Der internationale Mathematik-Wettbewerb Náboj zählt zu den größten und anspruchsvollsten Teamwettbewerben für mathematikbegeisterte Schülerinnen und Schüler weltweit.
In diesem Jahr nahmen 1095 Juniorenteams – in dieser Kategorie starten Schülerinnen und Schüler bis einschließlich Klasse 11 – zeitgleich teil, verteilt auf 17 Länder und 51 Städte. Zu den teilnehmenden Ländern gehörten unter anderem Österreich, die Schweiz, Tschechien, Deutschland, Estland, Spanien, Großbritannien, Ungarn, Marokko, Polen, Portugal, Rumänien, Singapur, Slowenien, die Slowakei, Schweden und Usbekistan.
Alle Teams arbeiteten parallel an denselben Aufgaben. Die Ergebnisse wurden sowohl lokal als auch national und international ausgewertet. Innerhalb von 120 Minuten müssen die Teams fortlaufend mathematische Probleme lösen – jede richtige Lösung bringt unmittelbar die nächste Aufgabe. Neben mathematischer Kreativität und Ausdauer sind dabei insbesondere Teamstrategie, kluge Aufgabenverteilung und Tempo entscheidend. Über eine Live-Rangliste können die Teams während des Wettbewerbs jederzeit verfolgen, wie sie im deutschlandweiten Vergleich stehen.
In Deutschland wurde der Wettbewerb unter anderem an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ausgetragen. Dort gingen 18 Juniorenteams an den Start – darunter erstmals auch ein Team des Dientzenhofer-Gymnasiums:
Yinuo Cai (7. Klasse), Malte Schuberth und Milan Pavlovic (8. Klasse) sowie Romy Trenner (9. Klasse).
Bericht von unseren vier DGlern:
Nach unserer Ankunft und Anmeldung an der Universität in Würzburg legten wir unsere Taschen und Jacken in einen der Aufenthaltsräume, in welchen schon einige Rätsel zum Warmwerden bereit lagen. Kurze Zeit später ging es auch schon in den Prüfungsraum, wo jedem Team ein Platz zugewiesen wurde, auf welchem bereits Wasser, Gummibärchen, Schokoriegel, Bleistifte und Geodreiecke bereitlagen.
Nachdem sich alle Teams eingefunden hatten, wurden uns die Regeln erklärt. Jedes Team hatte einen Umschlag mit den ersten sechs Aufgaben auf dem Tisch liegen. Die Lösung einer Aufgabe schrieben wir auf ein Blatt und brachten sie zum richtigen Korrekturtisch. Der richtige Korrekturtisch wurde folgendermaßen bestimmt:
Aufgabennummer durch 3 teilen –
Rest 0 → Tisch 0
Rest 1 → Tisch 1
Rest 2 → Tisch 2
Dort erhielt man entweder einen Stempel für die richtige Lösung, den Hinweis „unvollständig“ oder die falsche Lösungszahl wurde durchgestrichen. War die Aufgabe richtig, ging man direkt zum Aufgabentisch weiter und erhielt die nächste Aufgabe, sodass immer sechs verschiedene Aufgaben am Platz lagen. Falls eine Aufgabe falsch oder unvollständig war, versuchten wir sie erneut zu lösen. Für jede Aufgabe gab es unendlich viele Versuche, aber damit nicht nur geraten wird, durfte der Korrektor ab dem dritten Versuch verlangen, dass der Lösungsweg vorgelegt wird. Während des Wettbewerbs konnten wir auf einer Liveübertragung jederzeit sehen, auf welchem Platz wir momentan deutschlandweit und an unserem Standort (Würzburg) standen. Nach 119 Minuten wurde uns die letzte Minute angekündigt, in der sich alle Teams noch für die Abgabe von Lösungen anstellen konnten.
Nach dem Ende des Wettbewerbs gab es in der Cafeteria für alle Schülerinnen und Schüler sowie Betreuer ein leckeres Mittagessen. Um 14:45 Uhr ging es zurück zur Siegerehrung. Dort wurden zwei Aufgaben samt Lösung vorgestellt und anschließend die Platzierungen bekannt gegeben.
Unser junges Team erreichte bei den Junior-Teams einen starken 14. Platz deutschlandweit sowie einen hervorragenden 2. Platz am Standort Würzburg. Dabei hatten wir Punktgleichstand (Anzahl gelöster Aufgaben) mit dem erstplatzierten Team. Ausschlaggebend war letztlich, dass unsere höchste gelöste Aufgabe die Nummer 31 war, während das Siegerteam Aufgabe 32 lösen konnte – weshalb wir den ersten Platz nur knapp verpassten. Die ersten drei Plätze gewannen T-Shirts und durften sich zusätzlich jeweils einen Preis aus Spielen und Büchern aussuchen. Nach diesem erfolgreichen Tag traten wir zufrieden die Heimreise an.
Ein gelungener Wettbewerbstag
Der 2. Platz am Standort Würzburg sowie Rang 14 deutschlandweit sind ein schönes Ergebnis dieses Wettbewerbstages.
Mit der Erfahrung aus diesem Jahr und dann ein Jahr älter wird dieses Team im kommenden Jahr noch weiter nach vorne rücken.
Besonders hervorzuheben ist, dass der Wettbewerb unter strengen Bedingungen an den Universitätsstandorten durchgeführt wird – selbstverständlich ohne digitale Hilfsmittel oder den Einsatz unerlaubter KI-Unterstützung. Hier zählen ausschließlich mathematisches Denken, Teamarbeit und Konzentration.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Schuberth, dem Vater von Malte, der die Fahrt nach Würzburg übernommen und unsere vier Mathematiker engagiert begleitet hat.
Herzlichen Glückwunsch an Yinuo, Malte, Milan und Romy!
PL