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In der Woche vor den Weihnachtsferien durften wir, die Klasse 10a des Dientzenhofer-Gymnasiums Bamberg, unsere Austauschpartnerinnen und -partner vom Lycée Foch aus Rodez begrüßen. Diese besondere Woche bot uns die Möglichkeit, neue Freundschaften zu knüpfen, unseren Alltag mit den französischen Gästen zu teilen und ihnen einen lebendigen Einblick in unsere Kultur zu geben.

Bereits am Wochenende verbrachten die französischen Austauschschülerinnen und -schüler Zeit in ihren Gastfamilien. Beim gemeinsamen Schlittschuhlaufen, beim Besuch von Weihnachtsmärkten und bei verschiedenen Freizeitaktivitäten konnten sich alle besser kennenlernen und erste Eindrücke vom Leben in Deutschland sammeln.

Während der Woche nahmen die Gäste am Unterricht teil, und wir arbeiteten gemeinsam an einem Projekt zum Thema „Was bedeutet es, Europäer zu sein?“. Als Ausgangspunkt diente der Film L’Auberge Espagnole, der zu angeregten Diskussionen über europäische Identität, Mobilität und Zusammenleben anregte. Darüber hinaus erkundeten wir gemeinsam Bamberg, unter anderem bei einer Domführung, und unternahmen einen Ausflug nach Nürnberg. Dort besuchten wir das ehemalige Reichsparteitagsgelände und setzten uns intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander. Die französischen Schülerinnen und Schüler reisten außerdem nach Rothenburg ob der Tauber, wo sie bei einer Stadtführung und beim Besuch des Kriminalmuseums weitere Einblicke in Geschichte und Kultur gewinnen konnten.

Der Schüleraustausch war für uns alle eine bereichernde Erfahrung, die nicht nur unsere Sprachkenntnisse, sondern auch unser gegenseitiges Verständnis und das europäische Miteinander gestärkt hat. Dankbar blicken wir auf diese besondere Woche zurück und nehmen viele schöne Erinnerungen mit.

Wir danken dem Programm Erasmus+ der Europäischen Union herzlich für die finanzielle Unterstützung dieses Schüleraustauschs.

Waseem Mutter für die Klasse 10a

Am vergangenen Nachmittag durfte unser P-Seminar „Saveurs de la Francophonie“ Michèle Menuet bei uns an der Schule begrüßen. Michèle stammt aus Grenoble, ist pensionierte Französischlehrerin des DFi Erlangen und leidenschaftliche Hobbybäckerin.

Sie nahm uns mit auf eine kleine kulinarische Reise nach Frankreich, und wir erfuhren viel über die Bûche de Noël, das traditionelle französische Weihnachtsdessert, das in nahezu jeder Familie zu den Festtagen auf dem Tisch steht. Anschließend wurde in unserer Schulküche gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern eifrig gebacken – nach einem Familienrezept – dekoriert und die Bûches mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Zum Abschluss erklang ein fröhliches gemeinsames Weihnachtslied, das den gelungenen Nachmittag stimmungsvoll abrundete. Alle hatten großen Spaß, und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen! Auf den Fotos können unsere wunderschönen Bûches de Noël bewundert werden.

Ein herzliches Dankeschön an Michèle für diesen schönen, festlichen Nachmittag!

Christina Kastner für das P-Seminar

Im Schuljahr 2024/25 hat Katharina Krause das Sprachdiplom DELF (diplôme d’études en langue française) für Französisch als Fremdsprache mit großem Erfolg bestanden.

Dabei handelt es sich um ein international anerkanntes Zertifikat, das vom französischen Ministerium für Bildung, Hochschulen und Forschung ausgestellt wird. Das Dientzenhofer Gymnasium organisiert jedes Jahr die Prüfungen auf dem Sprachniveau B1 und B2.

Katharina hat für ihr Diplom an vier verschiedenen Prüfungen am Institut français in Erlangen teilgenommen und kann dieses nun jeder Bewerbung beilegen. Das DELF stellt im In- und Ausland eine zusätzliche Qualifikation dar. Das Sprachzertifikat ist an den Hochschulen und Universitäten der 57 französischsprachigen Länder anerkannt.

So können die Schülerinnen und Schüler des DGs ihre Sprachkenntnisse gemäß des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) nachweisen. Und das Beste ist: Das DELF-Diplom ist unbefristet gültig. Es lohnt sich also!

Lisa Nisly-Goretzki

Am 10. Oktober 2025 versammelten sich erstmals alle bayerischen AbiBac-Schulen zu einem gemeinsamen Treffen am Hans-Sachs-Gymnasium in Nürnberg. Mit dabei war auch unser AbiBac-Kurs der Q13 vom DG, begleitet von Frau Nisly-Goretzki und Frau Kastner, der diese besondere Gelegenheit mit großem Interesse wahrnahm.

Durch das abwechslungsreiche Programm führten Astrid Barbeau (Kultusministerium) und Carsten Böckl (MB Oberpfalz). Neben den Vertreterinnen und Vertretern der AbiBac-Schulen aus Aschaffenburg, Bamberg, Buchloe, Erlangen, Garching, München, Nürnberg und Regensburg durften die Schülerinnen und Schüler hochrangige Gäste kennenlernen: den französischen Generalkonsul Alexandre Vulic, Dr. Wolfgang Mutter vom Kultusministerium, Anika Kost von der Deutsch-Französischen Hochschule, Sylvie Poirier vom Deutsch-Französischen Wirtschaftsclub in Bayern sowie Seminarlehrerin Ingrid Lang. Auch Kultusministerin Anna Stolz richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Ein Höhepunkt des Vormittags war die lebhafte Podiumsdiskussion zum Thema „Deutsch-französische Perspektiven für AbiBac-Absolventinnen und -Absolventen“. Unter der Moderation der ARD-Korrespondentin Barbara Kostolnik gelang es, die Diskussion durch spannende Videobeiträge der Schülerinnen und Schüler sowie interaktive Elemente aufzulockern und das Publikum aktiv einzubeziehen.

Am Nachmittag standen der Austausch zwischen den Schulen, pädagogische Projekte sowie die kreative Gestaltung eines T-Shirt-Motivs für den AbiBac-Jahrgang 2026 im Mittelpunkt. Für unsere Schülerinnen und Schüler war dies eine wertvolle Gelegenheit, Einblicke in unterschiedliche Schulkonzepte zu gewinnen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam an Ideen für die Zukunft zu arbeiten. Für uns war der Tag nicht nur lehrreich, sondern auch ein inspirierendes Erlebnis, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Christina Kastner

Am Nachmittag des 8. Mai 2025 gedachte die Stadt Bamberg auf der unteren Brücke des Kriegsendes 1945. Mit dabei war auch das Dientzenhofer Gymnasium, vertreten durch Julius Amann und Philip Connolly aus der 12. Klasse. Die beiden bekamen viel Anerkennung, nicht nur wegen Ihrer bewegenden Worte, sondern auch, weil sie ihren Beitrag auf Deutsch und- für die französische Delegation der Bamberger Partnerstadt Rodez- auf Französisch vortrugen:

„In Bamberg erinnern heutzutage zwei Stolpersteine an französische Kriegsgefangene – die hier ihr Leben verloren: Ferdinand Rapiteau wurde 1905 in Frankreich geboren. Er war Landwirt, Vater und Ehemann. Im Zweiten Weltkrieg wurde er Soldat und kam in deutsche Gefangenschaft. Er musste in Bamberg Zwangsarbeit leisten. Am 19. Juli 1941 wurde er am Bamberger Bahnhof angeblich versehentlich erschossen, wo man nun auch seinen Stolperstein vorfindet. Ein Junge hatte mit einem Gewehr Tauben verfehlt. Ferdinands Leiche wurde später nach Frankreich gebracht. Heute erinnern wir uns an ihn. Für Frieden. Für Menschlichkeit.

Ein weiterer französischer Mitgefangener, welcher auf der Flucht, ebenfalls in Bamberg, erschossen wurde, namens Bernard Delachaux, schrieb in Gedenken an Ferdinand Rapiteau: „Wann wird der Hass aus dem Herzen der Menschen entzogen?“ Diese Worte zeigen Verzweiflung, aber auch Hoffnung. Hass bringt Völker gegeneinander auf. Er zerstört nicht nur Städte, sondern auch das menschliche Miteinander. Das Zitat erinnert uns: Wir müssen aus der Geschichte lernen. Es ruft unsere Generation auf, Hass nicht weiterzugeben. Stattdessen sollen wir Verständnis und Versöhnung leben.

Wir sind in Frieden aufgewachsen – das ist nicht selbstverständlich. Wir wissen: Dieser Frieden ist ein Geschenk. Deshalb tragen wir Verantwortung, ihn zu bewahren. Als AbiBac-Schüler leben wir zwei Kulturen. Die deutsch-französische Freundschaft ist für uns mehr als Politik. Sie ist ein Zeichen, dass Versöhnung möglich ist.

Beim Austausch haben wir die Freundschaft erlebt. Wir lebten in Gastfamilien und gingen zusammen zur Schule. Wir lernten Unterschiede kennen – und viele Gemeinsamkeiten. So wurde aus Fremdheit Vertrauen. Aus Vorurteilen – echte Freundschaft.

Unser Blick geht nach vorn. Wir wollen Brücken bauen, nicht Mauern. Frieden braucht Begegnung, Offenheit und Respekt. Das ist die Aufgabe unserer Generation – heute und in der Zukunft.

À Bamberg, deux Stolpersteine– des « pierres d’achoppement » qui honorent la mémoire d’une victime du nazisme- rappellent aujourd’hui deux prisonniers de guerre français – morts ici pendant la Seconde Guerre mondiale : Ferdinand Rapiteau est né en 1905 en France. Il était agriculteur, père et mari. Pendant la guerre, il est devenu soldat et a été fait prisonnier en Allemagne. Il a dû faire du travail forcé à Bamberg. Le 19 juillet 1941, il a été tué, soi-disant par accident, à la gare de Bamberg. Un garçon voulait tirer sur des pigeons avec un fusil, et a touché Ferdinand. Son corps a été ramenée plus tard en France. Aujourd’hui, nous pensons à lui – pour la paix, pour l’humanité.

Un autre prisonnier français, Bernard Delachaux, a aussi été tué à Bamberg en essayant de fuir. Il a écrit en mémoire de Ferdinand Rapiteau : « Quand la haine sortira-t-elle du cœur des hommes ? » Cette phrase montre de la tristesse, mais aussi de l’espoir. La haine fait la guerre entre les peuples. Elle détruit les villes – mais aussi les relations humaines. Son message est clair : on doit apprendre de l’histoire.

Nous, les jeunes, on doit refuser la haine. Nous devons vivre la compréhension et le pardon. Nous avons grandi en paix – ce n’est pas normal partout. La paix est un cadeau. C’est notre devoir de la protéger. Nous sommes élèves en AbiBac – on vit deux cultures. L’amitié franco-allemande est plus que de la politique. Elle montre que la réconciliation est possible.

Pendant l’échange, on a vécu cette amitié. On a habité dans des familles et été à l’école ensemble. On a vu des différences – mais aussi beaucoup de points communs. La peur est devenue confiance. Les préjugés sont devenus une vraie amitié. Nous regardons vers l’avenir. Nous voulons construire des ponts, pas de murs. La paix a besoin de rencontres, d’ouverture et de respect. C’est notre mission – aujourd’hui et demain.“

 

Von Lisa Nisly-Goretzki

 

Wie schon in den vergangenen Jahren durften wir auch in diesem Schuljahr kurz vor den Faschingsferien das FranceMobil in Bamberg begrüßen. Doch dieses Mal war es etwas anders: Jean Steve Kobon von der Elfenbeinküste, der für ganz Nordbayern zuständig ist, wurde von seiner Kollegin Tessa Doron aus Frankreich begleitet. Sie besucht normalerweise Schulen im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Gemeinsam begeisterten die beiden Muttersprachler unsere Fünftklässler und bewiesen, dass man auch ohne Vorkenntnisse in Französisch überraschend viel verstehen kann.

Das Programm des FranceMobil gibt es bereits seit 2002. Es wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in enger Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft und dem Institut français Deutschland angeboten. Die Lektorinnen und Lektoren möchten den Lernenden die Angst vor der neuen Sprache nehmen und ihnen zeigen, was sie bereits auf Französisch können und über das Land wissen. Gleichzeitig überraschen sie die Schulklassen mit vielen neuen und unerwarteten Einblicken.

Die beiden Sprachanimateure sprachen ausschließlich Französisch mit den Schülern – selbst die Spielanleitungen erfolgten in der Fremdsprache. Und trotzdem verstanden alle, was zu tun war! Die Begeisterung war groß, denn die Kinder merkten schnell, dass sie schon einiges verstehen konnten. Spielerisch lernten sie, sich auf Französisch vorzustellen und ihr Alter zu nennen.

Die Animationen waren ein voller Erfolg. Deshalb hoffen wir, auch im nächsten Schuljahr wieder echte französische Muttersprachler am DG willkommen heißen zu dürfen.

Von Lisa Nisly-Goretzki

 

Am 22. Januar 2025, dem Deutsch-Französischen Tag, hat das Dientzenhofer-Gymnasium mit einer besonderen Aktion ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Durch den Verkauf von selbstgebackenen Kuchen, Tartes, Crêpes und anderen Köstlichkeiten, die von Schülerinnen und Schülern zubereitet wurden, konnte ein Betrag von 500 € gesammelt werden.

In den Pausen kauften sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte die Leckereien und trugen so zum Erfolg der Aktion bei.

Die Spende wurde an Herrn Kleiner von der Erzdiözese Bamberg übergeben, der die Verbindung zum Collège Saint Gabriel in Thiès, Senegal, herstellte. Das Geld wird für die Förderung der Bildung und das Wohlergehen der Schülerinnen und Schüler vor Ort eingesetzt.

Unsere Schulleiterin, Frau Cleary, lobte den engagierten Einsatz der verschiedenen Klassen des DGs sowie die gelungene Organisation dieser Aktion.

Diese Initiative zeigt, wie gemeinsames Engagement nicht nur die Schulgemeinschaft verbindet, sondern auch Brücken von Bamberg bis nach Afrika schlägt – ein beeindruckendes Zeichen für globale Solidarität und Verantwortung.

Die Fachschaft Französisch

 

Im Rahmen des Französischunterrichts hatte die Q12 (gA und eA) die Gelegenheit, an einem Online-Vortrag über das Deutsch-Französische Hochschulinstitut (DFHI) in Saarbrücken und Metz teilzunehmen. Frau Sacha, eine Studentin im 5. Semester, teilte dabei wertvolle Einblicke aus erster Hand über das Studium an dieser binationalen Einrichtung.

Das DFHI ist eine Kooperation zwischen der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) und der Université de Lorraine (UL). Die Hochschule bietet insgesamt 12 deutsch-französische Studiengänge in den Bereichen Management, Ingenieurwesen und Informatik an. Der besondere Charakter der binationalen Ausrichtung zeigt sich unter anderem in einem alternierenden Studium an den Standorten Metz, Saarbrücken und Luxemburg. Zusätzlich erwerben die Studierenden während der verpflichtenden Praktika im Partnerland nicht nur fundierte fachliche Kenntnisse, sondern auch wertvolle interkulturelle Kompetenzen und profitieren von einem weitreichenden Unternehmensnetzwerk. Ein Abschluss am DFHI eröffnet exzellente Karrierechancen in internationalen Unternehmen und erleichtert den Einstieg in den europäischen Arbeitsmarkt.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten durch den Vortrag einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten eines deutsch-französischen Studiums, die Vorteile eines Doppelabschlusses und den Alltag an den beiden Hochschulstandorten. Viele waren überrascht zu erfahren, dass es solche binationalen Studiengänge gibt, und empfanden die präsentierten Informationen als besonders bereichernd – insbesondere jene, die sich für Studien- und Berufsperspektiven im deutsch-französischen Kontext interessieren.

Ein herzlicher Dank gilt Frau Sacha für ihre Zeit und die aufschlussreichen Einblicke!

Étudier en Allemagne et en France, c’est une vraie opportunité pour l’avenir !

 

Von Myriam Heyn und Christina Kastner

Anlässlich des 55-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Bamberg und Rodez lud die Stadt Bamberg Schüler vom Dientzenhofer- Gymnasium ein, um diesen Tag gebührend zu feiern. Der Austausch zwischen den beiden Partnerstädten wird auf vielen Ebenen wie der Politik oder der Wirtschaft gepflegt, aber auch am DG ist der Frankreich-Austausch mittlerweile Tradition. Und so traten fünf DG-Schüler aus der Klasse 10b etwas nervös auf die Bühne, um den ca. 120 Zuschauern von ihren Erfahrungen mit dem Frankreich-Austausch zu erzählen.

Über eine Live-Schalte aus dem Rodezer Rathaus führten Valentina Brückner und Tilman Grünberger ein Interview mit französischen Schülern durch, die von ihren Eindrücken während des Schüleraustauschs mit dem Dientzenhofer-Gymnasium berichteten. Die französischen Schüler des Lycée Foch stellten ihrerseits Fragen an Mika Atzkern und Moritz Mayer, die gekonnt und mit Witz allen Anwesenden in Bamberg und Rodez einen Einblick gaben, was sie mit ihren französischen Austauschpartnern verbindet und was sie besonders an der französischen Kultur schätzen– und das sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch!

Très bien fait!

Von Lisa Nisly-Goretzki