsfragen und die verschiedenen Berufsbilder in der Justiz.
Zweite Station: Einblick in das Oberlandesgericht
Nur wenige hundert Meter weiter wartete bereits das nächste Highlight. Richter Dietze empfing die Gruppe am Oberlandesgericht (OLG) Bamberg und führte sie durch das geschichtsträchtige Gebäude. Mit großem Fachwissen vermittelte er den Jugendlichen die Kernaufgaben dieser höheren Instanz. Das OLG Bamberg ist für zivil- sowie strafrechtliche Berufungs- und Beschwerdeverfahren in Ober- und Unterfranken zuständig und übernimmt zudem wichtige Verwaltungs- und Aufsichtsfunktionen. Ein besonderes Erlebnis war der Aufstieg in den Turm des OLG-Gebäudes, von dem aus die Klasse einen beeindruckenden Blick über ganz Bamberg genießen konnte.
       
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Amtsgericht, dem OLG Bamberg und besonders Richter Dietze sowie der Staatsanwaltschaft für diesen lehrreichen, spannenden und sehr praxisnahen Einblick in die Welt des Rechts!
Jens Bodenstab für WR