Die Studienfahrt nach London von 3. bis 9. Mai 2026 bot den 45 Schülerinnen und Schülern mit den Leistungsfächern Chemie, Geographie, Französisch und Englisch ein dichtes, abwechslungsreiches Programm.
Nach der Nachtfahrt im Bus und auf der Fähre kamen wir am Vormittag des 4. Mai in London an und bezogen unsere zentral gelegene Unterkunft im Stadtteil Kensington, in unmittelbarer Nähe zum Hyde Park. Im Rahmen eines ersten Spaziergangs durch Piccadilly, Westminster und entlang der South Bank verschafften wir uns sodann einen Überblick über bekannte Sehenswürdigkeiten und Verkehrsachsen der Stadt. Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem indischen Restaurant in der Brick Lane ließen wir den Abend ausklingen.

Im Verlauf der Woche standen mehrere Museen und Institutionen mit direktem fachlichem Bezug zu unseren Leistungsfächern auf dem Plan. Das Science Museum und das Natural History Museum ermöglichten vertiefte Einblicke in naturwissenschaftliche Fragestellungen, das Royal Observatory in Greenwich bot Raum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Navigation und dem Nullmeridian.
Ein besonderes Highlight stellte ein Ganztagesausflug an die Steilküste bei den Seven Sisters dar: Die Wanderung entlang der Kreidefelsen ermöglichte uns unmittelbare Beobachtungen geologischer Formationen, bevor wir am Nachmittag den Küstenort Brighton mit seinen belebten und verwinkelten Gässchen sowie dem bekannten Brighton Palace Pier in Kleingruppen erkundeten.

Unser Programm im Zentrum von London kombinierte klassische Sehenswürdigkeiten mit Bezirken, die für alternative Kultur bekannt sind: Neben dem Camden Market und einer Bootsfahrt auf der Themse standen Rundgänge im den Bezirken Westminster und Soho auf dem Plan, wobei wir uns an den Houses of Parliament und dem Buckingham Palace über das politische System des UK austauschten.

Am Abreisetag erhielten wir von der Aussichtsebene des Wolkenkratzers Horizon 22 einen atemberaubenden Blick über die Skyline der britischen Hauptstadt. Im Anschluss tauchten wir auf dem Borough Market in die kulinarische Vielfalt der Metropole an der Themse ein. Der Abend stand ganz im Zeichen der Londoner Theaterszene: Im Shakespeare’s Globe, einer Rekonstruktion des elisabethanischen Schauspielhauses The Globe, erlebten wir eine sehr gelungene englischsprachige Inszenierung von Bertolt Brechts Drama Mutter Courage und ihre Kinder.
Mit vielfältigen Eindrücken im Gepäck traten wir in der Nacht auf den 9. Mai erschöpft, aber glücklich die Rückfahrt mit dem Bus an. Trotz, oder besser gesagt aufgrund dieser ereignis- und abwechslungsreichen Woche kamen viele von uns zu der Erkenntnis, dass dies nicht der letzte Besuch der britischen Hauptstadt gewesen sein kann. Zu genau dieser Erkenntnis kam bereits im 18. Jahrhundert der berühmte britische Schriftsteller Samuel Johnson: If you’re tired of London, you’re tired of your life!
Nikolai Beland