Montag 23.3 – Der Start
Unsere Reise begann um kurz nach neun am Bamberger Bahnhof. Glücklicherweise gab es eine Direktverbindung und so blieb uns das nervige Umsteigen mit dem vielen Gepäck erspart. Dadurch war die Verspätung, die bei der DB ja schon fast Programm ist, zu verschmerzen. Nachdem wir in unsere Zimmer eingezogen sind, lernten wir die französischen Schüler und Schülerinnen kennen, mit denen wir die kommenden Tage Frankfurt erkunden sollten. In binationalen Gruppen ging es auch schon gleich mit einer Stadtrallye los. Diese diente vor allem dazu die Franzosen sowie Frankfurt kennenzulernen und erfreute sich großer Beliebtheit. Die anschließende Besichtigung des Maintowers war für viele ein weiterer Höhepunkt, weil man von dort einen perfekten Überblick über Mainhattan hat.
Dienstag 24.3 – Demokratie
Das erste Ziel des Tages war die Besichtigung der Paulskirche. Diese war das Gebäude, in dem das erste demokratisch gewählte Parlament 1848 seine Sitzungen abhielt. Dort erhielten wir einen Vortrag über ihre Geschichte. Der nächste Programmpunkt war eine Besteigung des Frankfurter Doms. Der Aufstieg per Wendeltreppe war zwar recht eng und lang, für den schönen Ausblick hat es sich aber dennoch gelohnt.

Nachdem wir uns in der Mittagspause in Kleingruppen gestärkt hatten, wurden wir durch Goethes Wohnhaus geführt. Neben den alten Gemächern der Goethe Familie war vor allem eine alte astronomische Uhr sehr interessant. Das Abendprogramm bestand dann aus einer parlamentarischen Debatte, während der wir wie damals das Paulskirchenparlament über ein wichtiges Thema, die Wiedereinführung der Wehrpflicht diskutierten. Insgesamt war der Dienstag ein anstrengender, aber auch sehr interessanter Tag.
Mittwoch 25.3 – Viel Kultur
Nach einem stärkenden Frühstück haben wir als Erstes die Europäische Zentralbank besucht. Dort konnten wir bei einer Tour rund ums Gebäude viele interessante neue Sachen lernen. Schade war es jedoch, dass wir nur einen Einblick von außen bekamen. Anschließend sind wir essen gegangen, bevor das Programm mit dem Besuch des Städel-Museums weiterging. Hier sollten wir eine Collage zu einem frei auswählbaren Thema erstellen, um zu zeigen, wie dieses in der europäischen Kunst dargestellt wurde. Danach hatten wir erneut Freizeit, die wir für eine Shoppingtour nach Souvenirs genutzt haben. Nach dem Abendessen wurde noch die zuvor geplante Talkshow zum Thema „Der Aufstieg der Rechten in Europa“ mit großem Erfolg durchgeführt.
Donnerstag 26.3 – Ein Highlight kommt selten allein
Unser Donnerstag begann dann mit dem, was viele als Highlight der Fahrt sahen: der Besuch des Waldstadions. Wir fingen mit einem aufschlussreichen Workshop zur NS-Vergangenheit des Fußballvereins Eintracht Frankfurt an. Danach bekamen wir eine sehr eindrucksvolle Führung durch das geschichtsträchtige Waldstadion, in der wir unter anderem die Spielerkabinen, Auswechselbänke und den Presseraum besuchen durften. Einige unserer Schüler trafen dann auch noch den Torwart der Eintracht, Kauã Santos. Für alle sportbegeisterten Schüler war dieser Tag natürlich der Höhepunkt der Fahrt.

Am Nachmittag besuchten wir die Bildungsstätte Anne Frank, in der wir uns mit Tablets interaktiv Inhalte zum Leben von Anne Frank, aber auch zu Themen wie Rassismus und Antisemitismus erarbeitet haben. Dort war auch ein Fernsehteam des hessischen Rundfunks anwesend, um einen Beitrag über Geldkürzungen für die Bildungsstätte zu drehen. In diesem Beitrag wurden auch zwei Schüler von uns interviewed.
Freitag 27.3 – Ein runder Abschluss
Der Freitag war der letzte Tag unserer Drittortbegegnung. Nachdem wir unsere Zimmer geräumt hatten, stand eine der letzten Aktivitäten an: eine Demonstration.

In dieser ging es um den Frieden in der Welt und um den Kampf gegen Rassismus. Hervorragend geleitet wurde die Demo von einem deutschen Schüler, sowie einer französischen Schülerin.
Abgerundet wurde das Ganze dann mit dem Besuch des Restaurants “Zum Eisernen Steg”. In diesem durften wir das in Frankfurt berühmte Schnitzel mit grüner Soße probieren, bevor es für uns leider schon wieder zurück zum Bahnhof und nach Bamberg ging. Es war der perfekte Abschluss einer Reise, die uns allen lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein besonderer Dank gilt unseren Lehrkräften Frau Nisly-Goretzki und Herr Hennig, die die Reise hervorragend begleitet und organisiert haben, sowie allen weiteren Organisator/-innen beider Seiten.
Moritz Mayer, im Namen der 11. Abibac- Klasse